Montagsübelkeit Fünf Tipps gegen das Motivations-Tief

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Tipp 1: Schauen Sie sich um! Mögen Sie Ihr Arbeitsumfeld? Sind die Kollegen nett und der Chef okay? Herzlichen Glückwunsch: das ist schon die halbe Miete. Wenn Chef und Kollegen super sind, dann treffen zwei der Top drei Kündigungsgründe schon mal nicht auf sie zu. Auch wenn Sie vielleicht mal kurz sauer sind oder es zwischendurch mal nicht so läuft: Das ist vollkommen normal.

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Tipp 2: Entspricht Ihr Job ihren Stärken? Wir zupfen immer so gern an den Schwächen herum wie an einem zu kurzen Hemd. Lassen Sie das. Schauen Sie sich Ihre Stärken an. Was geht Ihnen leicht von der Hand? Was ist Ihre Begabung? Wir lieben in der Regel das, was wir gut können. Suchen Sie sich Aufgaben und fragen Sie aktiv nach solchen, die Ihnen liegen. Das macht Spaß und generiert Erfolgserlebnisse. Hören Sie auf zu zupfen und schauen Sie, was gut zu Ihnen und Ihren Stärken passt.

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Tipp 3: Auf welcher Mission sind Sie? Die Frage ist ernst gemeint. Es ist nämlich die allseits beliebte Sinnfrage, die wir uns in der Regel immer nur dann stellen, wenn alles keinen Sinn mehr macht. Und selbst wenn der Job gar nicht so übel ist, ist es als Sachbearbeiter in der Verpackungsindustrie oder als Verwaltungsangestellter in der Finanzdienstleistung nicht immer so einfach, den Sinn des eigenen Tuns zu entdecken. Das liegt daran, dass wir die Auswirkungen unseres Tuns oft nicht mehr direkt sehen können. In dem Moment muss ich auf einer höheren Ebene fragen: Was tut mein Unternehmen für die Gesellschaft und welchen Anteil habe ich daran? Vielleicht ist es aber auch so, dass Sie es durch Ihre Arbeit anderen Menschen ermöglichen, überhaupt ihren Job zu machen. Zugegeben, die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz leicht zu finden, aber es lohnt sich, danach zu suchen.

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Tipp 4: Ihr Job muss Sie nicht glücklich machen! Und Ihr Job muss sie auch nicht voll und ganz erfüllen und auch der Mythos, dass sie Zeit gegen Geld tauschen, ist ein Slogan der Coaching-Industrie. Fallen Sie nicht darauf herein! Natürlich sollen Sie immer mal wieder Freude an ihrem Tun empfinden und im Großen und Ganzen auch zufrieden sein. Aber nicht ständig und in jeder Sekunde. Ein entspannter Feierabend mit Freunden und ein ordentlicher Gehaltscheck am Ende des Monats sind auch ziemlich viel wert. Das vergessen wir aber vor lauter Glückssuche immer wieder. Glück entsteht im Kleinen. Verpassen Sie es nicht!

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Tipp 5: Unser Gehirn ist nicht für permanentes Glück gemacht. Glück ist von der Evolution als Motivation gedacht. Etwas, wonach wir streben sollen, damit wir unser Überleben sichern. Wären wir ständig glücklich, wir hätten uns schon längst daran gewöhnt und würden es nicht mehr merken. Es ist also gar nicht so schlecht, wenn uns der Job zwischendurch mal zum Hals heraus hängt. Das bedeutet im Umkehrschluss nämlich auch, dass es wieder besser werden kann. Wenn wir dem Ganzen wieder eine Chance geben. Insgesamt ist Gelassenheit dem Glück vorzuziehen. Sie kann sich nämlich dauerhaft einstellen. Glück nicht.

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