Wie die Europäer wohnen Warum Spanier reicher sind als Deutsche

Deutschland ist eine Mieternation, die Schweiz noch mehr. Europas Wohnungs- und Häusermärkte im Vergleich.
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Ausgerechnet die reiche Schweiz ist das einzige Land Europas, in dem die meisten Menschen zur Miete wohnen: 55,5 Prozent sind es laut der Statistikbehörde Eurostat - und die auch fast durchweg zu Marktpreisen, denn subventionierte Sozialwohnungen sind selten. Praktisch kein Schweizer kann wohnen, ohne dafür monatliche Raten zu zahlen. Nur 4,6 Prozent besitzen ein komplett abbezahltes Eigenheim.

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Innerhalb der EU ist Deutschland die Mieternation Nummer eins mit einem Anteil von 48,1 Prozent. Unter den Eigentümern halten sich diejenigen mit und diejenigen ohne Bankkredit etwa die Waage. Der aktuelle Immobilienboom dürfte die Balance aber verschieben.

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Die Schweden hingegen zahlen zu 63,4 Prozent eine Hypothek fürs Eigenheim ab. Auch in Norwegen, Island, den Niederlanden und Dänemark zahlt eine Mehrheit regelmäßig an die Bank statt an den Vermieter. Zugleich geht in diesen Ländern der Anteil der Sozialwohnungen gegen Null.

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Besonders hoch ist er hingegen mit 18,3 Prozent im Vereinigten Königreich - einen kleinen Tick höher als der Anteil der Briten, die zum Marktpreis mieten. Unabhängig von der Eigentumsfrage können sich die Briten mit den Niederländern den Titel der Europameister im Reihenhauswohnen teilen.

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Im benachbarten Irland ist der Wohnungsmarkt ähnlich strukturiert wie der britische, aber in einer Hinsicht noch deutlicher ausgeprägt: Wohnungen im deutschen Wortsinn sind dort exotisch. 92,5 Prozent der Iren leben auf einem separaten Grundstück, ob im Reihen-, Doppel- oder Einfamilienhaus. Kreditfinanziert tun sie das nach der heftigen Finanzkrise aber nicht mehr ganz so oft.

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Ähnlich die Spanier, die zu 78,2 Prozent in den eigenen vier Wänden leben - und nach schlechter Erfahrung in der Immobilienpreisblase zumeist auch ohne Hilfe der Bank. ...

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Die starke Verbreitung von privatem Immobilienvermögen sorgt dafür, dass die Spanier laut Statistik reicher sind als die Deutschen, die aber weit höhere Geldvermögen horten. Was die Spanier von den Iren unterscheidet: Sie leben zu 65,9 Prozent in Wohnungen.

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Die europäische Mitte repräsentiert Frankreich. 33 Prozent schuldenfreie Eigenheimbesitzer, 31,1 Prozent kreditfinanziert, 19,8 Prozent Mieter am freien Markt, 16,1 Prozent in Sozialwohnungen. Die Mehrheit der Franzosen hat Nachbarn nur auf anderen Grundstücken, aber immerhin 31,5 Prozent leben stattdessen in Mehrfamilienhäusern.

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Die Domäne der Hausbesitzer ist Osteuropa. Besonders Rumänien ragt mit 95,6 Prozent im schuldenfreien Eigenheim heraus, in der Statistik gefolgt von mehreren anderen osteuropäischen Ländern, bevor Griechenland mit 61 Prozent auf Platz 10 kommt. Die Rumänen leben auch zu mehr als 60 Prozent in freistehenden Einfamilienhäusern. Als Index für Wohlstand taugen diese Zahlen aber nicht: Nirgendwo fanden die Statistiker so häufig "Severe housing deprivation" wie in Rumänien: Fast ein Fünftel leidet unter schwer mangelhaften Wohnverhältnissen.

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