Olympia 2018 Sensation bleibt Sensation - trotz Niederlage

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft musste sich im dramatischen olympischen Finale den Olympischen Athleten aus Russland in der Verlängerung geschlagen geben. Doch auch die Silbermedaille ist ein sensationeller Erfolg.
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Zum ersten Mal in der olympischen Geschichte spielte eine deutsche Eishockey-Nationalmannschaft im Finale um die Goldmedaille. Vor dem Tor von Goalie Danny aus den Birken schwor sich die DEB-Auswahl auf den historischen Moment ein.

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Gegner im Endspiel waren die Olympischen Athleten aus Russland (OAR), deren Ersatztorwart Ilja Sorokin sich vor der Partie warm machte - wenn man einen Spagat auf Eis so nennen will.

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Eine wichtige Rolle kam den Schiedsrichtern zu, die von Beginn an hart durchgriffen. Die erste Zeitstrafe gegen den OAR-Verteidiger Sergej Andronow gab es schon nach 15 Sekunden.

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Trotzdem war es eine sehr körperbetonte Partie - und die Deutschen hielten voll dagegen. Felix Schütz streckte seinen Gegenspieler Igor Jakowlew nieder. Für diese Aktion gab es wohlgemerkt keine Strafe.

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Im Fokus stand im ersten Drittel der deutsche Goalie aus den Birken, der reihenweise Chancen der russischen Stürmer vereitelte.

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Die Deutschen gingen an ihre körperlichen Grenzen und zum Teil darüber hinaus - wie hier Yasin Ehliz im Zweikampf mit Nikita Nesterow. Das zahlte sich aus: Das favorisierte OAR-Team kam zwar zu Abschlüssen, einen Treffer konnten die Russen aber auch in Überzahl nicht erzielen.

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Dann kam die letzte Sekunde des ersten Drittels: Die DEB-Defensive war für einen Moment unaufmerksam. Das wurde bestraft: Wjatscheslaw Wojnow traf nach Vorarbeit von Nikita Gusew mit einem unhaltbaren Schlagschuss zum 1:0 (20. Minute).

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Im zweiten Drittel wurde Deutschland stärker. Der russische Goalie Wasili Koschetschkin musste mehrfach eingreifen und in höchster Not retten.

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In der 30. Minute war es dann passiert: Nach Zuspiel von Brooks Macek kam Schütz über rechts und brachte den Puck aus spitzem Winkel vors Tor. Koschetschkin lenkte die Scheibe ins eigene Netz. Der hinter dem Goalie lauernde Patrick Hager musste nicht eingreifen.

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Die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis, um zu überprüfen, ob Hager den Puck eventuell mit dem Schlittschuh über die Linie bugsiert hatte. Das war nicht der Fall. Der Ausgleichstreffer zählte. Schütz und Macek jubelten zu Recht.

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Auch im dritten Drittel gelang es den Deutschen, das Spiel offenzuhalten. Die DEB-Auswahl verteidigte sehr konzentriert und ließ den Olympischen Athleten aus Russland kaum Raum für ihr gefürchtetes Kombinationsspiel.

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Kurz vor Schluss ging das russische Team zum zweiten Mal in Führung. Gusew traf aus spitzem Winkel den Helm von aus den Birken. Von dort sprang der Puck ins Tor (54.).

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Doch das sollte noch lange nicht der Schlusspunkt sein. Im direkten Gegenzug traf der 22-jährige Dominik Kahun zum erneuten Ausgleich (55.).

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Und Deutschland ging sogar in Führung. In der 57. Minute war es mit Jonas Müller der jüngste Spieler im DEB-Team, der das 3:2 erzielte. Als der Russe Sergej Kalinin kurz darauf eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe aufgebrummt bekam, sah Deutschland schon wie der sichere Olympiasieger aus.

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Doch die Russen schlugen in Unterzahl erneut zurück. Gusew traf in der Schlussminute zum 3:3. Damit war klar: die Partie geht in die Verlängerung.

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Auch in der Overtime schenkten sich beide Teams nichts. Wie hier Christian Ehrhoff und Ivan Telegin kämpften die Spieler um jeden Puck.

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Die Olympischen Athleten aus Russland erspielten sich in der Verlängerung die besseren Chancen. Ilja Kowaltschuk scheiterte am Schoner von aus den Birken.

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Die Entscheidung fiel in Unterzahl: Kurz nachdem Patrick Reimer wegen hohen Stocks für zwei Minuten vom Eis gestellt worden war, sorgte Kirill Kaprizow für die Entscheidung.

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Der Rest war Jubel in Rot. Es ist der erste russische Olympiasieg seit 1992 - auch wenn der Titel wegen der Staatsdoping-Affäre offiziell nicht Russland zugerechnet wird.

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Die deutschen Spieler waren nach dem dramatischen Finale nur kurz am Boden zerstört. Wenig später realisierten sie, dass sie zwar ein Finale verloren, aber Silber gewonnen haben.

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