Pebble Beach Concours d'Elegance Invasion der Neuwagen

Der Concours d'Elegance in Pebble Beach war einmal eine Oldtimer-Show. Dann entdeckten die Autohersteller das exklusive Altmetall-Treffen - seitdem mutiert es mehr und mehr inoffiziellen Autosalon. Hier sind die "Neuheiten".
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Mercedes-Benz tritt in Pebble Beach schon seit Jahren immer prominenter in Erscheinung. Dieses Jahr präsentieren die Schwaben die Studie "Vision Mercedes-Maybach 6". Ernsthafte Chancen auf eine Serienproduktion räumt der Studie bei Daimler niemand ein. Doch Mercedes-Designchef Gordon Wagener sagt, er wolle sich davon zum Beispiel für das nächste Coupé der S-Klasse inspirieren lassen. Und ein Detail wird definitiv schon sehr bald in Serie gehen: Der von Nadelstreifen am Anzug inspirierte Kühlergrill soll zum Erkennungsmerkmal aller kommenden Maybach-Varianten werden.

Foto: Tom Grünweg
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Rücksicht muss man wohl nicht nehmen, wenn man in so einem Auto fährt. Deshalb sind die Heckscheiben winzig klein. Aber immerhin gibt es zwei Kameras, mit denen die Designer die Außenspiegel ersetzt haben.

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Der wahre Luxus in Zeiten autonomer Autos ist das Selberfahren, sagt Wagener und hat dem Maybach 6 deshalb ein Lenkrad ins futuristische Cockpit gesteckt. Auch die Anzeigen dahinter sind zumindest teilweise analog, weil wir ja auch Vinyl-Platten hören und mechanische Uhren tragen. Rund herum breitet sich ansonsten aber eine digitale Spielwiese aus, die bis in die gesamte, als Display genutzte Frontscheibe reicht. Und die Sitze haben Body-Sensoren, die den Körper vermessen und automatisch das Wohlbefinden regeln.

Foto: Daimler
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Designchef Gorden Wagener hat sich für den Maybach 6 von den AeroCoupés aus den Dreißigerjahren inspirieren lassen. Die kennt er gut, schließlich musste er sie als Juror beim Concours in Pebble Beach schon oft bewerten.

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Das Showcar ist fast sechs Meter lang und steht auf 24-Zoll-Rädern. Die schnittige Karosserie schindet auch deshalb so viel Eindruck, weil sie ohne viele Linien auskommt. Allerdings sind die wenigen Linien, die Wagener an dem Auto gelassen hat, entsprechend betont - mit Chrom-Auflegern auf der Flanke und einer LED-Finne, die längs übers Dach läuft.

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Wo die schärfsten Supersportwagen auffahren, darf die neueste Generation des Ford GT nicht fehlen - zumal der US-Hersteller gerade angekündigt hat, die Produktion um zwei Jahre zu verlängern und so die Auflage ein wenig zu erhöhen. Trotzdem dürfte es schwer werden, die Nachfrage zu erfüllen. Schon jetzt gilt der exklusive 600 PS-Renner als hoffnungslos überzeichnet, weil pro Jahr nur 250 Autos gebaut werden, aber mehr als 6000 konkrete Bestellungen vorliegen.

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Beim Stelldichein der Showcars ist auch diese Bugatti-Studie mit dabei. Gezeichnet für das Computerspiel "Gran Turismo" und dann in Blech gegossen, war sie der Vorbote für den neuen Chiron, von dem am Wochenende in Pebble Beach wohl wieder rund ein Dutzend Exemplare verkauft worden sind.

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Nachdem Cadillac mit dem CT6 gerade ein neues Flaggschiff enthüllt hat, legen die Amerikaner mit der Studie Escala jetzt nochmals eine Schippe drauf. Fast 20 Zentimeter länger der neue S-Klasse-Konkurrent CT6 gibt der Viersitzer die schwungvoll gezeichnete Fließheck-Limousine mit rahmenlosen Türen und großer Heckklappe, die in ein, zwei Jahren gegen Panamera & Co. antreten könnte.

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Noch bevor das Auto in Serie geht, kommt sein Antrieb auf die Straße, sagen die Amerikaner. Denn hinter dem mächtigen Grill des Cadillac Escala arbeitet eine neue V8-Generation mit 4,2 Litern Hubraum, Doppelturbo und Zylinder-Abschaltung, der gut in den Geländewagen Escalade und den CT6 passt.

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Das Heck des Cadillac-Showcars erinnert entfernt an den Jaguar XJ. Das ist allerdings kein guten Zeichen, denn die britische Luxuslimousine konnte sich in ihrer aktuellen Auflage nie so richtig durchsetzen.

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Mit der Studie Escala will Cadillac auch neuen Technologien im Cockpit den Weg bereiten. Für die Instrumente nutzen die Amerikaner deshalb so genannte OLED-Displays mit organischen Leichtdioden. Die strahlen nicht nur heller und brillanter, sondern sind dünner und lassen sich biegen. Entsprechend Schlank und Spektakulär sieht das Kombiinstrument des Showcars aus.

Foto: Cadillac
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Wo es bislang vor allem Lack und Leder gab, hat Cadillac den Escala diesmal mit noblen Tüchern aus der Modebranche ausgeschlagen. Zusammen mit den hellen Grundtönen und den dezenten Holzkonsolen wirkt die US-Studie damit fast ein bisschen skandinavisch.

Foto: Cadillac
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Mit großem Interesse haben die Superreichen das US-Debüt des neuen Bugatti Chiron begleitet. Marketing-Vorstand Stefan Brungs jedenfalls hatte in Pebble Beach gut zu tun: Ein knappes Dutzend Autos hat er an diesem Wochenende verkauft oder zumindest detailliert mit Kunden besprochen, die schon vorher ihren Vertrag unterzeichnet haben. Insgesamt sind von den 500 geplanten Chiron mittlerweile etwa 200 vorbestellt, sagt Brungs - ein Drittel davon geht in die USA.

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BMW feiert in Pebble Beach noch einmal den 100. Geburtstag und inszeniert sich in Kalifornien als Motorsport-Marke. Deshalb haben die Bayern eigens für die Monterey Car Week ihre 2002-Hommage vom Concours d'Elegance in Como noch einmal neu lackiert und zum Siebzigerjahre-Rennwagen umgestaltet. Statt dabei noch einmal für Jägermeister zu werben, haben sie aus dem Auto allerdings den "Turbomeister" gemacht.

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Die technische Basis für die Studie liefert der aktuelle M2. Weil der so gut ankommt und weil das Showcar nicht ganz so weit weg ist von der Wirklichkeit, hoffen die BMW-Fans nun, dass daraus in Bälde ein besonders scharfer M2 GTS mit um die 400 PS werden könnte.

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Mercedes-Ableger AMG lockt die Vollgas-Fraktion in Pebble Beach mit dem neuen GT R. Und damit niemand an Herkunft und Heritage zweifelt, stellen die Schwaben den originalen Flügeltürer daneben, der sie für den neuen Supersportwagen inspiriert hat

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Black Badge heißt das erste Rolls-Royce-Modell mit Werkstuning. Zu erkennen ist die Powerversion des Luxusliners unter anderem an einer Emily, die schwarz trägt. Aber ein Kind von Traurigkeit ist sie deshalb noch lange nicht. Schließlich arbeiten unter ihr 632 PS im Wraith oder 612 PS im Ghost.

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Schwarzmalerei bei Rolls-Royce: Nachdem immer mehr ihrer Kunden selbst ins Lenkrad greifen, statt dem Chauffeur das Fahren zu überlassen, sollen die "Black Badge"-Modelle die Fahrfreude betonen und zugleich den externen Rolls-Royce-Tunern das Wasser abgraben.

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Hauptsache, was auf der Bühne: Die luxuriöse Honda-Schwester Acura hat für Pebble Beach noch einmal die letzte Detroit-Studie aus dem Werksmuseum geholt und neben dem neuen NSX aufgefahren.

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Wo bitte gehts zur Kasse? Auch einen Supersportwagen wie einen Pagani kann man in Pebble Beach kaufen - wenn es der Verfügungsrahmen der Kreditkarte hergibt.

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Porsche lässt sich in Pebble Beach ein weiteres Mal für den 911R feiern. Das puristische Sondermodell war ebenfalls vom Start weg ausverkauft. Und obwohl die Auflage mit 996 Exemplaren vergleichsweise groß war, hat sich die Hoffnung auf eine Wertsteigerung offenbar erfüllt: Noch vor der Auslieferung wurden die ersten Kaufverträge schon für Millionensummen im Internet angeboten.

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Lamborghini feiert den 100. Geburtstag seines Firmengründers nun auch noch mit einem zweiten Sondermodell: Dem Centenario Roadster. Auf 20 Exemplare limitiert und mehr als zwei Millionen Euro teuer, ist der 770 PS-Sportwagen schon beim Debüt ausverkauft.

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Zwar suggerieren die Autohersteller mit solchen Kleinserien eine bessere Wertentwicklung und mit der Nähe zur Oldtimer-Veranstaltung die Idee vom Klassiker der Zukunft. Doch Experten mahnen, dass sich solche Hoffnungen nur selten erfüllen. Der Markt sei überschwemmt von vermeintlich exklusiven Exoten und die Preise entwickelten sich lange nicht so gut, wie erwartet.

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In seinem ersten Leben hat Ken Okuyama bei Pininfarina Autos wie den legendären Ferrari Enzo gezeichnet. Jetzt ist der Japaner sein eigener Chef und formt alles vom Schnellzug bis zum Ackerschlepper. Sein jüngster Wurf ist der Kode57, ein Supersportwagen auf Ferrari-Basis mit offener Haube über dem 620 PS starken V12-Motor, hinten angeschlagenen Scherentüren und einem Design wie aus einem Magna-Comic. Eigentlich war der radikale Roadster als Einzelstück geplant. Aber das hat der Designer nur wenige Stunden nach der Enthüllung doch noch mal überdenken müssen. Obwohl dreimal teurer als das Grundmodell hatte er bereits ersten Vormittag in Pebble Beach vier weitere Bestellungen.

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Auf der Luxus-Lodge "The Quail" in Pebble Beach fahren die Nobelhersteller buchstäblich groß auf. Deshalb hat Bentley neben dem neuen Geländewagen Bentayga auch noch einmal die XXL-Version des Mulsanne auf die Bühne gewuchtet. Ursprünglich mal als Einzelstück gedacht, haben die Briten mittlerweile etwa ein Dutzend Aufträge für den von Hand gestreckten Luxusliner - und am Wochenende dürften wieder ein paar dazu gekommen sein.

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Nicht nur auf den Golfplätzen, auch drum herum sind viele PS-Poser unterwegs. Die Hotelauffahrten stehen voller Luxuslimousinen und Supersportwagen und selbst die Golf-Carts sind mächtig gepimpt.

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