Richtig Netzwerken So werden Sie der König der Kontakte

Leute mit Macht haben auch ein mächtiges Netzwerk - weil es ihnen nützt. Eine Lehre für die ein paar Stationen tiefer im Bürogefüge. Die zehn besten Tipps, um früher vom Traumjob zu hören oder von der anstehenden Beförderungschance. Eben um besser zu netzwerken.
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Warren Buffett (links) gibt es bekanntlich nur im Doppelpack – mit Charles Munger. Zugestanden, die beiden arbeiten zusammen und lenken die Geschicke von Berkshire Hathaway. Aber Buffett spielt Bridge mit Bill Gates (im Bild rechts). Der wiederum kennt Richard Branson. Merken Sie was?

Leute mit Macht haben auch ein mächtiges Netzwerk. Das nutzen sie manchmal altruistisch zur Schaffung einer Spendergemeinschaft, wie des „Giving Pledges“ unter anderem von Gates. Man beschloss in illustrer Runde kurzerhand, eine Menge des eigenen Vermögens wohltätigen Zwecken zu spenden.

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Oder sie profitieren vom Netzwerk ganz profan für die eigene Karriere, für die Festigung der eigenen Position. Oder glauben Sie, dass die wirklich wichtigen Jobs im Stellenteil der FAZ ausgeschrieben werden?

Das gleiche Prinzip gilt ein paar Stationen tiefer im Bürogefüge. Denn hier jemanden zu kennen oder dort einen Kontakt zu haben, vergrößert die Chance, früher vom Traumjob zu hören oder von der anstehenden Beförderungschance. Das Beste daran - Netzwerken wie die Großen und Mächtigen ist laut „Business Insider“ gar nicht so schwer. Wenn Sie den folgende Regeln beachten ...

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Regel 1: Helfen ohne Hilfe zu erwarten. Was nach einem Wahlspruch Mutter Theresas oder des Weihnachtsmanns klingt, ist für Professor Adam Grant von der Wharton-Universität bitterer Ernst. „Wenn man ein ‚Giver‘ ist, baut man eine Qualitätsbeziehung auf.“ Mit anderen Worten – der Gegenüber spürt es, wenn man ihm schlicht etwas verkaufen will. Und zieht sich zurück. Netzwerk-Abbau also statt dessen Aufbau. Und das ist ja nicht der Sinn des Ganzen.

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Regel 2: Was für Vorträge gilt, gilt auch für den Small Talk -– finden Sie einen guten Einstieg. Die meisten, im Originaltext ist die Rede von Amerikanern, würden nüchtern erklären, wer sie seien. Name, Unternehmen, Funktion. Punkt. Auch uns Deutschen ist ein gewisser Zug zur Nüchternheit zu eigen. Doch wer erinnert sich schon an einen grauen Aktenordner auf zwei Beinen? Eben.

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Regel 3: Mit so genannten "Schlüsselpersonen" vernetzen ist so etwas wie die hohe Schule der gepflegten Kumpanei. Wie sieht das in der Praxis aus?

Lernen Sie den Assistenten des Geschäftsführers kennen, die Sekretärin des Vorstands. Denn so landet man im Aufmerksamkeitsbereich des Abgeschirmten – einfach, weil Sie das Wohlwollen der Schlüsselperson besitzen.

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Regel 4: "Cold Calling" ist in der Finanzindustrie ein „No-Go“ – der überraschende Anruf nach dem Muster: „Herr Obama, haben Sie schon einmal über Ihre Altersvorsorge nachgedacht?“ Doch fürs Netzwerken - ist zumindest „Business Insider“ überzeugt - ist das ein gutes Werkzeug. Am besten vor 8 Uhr morgens, denn dann seien Führungskräfte bereits im Büro, nicht aber deren "Schlüsselpersonen" (siehe Regel 3). Das bedeutet freie Bahn. Und denken Sie daran – Regel 1 gilt weiterhin.

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Regel 5: "E-Mail-Etikette achten" schreibt sich leicht und wird noch leichter vergessen. Es gelten also die drei Regeln: Fasse Dich kurz, biete eine Lösung, einen nächsten Schritt an und versuche nicht, den Adressaten zu irgendetwas zu überreden. Siehe Regel 1.

Und ein Eintrag in der Betreff-Zeile ist auch keine schlechte Idee. Das senkt die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Email mit jenen „Dear-Friend“-Aussendungen ungelesen gelöscht wird.

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Regel 6: Danke sagen - eine schnelle Folge-Mail nach einem Meeting ist immer eine gute Idee und kündet von Stil. Oder zumindest der Lektüre eines Buches, das von Stil kündet. Drin steht: was man beschlossen hat oder auch ein schlichtes Dankeschön. Entsprechend erleichtert so eine Mail es, die Beziehung zu pflegen. Und sei es zu den Fans, denen Mehmet Scholl in seinem Abschiedsspiel 2007 per Verneigung Tribut zollte.

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Regel 7: Keine Angst, wie ein Idiot dazustehen – es tut nur beim ersten Mal weh. Richard Branson gehört zu denen, die sich weit aus dem Fenster lehnen. Und immer wieder auf der Nase landen.

Eine verpatzte Ballonfahrt hier, eine nackte Huckepackbegleitung beim Kitesurfen da, schon murren Teile der Öffentlichkeit. Doch die meisten sehen das bunte Bild dessen, der sich selbst nicht zu ernst nimmt. Und damit hochgradig netzwerktauglich ist.

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Regel 8: Immer an den Notfallplan denken. Sie kennen es – ein Treffen einer Gruppe von Menschen. an denen Ihnen zumindest potentiell gelegen ist. Die Vorträge werden vom freundlichen Beifall beiseite geplätschert, es gurgelt in den Metallbehältern des Buffets, man tritt nach einem freundlichen Nicken an einen Tisch. Und dann Stille, die sich ausbreitet wie ein verschütteter Rotwein.

Wohl dem, der ein Thema zu Hand hat. Wenn schon nicht ewige, ist ihm zumindest Dankbarkeit der anderen gewiss. Nicht die schlechteste Voraussetzung fürs Netzwerken.

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Regel 9: Organisieren Sie Ihre Kontakte. Der Stapel Visitenkarten auf dem Schreibtisch mag ähnlich beeindruckend aussehen wie die Goethe-Sammlung im heimischen Bücherschrank. Doch wird weder das eine gelesen noch das andere genutzt. Vertrauen Sie Ihre Kontakte statt dessen dem Computer an – einer jederzeit zugänglichen Liste, in der Namen, aber auch Interessen und ähnliche Anknüpfungspunkte stehen.

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Regel 10: Diese Regel ist die einfachste – und die schwierigste: Nerv nicht, könnte man sie etwas direkt nennen. Gehen Sie nicht davon aus, dass die Menschen all das schätzen, was auch Ihnen gefällt, Was dem einen die Oper, ist dem anderen der Fußball. Kluge Netzwerker denken deswegen an Regel 9. Unter anderem.

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