Exzentrik-Milliardär Trump Wüterich mit Miss-Wahl und Prachtbau

Er gilt als reiches Großmaul, als Möchtegern-Präsident, aber auch als gewiefter Immobilien-Tycoon. Donald Trump verkörpert nach insgesamt vier Pleiten und den darauf folgenden Erholungen als Ikone den amerikanischen Traum. Kritikern gilt er als Paradebeispiel für Selbstinszenierungen - gerade im TV. Ein Überblick.
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Showstar: Er gilt als reiches Großmaul, als Möchtegern-Präsident, aber auch als gewiefter Immobilien-Tycoon. Donald Trump verkörpert nach insgesamt vier Pleiten und den darauf folgenden Erholungen als Ikone den amerikanischen Traum.

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Poltergeist: Trump inszeniert seine Kontroversen. Und meistens zettelt er sie auch selbst an. Den flüchtigen Edward Snowden, dem die Enthüllung der US-Ausspähung selbst von Verbündeten zu verdanken ist, bezeichnete Trump schlicht als "Verräter."

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Wüterich: In einem Interview mit dem TV-Sender Fox News gab er seine Analyse so zum Besten: "Ich denke, Snowden ist eine schlimme Gefahr, er ist ein schrecklicher Verräter, und Sie wissen was wir mit solchen Leuten in den guten alten Zeiten gemacht haben, als Amerika ein starkes Land war ..." Auf den Hinweis des Moderators, "man hat sie getötet", gab Trump sarkastisch zurück, "er schadet Amerika."

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Gegen Weicheier: Der exzentrische Milliardär mit der Schwäche für schöne Frauen hat seinem Frust über die bedauerliche Lage der Nation jetzt wieder ordentlich Luft gemacht. "Die USA gehen zur Hölle", wettert er in einem Interview mit dem "Des Moines Register". Trump zieht darin - wie schon so oft - über Barack Obama her, den er für einen entscheidungsschwachen, richtungslosen Weichei-Präsidenten hält.

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Miss Universe: Trump inszeniert sich leidenschaftlich in TV-Shows, darunter auch einigen Miss-Wahlen. Das funktioniert zwar nicht immer stolperfrei - bringt aber stets Publicity.

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Effektheischerei: Für einen gut wirkenden Eklat sorgte beispielsweise die Miss-Kandidatin Jenna Talackova (im Bild), die in Trumps Veranstaltung Miss Universe Canada im vergangenen Jahr aufgetraten war. Talackova war bei der Damen-Wahl ursprünglich disqualifiziert worden, weil sie keine "natürlich geborene Frau" sei; sie hatte sich im Alter von 19 Jahren einer Geschlechtsumwandlung unterzogen. Donald Trump, Besitzer der Misswahl-Organisation, hatte sie höchstpersönlich wieder teilnehmen lassen. Reine PR, wie viele Kritiker finden.

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Strafbefehl: Weniger gut ging es indes bisweilen für Kandidatinnen aus, die sich gegen Trump zu wehren versuchten. Die ehemalige Miss Pennsylvania USA Sheena Monnin etwa hatte die Misswahl als "aufgeblasen" bezeichnet. Der Veranstalter, die Trump-Firma Miss Universe wollte sich das nicht gefallen lassen und verklagte die Contest-Teilnehmerin. Vor wenigen Tagen bekam Sheena Monnin nun die Quittung von dem zuständigen US-Gericht: ein Schadenersatzurteil über fünf Millionen Dollar.

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Tempo gesteigert: Mittlerweile fragen sich viele Beobachter: Was treibt den Mann (hier mit seiner Frau Melania), der mehrmals verheiratet war und mehrere Bücher - auch über sich selbst - geschrieben hat, in jüngster Zeit noch dicker als sonst aufzutragen? Die "New York Post" meinte vor wenigen Tagen auf ihrer Klatschseite, eine Antwort gefunden zu haben. "Trump prüft eine Kandidatur für 2016."

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Millionenprojekt: Trump nutzt die stark korrigierten Immobilienpreise in Nordamerika derzeit für ein paar neue Großprojekte. In Vancouver etwa baut er zusammen mit Tochter Ivanka (im Bild) den zweiten Trump-Tower, nach seinem ersten Hochhaus in Toronto, das im April eröffnete und von niedrigen Belegungsraten sowie rechtlichen Auseinandersetzungen geplagt wird.

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Klare Zielgruppe: Auch in diesem neuen Trump-Turm (im Bild der Tower in New York) sollen die Schönen und Reichen dieser Welt verwöhnt werden: Champagner-Lounge, Edelrestaurants, ein Boutique-Spa sowie Vancouvers erster Pool-Nachtclub sollen die Anziehungspunkte sein.

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Zupackend: Zumindest als Unternehmer hat er - trotz einer Serie von Pleiten seiner Firmen - schon oft gezeigt, dass er ein gutes Gespür hat, und dass er die Ärmel hochkrempeln kann. Als New York bei der Renovierung seiner Eisbahn im Central Park sowohl das Budget als auch den zeitlichen Fahrplan zu überschreiten drohte, rief Trump den Bürgermeister an und versprach, den Job zügig und mit weniger als den veranschlagten Kosten zu erledigen. Das Versprechen wurde prompt eingelöst.

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