Marissa Mayer Das Power-Netzwerk der Yahoo-Chefin

Marissa Mayer baut den strauchelnden Internet-Pionier Yahoo nach ihren Vorstellungen um. Der Konzern soll frischer, jünger, relevanter werden. Ihr größter Trumpf auf dem Weg zurück in die Zukunft ist aber ihr bilderbuchtaugliches Netzwerk im Silicon Valley.
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Neustart: Marissa Mayer baut den strauchelnden Internet-Pionier Yahoo nach ihren Vorstellungen um. Der Konzern soll frischer, jünger, relevanter werden, wie eine ausführliche Analyse im neuen manager magazin zeigt . Ihr größter Trumpf auf dem Weg zurück in die Zukunft ist aber ihr bilderbuchtaugliches Netzwerk im Silicon Valley.

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Neues Personal: Seit sieben Monaten führt die neue Chefin Yahoo. Die Führungsmannschaft hat sie seither ausgewechselt, vielen Produkten eine technologische Generalüberholung verpasst und Aktionäre mit Sonderausschüttungen erfreut. Angefangen hat ihre Karriere einst bei Google.

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Starttruppe: Dort fing sie als Mitarbeiterin Nummer 20 an. Das Bewerbungsgespräch führten die Gründer Larry Page und Sergej Brin. Ob er denn auch sprechen könne, soll Mayer nach dem Job-Interview den introvertierten Page (hier bei einer Google-Veranstaltung 2012) gefragt haben. Den Google-CEO scheint die Chuzpe nicht abgeschreckt zu haben. Nicht nur, dass er Mayer einstellte. Die beiden waren in den Anfangstagen von Google sogar ein Paar.

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Alte Verbindung: Eric Schmidt ist heute eine Art Außenminister bei Google. Angefangen hatte der gestandene Manager dort als CEO - und Aufpasser für die junge Truppe um Page, Brin, Mayer & Co. Die Verbundenheit zum einstigen Zögling Mayer ist geblieben: Neulich erst schloss Yahoo ein neues Werbeabkommen mit Google, Schmidt hat bereits signalisiert, dass er sich durchaus auch weitergehende Partnerschaften vorstellen kann mit Yahoo.

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Technikspielerei: Ohne Datenbrille ist Google-Gründer Sergej Brin kaum noch in der Öffentlichkeit anzutreffen. Ob er mit der digitalen Sehhilfe auch auftaucht auf den Parties, zu denen Mayer regelmäßig das Who is Who des Silicon Valley (wie etwa Brin) einlädt, ist nicht überliefert.

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Besonderer Zirkel: Facebook-Topmanagerin Sheryl Sandberg ist die Power-Netzwerkerin schlechthin im Silicon Valley. Kennen und schätzen gelernt haben sich Mayer und Sandberg als Kolleginnen bei Google. Ein Abstecher zu Sandbergs legendären Networking-Abenden in ihrem Haus in Atherton fühle sich stets "wie ein Besuch bei einer guten Freundin" an, sagte Mayer vor einiger Zeit dem manager magazin.

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Politikberatung: Sucht US-Präsident Barak Obama Rat bei Wirtschaftsführern, ist auch Mayers Ansicht gefragt. Etwa im November 2012, als Obama wegen der drohenden Fiskal-Klippe die Topführungskräfte aus Corporate America zum Gespräch einlud. Darunter: Muhtar Kent, Coca-Cola-Chef, oder Randall Stephenson, Lenker des Telekommunikationsriesen AT&T - und Marissa Mayer (ganz links).

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Unerbittlich: Daniel Loeb, Gründer des Hedge Fonds Third Point, ist derzeit einer der schlimmsten Schrecken für strauchelnde US-Konzerne. Der renitente Aktionär hat sich auch bei Yahoo eingekauft - und als Board-Mitglied den Fall von Mayers Vorgänger Scott Thompson vorbereitet. Loeb machte bekannt, dass Thompson seinen Lebenslauf gefälscht hatte, sich IT-Expertise nur angedichtet hatte. Die hat Mayer mit ihrem Stanford-Abschluss in Computerwissenschaften allemal vorzuweisen. Mit ein Grund, warum Loeb sie zu Yahoo holte.

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Kontrolleur: Michael Wolf war einst Topmanager bei MTV Networks, heute ist der gefragte Entrepreneur Multi-Aufsichtsrat. Der Tech-Experte ist ebenfalls Mitglied im Yahoo-Kontrollgremium und gilt dort neben Loeb als größter Mayer-Befürworter. Die ersten Monate hat die neue Chefin die Hoffnungen ihrer Förderer im Board nicht enttäuscht. Der Kurs stieg um rund 30 Prozent seit ihrem Antritt. Dennoch bleibt es eine der größten Herausforderungen, den sprunghaften Yahoo-Aufsichsrat bei Laune zu halten. Schließlich mussten vor ihr schon vier Vorgänger gehen.

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Spezielle Einladung: Tritt Max Levchin in der Öffentlichkeit auf, wird er sofort von einer Schar Bewunderer verfolgt. Keine Frage, der Paypal-Co-Gründer ist im Silicon Valley ein Tech-Star und gilt als einer der fähigsten Vordenker. Auch er sitzt seit neuestem im Yahoo-Board. "Mich haben schon viele gefragt. Bei Yahoo habe ich nur zugesagt, weil Marissa mich gebeten hatte", sagte er dem manager magazin.

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