Mars' Riegel-Rückruf Zehn Fakten über das wohl verschwiegenste Unternehmen der Welt

Der millionenfache Schokoriegel-Rückruf hat den Lebensmittelkonzern Mars in die Öffentlichkeit gezerrt. Für den verschwiegenen Weltkonzern eine völlig neue Situation.
1 / 11

Der millionenfache Schokoriegel-Rückruf hat den Lebensmittelkonzern Mars in die Öffentlichkeit gezerrt. Das Unternehmen scheut normalerweise das Licht. Dennoch sind einige überraschende Fakten über den Konzern bekannt, die manager magazin im folgenden dokumentiert.

Foto: DPA
2 / 11

Der Name Mars ist keine Anspielung auf den gleichnamigen Planeten – etwa weil dessen Oberfläche so aussieht wie ein Schokoriegel von innen. Vielmehr ist firmiert Mars unter dem Namen von Frank und Ethel Mars, die das Unternehmen 1911 gründeten.

Foto: AFP/ ISRO
3 / 11

Einige Schokoprodukte sind durchaus älter als der „Mars“-Riegel, der 1932 erfunden wurde. „Milky Way“ kreierten die Mars-Leute 1923, den „Snickers“ 1930. Benannt wurde letzterer nach dem Lieblingspferd der Familie Mars.

Foto: REUTERS
4 / 11

Ein Grüner ist einer der wichtigsten Lobbyisten: Ex-Staatssekretär Matthias Berninger arbeitet für den Süßwaren-Riesen als „Global Head of Public Policy”. In dieser Funktion soll er das Image des traditionell geheimniskrämerisch agierenden Unternehmens verbessern.

Foto: Arne Dedert/ DPA
5 / 11

Die Anrede per „Du“ und mit dem Vornamen ist bei Mars weltweit Standard. Hierarchien und Titel sind beim Schokokonzern verpönt - vielleicht anders, als man es von einem alten Familienunternehmen (gegründet 1911) erwarten könnte.

Foto: Corbis
6 / 11

Eines der wichtigsten Mars-Standbeine sind Leckerli für Tiere. Chappi, Cesar, Frolic – all dieses Köstlichkeiten gehören zum US-Markenimperium. Kitekat gehört übrigens auch zu Mars. Kitkat, der Schokoriegel, dagegen zum Schweizer Konkurrenten Nestlé.

Foto: Corbis
7 / 11

Mars kann auch salzig, und zwar gewaltig: Nudelgericht-Fertigware Miracoli und Uncle Ben’s Soßen-und Reis-Allerlei sind nur zwei Marken aus der Nahrungsmittel-Schiene des Konzerns.

Foto: Corbis
8 / 11

Die Mars-Führungsebene schwört aufs Großraumbüro – und zwar nicht für die Untergebenen, sondern für sich selbst. Die 55 wichtigsten Leitungskräfte (Stand: 2010) arbeiten nicht nur auf einer Chefetage, sondern auch in einem Raum.

Foto: Corbis
9 / 11

Entsprechend statusarm ist das Dasein der Mars-Chefs. Wie manager magazin bei einem Besuch des Unternehmenssitzes beobachtete, verfügte der damalige Chef Paul S. Michaels weder über Firmenwagen, Chauffeur oder reservierten Parkplatz, noch eine persönliche Sekretärin. Wie es der heutige Boss Grant F. Reid hält, ist nicht überliefert.

Foto: Rolls-Royce
10 / 11

So wenig prätentiös die Chefs bei Mars agieren, so sehr ist ihnen doch an einigen Sekundärtugenden gelegen: Mitarbeiter, die ein Jahr lang nicht eine Minute zu spät zum Dienst erscheinen, erhalten einen Bonus von 10 Prozent (Stand: 2010)

Foto: Corbis
11 / 11

Aus "Twix" wurde zuerst "Raider", nicht umgekehrt: Nachdem der Keks-Schoko-Karamell-Riegel 1967 zunächst in England unter dem Namen Twix auf den Markt kam, änderte Mars den Namen für den deutschen Markt 1976 in "Raider" ab. Aus Gründen der besseren Vermarktbarkeit vereinheitlichte das Unternehmen den Namen ab 1991 weltweiten zu "Twix".

Foto: manager magazin online