Mutant Vehicles beim Burning Man Per Anhalter durch die Wüste

Wer sich auf dem spektakulären Burning-Man-Festival stilecht fortbewegen will, fährt ein Mutant Vehicle - und kümmert sich am besten früh um eine Zulassung. Die Fotografin Alexandra Lier hat die Umbauten in Bildern festgehalten.
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Harrod Blank hat seine Schöpfung "Oh my God" genannt. "Das sagen die Leute immer, wenn sie es sehen", sagt er und lächelt verschmitzt. Blank ist ein Urgestein des Burning Man, sein Art Car auf Basis eines VW Käfers von 1956 das erste seiner Art. 1979 hat er es gebaut, "nicht für Burning Man, sondern für mich", wie er betont. 27 Jahre bastelt er daran also schon herum, fertig werde es aber nie, sagt er.

Foto: Alexandra Lier
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Greg Baron, der sich selber als Kapitän bezeichnet, hat dieses Wüstenschiff "Monaco" auf Basis eines Wohnwagenchassis von Chevrolet gebaut. Im Maßstab 1:2 einer echten Fregatte nachempfunden, wird es laufend verbessert und verändert. Barom, der seit 16 Jahren das Burning-Man-Festival besucht, wollte die Wohnmobilfirma Monaco als Sponsor gewinnen, die biss aber nicht an. Das Beste an seiner Kreation: Sie ist straßenzugelassen. Befeuert von einem Chevrolet 545 Big Block "läuft die Monaco 70 Meilen die Stunde", freut sich Baron.

Foto: Alexandra Lier
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Nur noch die Stoßstange und die Radkappen erinnern daran, dass es sich bei dieser Kiste ursprünglich mal um einen 1980er Cadillac Fleetwood handelt. Die fahrende Veranda gehört Rob Graham und Maura Wilson, die sie liebevoll "Caddy Shack" nennen.

Foto: Alexandra Lier
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Kleine Beachparty gefällig? Kein Problem an Bord der "Mary Ellen Carter Rides Again". Die auf einem 1963er Dodge Truck basierende Mini-Insel ist das Werk des Künstler-Kollektivs "Team Decadent Oasis" und schon seit 2002 beim Burning Man dabei.

Foto: Alexandra Lier
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Monatelang rottete das Fahrwerk dieses tierischen Vehikels auf einer Weide herum, bis sich Kevin Clark und Michele Ramatici des Chevrolet-Trucks annahmen und es in "Rhino Redemption" verwandelten. Vier Monate dauerten die Arbeiten, 2014 war das eiserne Nashorn erstmals beim Burning Man dabei. Der Kopf besteht zu großen Teilen aus der ehemaligen Kabine des Trucks, gleichwohl Clark das Führerhaus mit der Flex auftrennte und verkleinerte, sodass gerade einmal zwei Personen hineinpassen. Das mit zwei Propangastanks verbundene Horn am Bug kann Feuer spucken, Passagiere können über eine Luke am Heck in die gepolsterte Lounge auf der, nun ja, Ladefläche gelangen. Außerdem lassen sich Paneele an der Seite des Fahrzeugs hinausnehmen, dann verwandelt sich das Nashorn in eine mobile Bühne.

Foto: Alexandra Lier
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"Prodigal Swan" (frei übersetzt: der verlorene Schwan) nennt das Künstlerensemble Dust to Dust Collective aus Oakland, Kalifornien, seine metallene Schöpfung für das Burning Man Festival 2016. Der rollende Schwan ist mit einem Soundsystem ausgestattet, die Krone auf dem Haupt des Schwans kann auf Knopfdruck Feuer spucken (daher die Propangasflaschen an der Seite). Wer schöne Aussichten schätzt, stellt sich auf die kleine Plattform, zehn weitere Personen konnten sich sitzend mit dem "Prodigal Swan" über das Festival befördern lassen.

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Aus einem Elektro-Rollstuhl schuf Matt Ligon dieses eher kleine Mutant Vehicle mit Platz für zwei Passagiere. Das wie ein Lama aus dem All wirkende Gefährt hört auf den Namen "The real Slim Slimy" und gab sich bei der Konstruktion störrisch - immerhin drei Monate dauerte nach Angaben des Besitzes der Schaffensprozess.

Foto: Alexandra Lier
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Kaum vorstellbar, dass sich unter der Verkleidung als gigantischer Stausauger ein 1998er Honda Accord samt V6-Maschine verbirgt. "Schmoover" nennt Gary Stefen seine Schöpfung, die sich an den Hoover-Staubsaugern der Fünfzigerjahre orientiert. Auf das Chassis des Honda schweißte Stefen ein Stahlgerüst, über das er mit Sperrholz die Staubsauger-Haut modellierte. 40 Tage dauerte das Unternehmen, gerade noch rechtzeitig zum Burning Man konnte die Sause, äh, Sauge starten.

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"Rocket Car" heißt das Werk von David Best und ja, der Name passt. Basis ist ein 1977er Cadillac Sedan, den Best innerhalb von drei Wochen mithilfe eines Schweißgerätes und viel Blech in dieses XXL-Gefährt verwandelte.

Foto: Alexandra Lier
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Wer beim Burning Man Sehnsucht nach der guten Stube hat, ist bei Pepper Mouser ganz richtig: Sein "The Motorized Livingroom" ist ein Wohnzimmer auf Rädern, mit dem Mouser über das Festival fährt und Gemütlichkeit verbreitet.

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Früher mal ein Ford Econoline F350 Van, ist dieses Vehikel seit ein paar Jahren unter dem Namen "Steve TV" als mobiles Live-Action-Theater auf dem Burning Man Festival unterwegs. Steven Andrew Knauff zimmerte die Glamour-Glotze einst innerhalb von drei Wochen zusammen, aber wie viele andere Vehikel-Besitzer sagt auch er: "Das Ding ist niemals fertig."

Foto: Alexandra Lier
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Es sieht aus, als wäre es einem "Mad Max"-Film entsprungen, tatsächlich ist das von Customizer Henry Chang entworfene Art Car eher - wie der Name "Valyrian Steel" vermuten lässt - von der Serie "Game of Thrones" inspiriert. Das fahrende Kunstwerk mit einer dynamischen Skulptur im Heck ist eine Auftragsarbeit für einen solventen, aber ungenannten Burning-Man-Gänger. 2000 Stunden mit bis zu zwölf Mann arbeitete Chang an der irren Konstruktion, die von einer im Rohrgeflecht versteckten V-8-Maschine angetrieben wird.

Foto: Alexandra Lier
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Ein immer wieder gefeiertes Highlight unter den Mutant Vehicles ist der "El Pulpo Mecanico". Das von Duane Flatmo und Jerry Kunkel gebaute rollende Kunstwerk kann seine Arme einzeln ansteuern und mit ihnen Feuer spucken - daraus entsteht dann eine spektakuläre Choreografie.

Foto: Alexandra Lier
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"The Boob Tube" nennen Patrick und Evelyn Gleason ihr Mutant Vehicle. Seit 2009 sind sie damit jährlich beim Burning-Man-Festival. Das fahrbare TV-Gerät basiert auf einem handgefertigten Aluminium-Chassis und wird angetrieben von einem Go-Kart-Motor.

Foto: Alexandra Lier
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Staub auf der Linse? Fotografin Alexandra Lier bei ihren Aufnahmen im Ausnahmezustand.

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