UBS, Deutsche Bank, HSBC und Co. Diese Banken mischen im Briefkastengeschäft mit

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Nach den Veröffentlichungen zu Milliardengeschäften zahlreicher Prominenter weltweit über Briefkastenfirmen in Panama, der Karibik und anderswo stehen auch die Banken im Fokus. In Deutschland meldeten sich am Montag die Deutsche Bank sowie ...

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... die Hamburger Privatbank Berenberg zu Wort. Beide Institute bestätigten, Kunden bei der Vermittlung von Briefkastenfirmen im Ausland geholfen zu haben. Zugleich betonten sie aber die Rechtmäßigkeit der Vorgänge. "Was die Deutsche Bank angeht, so haben wir unsere Kundenannahmeverfahren verbessert", sagte ein Sprecher der Bank. "Wir überprüfen, mit wem wir Geschäfte machen und stellen sicher, dass unsere Richtlinien, Verfahren und Systeme so gestaltet sind, dass sie alle relevanten Gesetzen und Regularien befolgen." Ähnliches war von der Berenberg Bank zu hören.

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Nach den veröffentlichten Recherchen verschiedener Medien soll Geldhäusern eine Schlüsselrolle beim Vertrieb von Briefkastenfirmen zugekommen sein. Grundlage der Enthüllungen sind aus einer anonymen Quelle stammende Daten der Wirtschaftskanzlei Mossack Fonseca aus Panama. Demnach ...

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... haben zahlreiche Politiker, Sportler und Prominente ihr Geld in Offshore-Firmen geparkt. Gut 500 Banken hätten den Dokumenten aus dem Hause Mossack Fonseca zufolge in den vergangenen Jahren mithilfe der Kanzlei über 15.000 Briefkastenfirmen an ihre Kunden vermittelt, heißt es etwa in den Berichten von NDR und WDR. Die meisten Firmen seien dabei erst nach 2005 gegründet worden.

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Den Recherchen der Journalisten zufolge gehört beispielsweise die Société Générale zu den Banken, die besonders aktiv im Vermitteln von Briefkastenfirmen waren. 465 solcher Firmen kamen unter Mithilfe einer SocGen-Tochter in Luxemburg zustande, so die Angaben.

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Ebenfalls unter den Top Ten der beteiligten Geldhäuser: Das Institut Coutts & Co. Trustees (Jersey), mit 487 vermittelten Briefkastenfirmen.

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Laut dem Journalisten-Konsortium, dass die Unterlagen über Offshore-Firmen in Panama ausgewertet hat, sollen die Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS zu den aktivsten Gründern solcher Gesellschaften gehören. Beide betonten, dass diese Tätigkeit in Übereinstimmung mit den Gesetzen stehe. "Wir haben keinerlei Interesse an Geldern, die nicht versteuert sind oder aus illegaler Herkunft stammen", hieß es bei der UBS. Die ...

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... Credit Suisse erklärte: "Für die Credit Suisse ist es von entscheidender Bedeutung, dass ihre Kunden Vermögensstrukturen ausschließlich für zulässige Zwecke nutzen."

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Zu den Aktivposten im Briefkastengeschäft scheint auch die HSBC zu gehören, die gleich mit zwei Töchtern unter den Top Ten der beteiligten Banken auftaucht.

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Beinahe 1000 der insgesamt mehr als 15.000 Briefkastenfirmen, die von Banken vermittelt wurden, gehen auf das Konto der Banque J. Safra Sarasin, so die Recherchen.

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Am aktivsten war mit mehr als 1600 Vermittlungen allerdings ein Institut, dessen Name selbst nach einer Briefkastenfirma klingt: die Experte Corporate & Trust Services mit Sitz in Luxemburg.

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Zudem äußerte sich die DZ Bank zu dem Thema. Sie erklärte, nie aktiv Kunden Briefkastenfirmen angeboten zu haben. "Dies war zu keinem Zeitpunkt Bestandteil des Geschäftsmodells. Die Kapitalanlagegesellschaften, die die DZ Privatbank im Bestand hat, sind nachweislich steuerkonform", so das genossenschaftlichen Institut.

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Die skandinavische Großbank Nordea betonte, sie halte sich an alle Regeln und Vorschriften. "Wir akzeptieren nicht, als Plattform für Steuerhinterziehung genutzt zu werden", hieß es. Offshore-Strukturen könnten für einige Kunden mit komplizierten internationalen Unternehmen ein legales Verwaltungsvehikel sein. Die Bank stelle aber sicher, dass die Kunden den Steuerbehörden ihre Konten meldeten. "Dem Großteil unserer Kunden empfehlen wir, Offshore-Firmen nicht zu nutzen."

Mit Material von dpa

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