Nostalgie Ost-Marken sind stark - im Osten

Rotkäppchen-Sekt und Radeberger-Pils kennt fast jeder. Aber was ist mit anderen Marken aus der ehemaligen DDR? Eine Studie hat nun ermittelt, welche Produkte noch eine Rolle auf dem Markt spielen - von Senf bis Schokolade.
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Klassiker mit Tradition: Sekt von Rotkäppchen kennen im Osten der Republik 87 Prozent der Befragten, in Westdeutschland sind es 81 Prozent. Das zeigt die West-Ost-Markenstudie 2016 des Instituts für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung (IMK) und der MDR-Werbung, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

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Für die Studie wurden 3000 Verbraucher in Ost- und Westdeutschland zu 67 Marken befragt. Das Ergebnis: Vor allem Biermarken aus dem Osten sind im Westen bekannt. Radeberger kennen in Ostdeutschland 83 Prozent der Befragten, in den alten Bundesländern sind es 70 Prozent.

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Ebenfalls populär ist Hasseröder, der Marktführer der Brauereien in Ostdeutschland im Pils-Segment. Dort kennen 78 Prozent die Marke, im Westen sind es laut der Studie 66 Prozent. Auch auf 78 Prozent kommt im Osten Wernesgrüner gefolgt von Köstritzer mit 77 Prozent.

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Auf das Bier folgt die Cola. Vita Cola Original landete im Osten auf dem dritten Platz der bekanntesten Marken. Acht von zehn Befragten kennen das Getränk - im Westen kam es nicht einmal unter die Top Ten der abgefragten Ostprodukte. Die DDR-Cola ist seit 1994 zurück am Markt.

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Die Waschmittelmarke Spee, die in schrillen Spots mit einem sprechenden Fuchs beworben wurde, kennen 79 Prozent der ostdeutschen Befragten, im Westen gaben das hingegen nicht einmal die Hälfte an.

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Das Spülmittel fit ist im Osten deutlich verbreiteter als im Westen. Doch auch dort muss sich das Unternehmen anstrengen, denn die Jungen kennen viele Ostprodukte nicht mehr.

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Anderen Marken bescheinigt die IMK-Studie aber durchaus Potenzial, zum Beispiel dem Milchquark Leckermäulchen. "Der Patriotismus für die heimischen Marken ist ungebrochen", heißt es in der Untersuchung.

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Die Nuss-Nugat-Creme Nudossi ist erst seit 1999 wieder erhältlich. Bislang ist der Aufstrich aber weder bei den ost- noch bei den westdeutschen Befragten unter den zehn bekanntesten Marken.

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Die Studie untersuchte nicht nur die Bekanntheit der Produkte, sondern auch wie oft sie verwendet werden. Dabei schnitt Bautz’ner Senf am besten ab: 39 Prozent der befragten Ostdeutschen haben ihn in den vergangenen vier Wochen gegessen.

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Die Kosmetik-Marke Florena stammt aus Waldheim in Sachsen. 1960 erschien die erste Creme in der blauweißen Dose. Weil die der Verpackung von Nivea ähnelt, klagte Beiersdorf - erfolglos. Inzwischen gehört Florena zu dem Konsumgüterkonzern.

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Halloren betreibt in Halle an der Saale die älteste Schokoladenfabrik Deutschlands. Das bekannteste Produkt ist die Halloren-Kugel, eine Praline aus Sahne und Schokolade. Die IMK-Studie kommt auch zu dem Schluss: Der Begriff Ostmarke ist überholt. Denn die meisten Marken seien nicht in ganz Ostdeutschland bekannt, sondern nur in einzelnen Regionen.

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