Unglücklich im Job Diese negativen Angewohnheiten sind schuld

1 / 7

Zu viel, zu oft, zu lange

Bei der Frage nach stressigen neuen Lebensumständen ist es ganz klar das "Zuviel", das uns Kraft raubt und Ruhelosigkeit verursacht. Es setzt sich zusammen aus Menge und Parallelität der Aufgaben. Gefolgt vom Leistungsgedanken, einer Latte, die immer höher gelegt wird.

Foto: Bernd Thissen/ dpa
2 / 7

Negative Informationsflut

Wir sind mit den Gedanken immer anderswo, meist bei Problemen, Sorgen, Unerledigtem. Schönes, Gutes, Angenehmes wird schnell übersehen, weil sich das Gehirn im Wiederholungsfall daran gewöhnt. Gleichzeitig verfügt es über den uralten Mechanismus, Negatives besonders schnell zu sehen und sich genau zu merken. Anschließend wiederholen wir es gedanklich, bis es weit größer und bedrohlicher ist als die Realität. Die vorwiegend negativen Sensationen aus Frühstücksfernsehen, Radio, Computer und Handy verstärken es noch. Dieser selektiven Wahrnehmung können wir uns kaum entziehen, wenn selbst das Fahrgastfernsehen in der Straßenbahn oder der Fernseher in der Hotellobby die negativen Schlagzeilen wiederholen.

Foto: Monika Skolimowska/ dpa
3 / 7

Virtuell lockt mehr als real

Eine Untersuchung in änemark ergab, dass sich Facebook-Nutzer, die eine Woche nicht online waren, zufriedener und glücklicher fühlen. Das Institut für Führungskultur im Digitalen Zeitalter hat in einer Metastudie festgestellt, dass im digitalen Zeitalter die wichtigste Kompetenz für Führungskräfte die Mensch-zu-Mensch-Kommunikation ist. Hierbei insbesondere: zuzuhören, Feedback zu geben und Wertschätzung für den anderen zu zeigen.

Foto: LOIC VENANCE/ AFP
4 / 7

Schnell vor gut

Gewohnheit und Routine, gesteuert von Betriebsamkeit und Tempo, ersetzen das Engagement. Wir versuchen, in der gleichen Zeit immer mehr Aufgaben zu erledigen. Dies geht nicht nur zu Lasten der Qualität, sondern vermindert vor allem das Bewusstsein, die Achtsamkeit, beim Tun. Schlinge ich während der Arbeit am Computer anstatt eines Mittagessens ein Brötchen hinunter, werde ich nicht einmal schmecken, geschweige denn genießen, was ich esse. Beantworte ich auf dem Bahnsteig "schnell" meine Mails, werde ich nicht wohldurchdacht antworten, denn meine Aufmerksamkeit ist geteilt - schließlich warte ich auf den Zug.

Foto: DPA
5 / 7

Anstrengung anstatt Genuss

Vor einiger Zeit habe ich eine Online-Befragung zu den wichtigsten persönlichen psychischen Stärken im Beruf durchgeführt. Interessant und zugleich erschreckend: Genussfähigkeit landete auf dem letzten Platz. Offensichtlich führt die multiple Anstrengung in diesem Lebensbereich dazu, dass wir uns an unserem Tun kaum erfreuen. Ist dies nicht auch in anderen Lebensbereichen der Fall? Selbst im Privatleben, beim Kochen, Gartenarbeit, Elternbesuch usw. beobachte ich Abarbeitungswahn, Erledigungsdrang anstatt Freude.

Foto: Patrick Seeger/ dpa
6 / 7

Betriebsam anstatt wirksam

Beobachten Sie doch einmal, wie sehr Sie der Effizienzgedanke im Griff hat. Beim Warten auf den Bus oder im Wartezimmer lesen wir die Nachrichten. Während wir telefonieren, haben wir ein Auge auf das Intranet und in Meetings den Computer dabei, falls es langweilig werden sollte. Es scheint, als hielten wir Ruhe, Langsamkeit oder Zeitlücken nicht mehr aus, ohne dass sich Langeweile einstellt. Die wir erst recht nicht ertragen. Dabei liegt hier das größte Erholungs- und Kreativitätspotential im Alltag.

Foto: Patrick Pleul/ DPA
7 / 7

Grübelei anstatt Konzentration

Während der Kosmetikbehandlung denken wir an ein krankes Familienmitglied und beim Yoga an die unaufgeräumten Kinderzimmer. Selbst im Urlaub schalten wir nicht ab: Weder die Gedanken noch das Handy. Was wir dabei verlieren ist nicht nur das Bewusstsein für den Augenblick, sondern auch unsere Fähigkeit unsere Gedanken bewusst zu steuern.

Foto: Arno Burgi/ dpa