Die Physiognomie des Börsenrutsches Warum die Kurse weiter fallen müssen

Das Börsenjahr 2016 verwöhnt die Anleger bislang nicht gerade. Wie weit fallen die Kurse noch? Eine Erhebung von Morgan Stanley liefert statistische Antworten - zum Teil überraschend.
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Die Experten von Morgan Stanley haben sich an die Fleißarbeit gemacht, 43 Bärenmärkte zu analysieren. Bärenmärkte sind nach Definition der Amerikaner Börsenphasen mit einem Kursrutsch von mehr als 20 Prozent. Und daraus lässt sich einiges lernen, wie "Bloomberg" berichtet.

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Denn im Schnitt dauert so eine Bärenphase 272 Tage. Allerdings gilt diese Regel nicht für alle Märkte weltweit gleichermaßen.

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Freunde des japanischen Topix zum Beispiel mussten 568 Tage auf die Erholung warten. So lange? Auch Morgan Stanley räumt ein, dass dieser Befund durch Japans verlorenes Jahrzehnt verzerrt sein könnte. Denn zehn Jahre lang wankte die Wirtschaft Nippons durch die Rezession. Mit entsprechend schwachen Börsen.

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Europas MSCI Europe dagegen leidet im Mittel nur 144 Tage. 272 Tage sind es übrigens für den S&P 500. Und wie tief fielen die Märkte im Mittel? Kommt darauf an ...

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Der S&P 500 büßte rund 28 Prozent ein und der MSCI Europe 33 Prozent. Prügelknabe ist der japanische Topix – mit einem Minus von 50 Prozent. Was bedeutet das für die Zukunft? Legt man diese Erkenntnisse zugrunde, würde die Rumpelbörse ...

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... noch rund 250 Tage dauern - wenn man vom Beginn des Jahres rechnet. Allerdings lässt sich zum Beispiel im Fall des Dax der Kursrutsch auch auf den April vergangenen Jahres datieren. Statistisch wären die Bärentage seitdem also bereits gezählt. Geht es also wieder aufwärts, zumindest statistisch gesehen?

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Obacht: Denn im Schnitt ging es 33 Prozent abwärts. Derzeit steht ein Minus von 17 Prozent auf der Uhr, so Morgan Stanley. Es muss also weiter abwärts gehen.

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Steht die Frage im Raum, wie weit es nach oben geht. Wenn der MSCI Welt um 17 Prozent einbricht, steigt er im Folgejahr um 30 Prozent. Beim S&P 500 liegt das statistische Jahresplus bei 18 Prozent. Aber Statistik ist bekanntlich nicht alles. Oder sinngemäß in den Worten von Morgan Stanley: Die Bewertungen seien noch etwas teurer als in den anderen Kursrutschen.

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