Volkswagen-Marke Moia stellt Elektro-Shuttle vor Dieser Elektro-Minibus fährt VW in die Mobilitätsdienst-Zukunft

Viel Platz für bis zu sechs Fahrgäste, mehr Komfort im Stadtverkehr und null Abgase: Das alles soll der Elektro-Personentransporter der Volkswagen-Mobilitätsmarke Moia bieten. Wie er aussieht, was der Konzern damit vorhat.
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In solchen Minibussen wird VWs Mobilitätsmarke Moia bald Passagiere elektrisch durch Hamburg kutschieren: Auf der Konferenz TechCrunch Disrupt in Berlin präsentierte Moia einen vollelektrisch angetriebenen Shuttle-Bus für bis zu sechs Fahrgäste, der als rollende Basis für die künftigen Moia-Dienste fungiert.

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Die Form erinnert - mit Ausnahme der tief hinuntergezogenen Fenster an der Schiebetür - stark an einen handelsüblichen VW-Transporter. Das Fahrzeug wurde gemeinsam mit Volkswagen-Nutzfahrzeuge in nur zehn Monaten geplant, entwickelt und gebaut. Es baut technisch auf den Crafter, den großen Bruder des VW-Bulli, auf. Der Innenraum und wichtige Teile der Karosserie wurden aber komplett neu gestaltet.

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Mehr als 300 Kilometer weit fährt der Moia-Bus mit einer Akkuladung, innerhalb von 30 Minuten lässt sich die Batterie zu 80 Prozent aufladen. Auf den Fahrgastplätzen bietet der Bus USB-Anschlüsse, dimmbare Leselampen an jedem Sitz und WLAN für die Fahrgäste. Gepäck wird nicht im Kofferraum verstaut, sondern...

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... in einer Ablage vorne, für die der übliche Beifahrersitz weichen musste. Damit bleibt mehr Platz und Fußraum für bis zu sechs Passagiere im Fond. Der Moia-Bus ist das erste Elektro-Fahrzeug, das gezielt für die Bedürfnisse von Shuttle-Diensten entwickelt wurde. Laut Moia-Chef Ole Harms soll eine Fahrt in einem Moia-Bus "komfortabler sein als jede andere Fahrt in der Stadt".

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Die ersten Moia-Busse werden Anfang 2018 in Hamburg zu sehen sein. In der Hansestadt will Moia zunächst seinen Dienst mit 200 Bussen starten. In Betrieb geht der Dienst mit einer offiziellen Lizenz der Stadt. Moia will dabei den Fahrern flexible Arbeitszeitmodelle anbieten, auf die sich die Beschäftigten verlassen können. "Unsere Fahrer sollen eine Art Botschafter für Moia sein", so Harms.

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... auf das sogenannte Ride-Pooling: Moia-Kunden können per App ihre gewünschte Fahrt bestellen und bezahlen und sehen, wann der nächste Moia-Shuttle für sie zur Verfügung steht. Auf der Fahrt ermitteln Computer-Algorithmen, welche weiteren Fahrgäste auf dieser Route einsteigen und mitbefördert werden können.

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Diese Ad-Hoc-Fahrgemeinschaften sollen den Verkehr in Städten entlasten, verspricht Moia. Eine Fahrt soll günstiger sein als eine Taxifahrt, allerdings etwas oberhalb einer Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln liegen. Man wolle nicht mit Öffis in den Preiswettbewerb treten oder Fahrgäste von größeren Beförderungseinheiten in kleinere umleiten, hieß es bei der Präsentation.

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Klappt der Start in Hamburg, soll Moia schnell international expandieren. Ziel von Moia ist es laut Harms, den Stadtverkehr um eine saubere, emissionsfreie Komponente zu ergänzen und bis 2025 die Städte Europas und der USA um eine Million Fahrzeuge zu entlasten. Volkswagen nehme dabei in Kauf ...

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dass unter den ersetzten Fahrzeugen auch Wagen aus dem VW -Konzern seien, sagte VW-Strategiechef Thomas Sedran. "Wenn wir das nicht machen, dann erledigen das andere." Andere Autohersteller, Fahrdienst-Anbieter und IT-Riesen bereiten ebenfalls Mobilitätsdienste für Innenstädte vor. Uber, Google und etwa General Motors setzen dafür auf autonom fahrende Fahrzeuge für den Stadtverkehr - das tut Moia nicht, denn in den Bussen lenken menschliche Fahrer. Zumindest gilt das ...

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... für die ersten Jahre. Wie VW-Digitalchef Jungwirth im Interview gegenüber manager-magazin.de erklärte, seien die Moia-Fahrzeuge so ausgelegt, dass sie "perspektivisch auch mit unserem Selbstfahr-System ausgestattet werden". Die Menschen hinter dem Moia-Steuer sollen dann nur mehr als "Sicherheitsfahrer" eingreifen, falls das autonome System eine falsche Entscheidung trifft.

mit Material von dpa und Reuters

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