Nizza in Frankreich Massenhafter Tod durch tonnenschweren Lastewagen

In Nizza hat ein Attentäter mit einem Lkw zahlreiche Menschen überfahren, mindestens 80 starben. Frankreichs Präsident spricht von einem "terroristischen Charakter" der Tat - und verlängert den Ausnahmezustand im Land.
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Am Donnerstagabend sind in Nizza Dutzende Menschen getötet worden, Frankreichs Präsident François Hollande sprach von einem "terroristischen Charakter" des Angriffs: Ein Lkw-Fahrer war mit hoher Geschwindigkeit in eine Menschenmenge gerast.

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Dieser weiße Lastwagen war auf der berühmten Promenade des Anglais am Strand von Nizza in die Menschenmenge gerast - an der Windschutzscheibe sind zahlreiche Einschusslöcher zu erkennen.

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Laut Innenminister Bernard Cazeneuve starben mindestens 80 Menschen, weitere Passanten seien teils schwer verletzt worden. In Nizza waren am Donnerstagabend zahlreiche Menschen auf den Straßen unterwegs, um den französischen Nationalfeiertag zu zelebrieren.

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Doch statt feiernden Menschen waren am Abend vor allem Polizisten in den Straßen von Nizza zu sehen. Am Nationalfeiertag wird jedes Jahr der Erstürmung des Pariser Bastille-Gefängnisses am 14. Juli 1789 gedacht, die als Beginn der Französischen Revolution gilt.

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Menschen laufen mit erhobenen Händen über eine Straße in Nizza, die Einsatzkräfte sind in Alarmbereitschaft. Kurz nach der Attacke hatte es Gerüchte über eine Geiselnahme gegeben, diese bestätigten sich jedoch nicht.

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Auch Fahrzeuge rund um den Anschlagsort wurden kontrolliert. Die Hintergründe sind noch unklar, die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft in Paris hat die Ermittlungen übernommen.

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Weltweit haben Politiker mit Bestürzung auf den Anschlag reagiert. Der Asien-Europa-Gipfel in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator begann mit einer Schweigeminute - vorne rechts ist Kanzlerin Angela Merkel zu sehen. "Es ist ein trauriger Tag für Frankreich, Europa und uns alle hier in der Mongolei", sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk.

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Dieses Foto entstand vor dem Anschlag in Nizza: Mit einem Feuerwerk wurde in der französischen Stadt der Nationalfeiertag zelebriert. Inzwischen hat Präsident François Hollande eine Sitzung der für Sicherheit und Verteidigung zuständigen Minister anberaumt. Das Sicherheitskabinett soll am Freitag um 9 Uhr zusammenkommen.

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Hollande wandte sich noch in der Nacht zu Freitag an die Medien: "Wir müssen alles tun, um die Geißel des Terrorismus zu bekämpfen", sagte er.

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Innenminister Cazeneuve wird in Nizza von Reportern umringt. Die Polizei habe "in einer sehr gefährlichen Situation einen Terroristen ausschalten können", sagte er.

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Nizza am Freitagmorgen: Der AFP-Journalist Robert Holloway ist als Tourist in der Stadt und erlebte den Anschlag als Augenzeuge. Der Lastwagen sei "mit vollem Tempo auf die Leute zugerast", die gerade nach Hause gehen wollten, berichtet er. "Die Leute haben geschrien, es war das absolute Chaos."

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