Von Kim Dotcom bis Peter Thiel Diese Superreichen suchen Zuflucht in Neuseeland

Die neue neuseeländische Regierung will ihr Land unattraktiver für superreiche Ausländer machen. Der Appeal des Landes als Zuflucht für den Krisenfall macht das Leben für die Einheimischen zu teuer.
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Queenstown auf der neuseeländischen Südinsel ist zum Hotspot der globalen Geldelite geworden. In der Kulisse der "Hobbit"-Filme haben sich etliche Milliardäre und Multimillionäre ihr Refugium geschaffen. Der örtliche Flugplatz hat die Kapazitätsgrenze für Privatflieger und -helikopter erreicht.

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Im Silicon Valley sei Neuseeland schon ein Codewort für die ultimative Krisenzuflucht, berichtete LinkedIn-Gründer Reid Hoffman dem "New Yorker". Als er einem Freund erzählte, er wolle das Land besuchen, habe der geantwortet: "Oh, du versicherst dich gegen die Apokalypse?" Ein Haus in Neuseeland zu kaufen, sei die Eintrittskarte in eine Welt, in der man selbstverständlich auch einen Atomschutzbunker kaufe, sich mit Strom, Wasser und Nahrung selbst versorge.

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Prominentester Neuseeland-Investor mit Immobilien in Auckland, Queenstown sowie einem noch unbebauten riesigen Seegrundstück in Wanaka ist Peter Thiel. Der deutschstämmige Trump-Fan aus dem Silicon Valley hat sogar 2011 neben der amerikanischen die neuseeländische Staatsbürgerschaft angenommen - nach nur wenigen Kurzbesuchen, darunter ein Treffen mit dem damaligen Premier. Thiel schwärmte von Neuseeland als libertäres "Utopia".

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Alibaba-Gründer Jack Ma sah in dem damaligen konservativen Premier John Key 2016 ebenfalls einen Ansprechpartner für den Kaufwunsch einer Immobilie. Mindestens 20 weitere chinesische Milliardäre seien schon dort, hieß es in der Lokalpresse.

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Den größten Wirbel machte der deutsche Internetunternehmer Kim Dotcom, der seine (gemietete) Villa bei Auckland 2013/14 nutzte, um von dort sein Upload-Portal Mega sowie die von ihm finanzierte neuseeländische Internet Party zu bewerben - beides Flops. Inzwischen ist Dotcom mit seiner Frau nach Queenstown umgezogen und wehrt sich gegen den Beschluss des höchsten neuseeländischen Gerichts, ihn an die USA auszuliefern.

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Nachbarn sind in den Südlichen Alpen meist weit weg - aber wenn man sie findet, könnte es sich um US-Hedgefonds-Pionier Julian Robertson handeln, den russischen Stahlmagnaten Alexander Abramow oder Bill Foley, den Aufsichtsratschef des US-Finanzkonzerns Fidelity. Der Hongkonger Hedgefonds-Gründer Michael Nock zog zu Beginn der Finanzkrise 2008 dorthin, weil er Schlimmeres befürchtete als Bankenpleiten. Neuseeland ist weit weg von allem - plötzlich ein Vorteil.

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Auch Filmregisseur James Cameron, gebürtig aus Kanada, ist Wahlneuseeländer. Seine Liebe zu dem Land entfachten die Dreharbeiten zu "Avatar". Der passionierte Tiefseetaucher und Tierschützer macht auch offiziell Werbung für Neuseeland.

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Die Wahl von Jacinda Ardern zur Premierministerin im Oktober 2017 erwischte manche der Möchtegern-Neuseeländer auf dem falschen Fuß. Die Milliardäre, die ihr Vorgänger willkommen hieß, sieht die Labour-Politikerin eher als Problem. Ihre Regierung will Investitionen strenger prüfen und Landbesitz reglementieren, damit das Leben für Alteingesessene bezahlbar bleibt.

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Als der britische Sänger Ed Sheeran twitterte, er sei "zwar noch kein Bürger Neuseelands, aber ich arbeite daran", antwortete Ardern per Video: Sheeran solle erstmal seine Kenntnis der neuseeländischen Kultur beweisen und vor allem seine Absicht erklären, sich auch dauerhaft dort niederzulassen.

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