Deals des Monats Deutsche Börse unter den Top 5

Im Ranking der größten Fusionen und Übernahmen stoßen deutsche Konzerne im Februar wieder nach vorn. Die Liste enthält aber auch einige Deals, die gleich nach der Ankündigung platzten.
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Das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen boomt weiter. Auch im Februar waren etliche Multi-Milliarden-Deals dabei - und erneut deutsche Akteure. Dazu könnte man auch den Möbelhändler Steinhoff aus dem niedersächsischen Westerstede zählen, auch wenn der offiziell bislang in Südafrika residiert. Erst im Dezember war Steinhoff mit einem 20-Milliarden-Euro-Deal in der Liste des Finanzdatenanbieters Thomson Reuters aufgetaucht, weil der Discount-Riese eine deutsche Firmenhülle annahm und in den MDax strebt. Jetzt kauft er die britische Home Retail Group hinzu, Nummer 24 der Deals des Monats.

Wert: 1,8 Milliarden Euro

Foto: Corbis
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Schlagzeilen machte Deal Nummer 13 im Ranking: Der japanische Elektronikkonzern Sharp meldete Erfolg bei der Käufersuche. Das seit Jahren defizitäre Geschäft mit Displays habe endlich jemanden gefunden, der es zu schätzen weiß: den taiwanischen Apple-Zulieferer Foxconn, der für iPhones und Co. nun auch die wertvollsten Teile aus einer Hand anbieten könnte. Doch noch am gleichen Tag zog sich Foxconn zurück - man habe nachträglich noch von zusätzlichen Schulden Sharps erfahren. Auch solche Blamagen gehören zum M&A-Geschäft.

Wert: 4 Milliarden Euro

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Indirekt wieder Deutschland-Bezug hat Deal Nummer 9. Der niederländische Kabelnetzbetreiber Ziggo, der jetzt zum US-Konzern Liberty Global gehört, übernimmt das holländische Mobilfunkgeschäft von Vodafone. Mit Ziggo hatte Ex-Deutsche-Telekom-Chef Rene Obermann große Pläne. Doch seine neue Aufgabe als CEO in Utrecht währte 2014 nur kurz. Schon Wochen nach seinem Antritt übernahm Liberty Global den Laden, der jetzt zu wahrer Größe aufblüht.

Wert: 5,7 Milliarden Euro

Foto: imago
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Das Gebot für die London Stock Exchange bringt die Deutsche Börse ganz weit nach vorn im Ranking: auf Platz 4. Fusionsversuche mit anderen Börsenbetreibern hat es ja schon viele gegeben, und auch dieser könnte noch scheitern. Aber die Ambition von Börsenchef Carsten Kengeter, der künftig in London die Führung übernehmen will, ist nicht zu übersehen.

Wert: 11,8 Milliarden Euro

Foto: Andy Rain/ dpa
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Noch etwas größer, aber vergleichsweise obskur ist ein Deal, der innerhalb der französischen Genossenschaftsbankengruppe Credit Agricole stattfindet: Die in der Sacam Mutualisation zusammengeschlossenen Regionalbanken kaufen eigene Anteile von der Zentrale zurück. Credit Agricole zählt zu den grauen Riesen der europäischen Finanzwelt.

Wert: 18 Milliarden Euro

Foto: AFP
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Ren Jianxin hat sich einen Namen als Übernahmekünstler gemacht - mit Krediten vom chinesischen Staat, dem auch Rens Chemiekonzern Chemchina gehört. Der kauft in jüngster Zeit immer aggressiver zu, die Krönung kam im Februar mit der Übernahme des Baseler Agrochemiekonzerns Syngenta. Auf die Nummer eins der Sparte hatten auch westliche Riesen wie Monsanto oder BASF ein Auge geworfen, Ren konnte sich aber mit der Aussicht durchsetzen, die Schweizer ohne große Kürzungen zu integrieren. Es ist der mit Abstand größte Zukauf der Geschichte durch ein chinesisches Unternehmen im Ausland.

Wert: 41,8 Milliarden Euro

Foto: AFP
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Platz eins geht an die US-Elektronik- und Maschinenbaukonzerne Honeywell und United Technologies - mit einem wichtigen Vorbehalt: Auch dieser seit Jahren erwartete Mega-Deal ist gleich wieder geplatzt. United habe sich unter Verweis auf Kartellrechtsbedenken geweigert, den Zusammenschluss der Flugzeugbausparten zu diskutieren. Beide Firmen liefern wichtige Teile für Boeing und Co. zu. Jetzt wartet Honeywell für einen zweiten Versuch darauf, dass United wieder billiger wird.

Wert: 93 Milliarden Euro

Quelle: Thomson Reuters

Foto: REUTERS
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