Luxus-Uhren und die Zeitenwende Die neuen Uhren aus Glashütte

Uhren-Manufakturen aus Glashütte in Sachsen haben Weltruf. Diesen haben sie sich seit der Wende wieder zurückerobert. Eine Zeitreise - und ein Blick auf die neuen Uhren aus Glashütte.
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Stunde Null: Das Zentrum von Glashütte 1945. Der Industriestandort im Osterzgebirge wurde kurz vor Kriegsende stark bombardiert. Anschließend wurden alle Industriegüter demontiert und die Glashütter Uhrenhersteller zwangsenteignet. Doch die Uhrmacher ließen sich nicht unterkriegen. Beim VEB Gesamtbetrieb aller Glashütter Uhrenbetriebe (GUB) schufen sie zu DDR-Zeiten wieder eine beachtliche Produktion, die in den Export ging – sogar in den Westen für Tchibo-Uhren.

Foto: A. Lange & Söhne
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Wiederentdeckt: Das Glashütter Stadtzentrum ein Jahr vor dem Mauerfall. Das Bild zeigt auch, wie dicht die Manufakturen nebeneinander liegen: links der Bahnhof, in dem heute Nomos produziert, rechts an der Ecke das Stammhaus von A. Lange & Söhne, unmittelbar dahinter die Glashütter Uhrenbetriebe (GUB), wo jetzt die Manufaktur Glashütte Original produziert. Der Blick richtet sich in die Altenberger Straße, die entlang der Müglitz verläuft. Sie wird auch Uhrenmeile genannt.

Foto: Stiftung Deutsches Uhrenmuseum Glashütte
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Real existierender Postkartencharme: Der Volkseigene Betrieb Glashütter Uhrenbetriebe (GUB) wurde 1994 privatisiert. Die neue Marke Glashütte Original war geboren, was sich auch durch den Umbau zeigen sollte ...

Foto: Glashütte
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Wesentlich transparenter und lichtdurchflutet gibt sich heute das Manufakturgebäude von Glashütte Original. Transparent ist auch eines der wichtigsten neuen Modelle der Manufaktur ...

Foto: Glashütte
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Uhrmacherei in Reinkultur: Transparent beweist Glashütte Original mit der "Senator Handaufzug Skelettierte Edition" sein Können. Das Kaliber ist von Hand graviert und skelettiert, die Kanten angliert und poliert, sogar die Schrauben stellt die Manufaktur selbst her und bläut sie. Eine für Glashütte typische Schwanenhals-Feinregulierung ist ebenfalls integriert.

Foto: Glashütte
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Mit ihrem Slogan 'Handmade in Germany' setzte Glashütte Original international ein Statement – so auch mit dem neuen Seventies Chronographen, dessen Stundenscheibe hier eingesetzt wird. Weitere Beachtung findet das exzellent ablesbare Panoramadatum – das patentierte Aushängeschild der Manufaktur. Die Zahlenscheiben liegen auf einer Höhe, weshalb kein Spalt oder Mittelsteg den Anblick irritiert.

Foto: Glashütte
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Einen Chronographen zu konzipieren und selbst zu fertigen, zählt zur Königsdisziplin. Beeindruckend ist das Glashütte Original jetzt mit mit dem neuen "Senator Chronograph Panoramadatum" im klassischen Look gelungen. Integriert....

Foto: Glashütte
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... wird das Automatik-Kaliber 37 auch in der stilsicheren Seventies Kollektion. Dazu gibt es eine Gangreserve von 70 Stunden samt Anzeige und eine Flyback-Funktion. Der Einstiegspreis des Säulenradchronographen liegt bei 12.500 Euro.

Foto: Glashütte
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Ironie der Geschichte: Das Design der Glashütte Original Sixties ist nahezu identisch mit einem Vorgänger aus der GUB-Produktion. Der gelungene Retro-Stil ist heute so erfolgreich, dass die Serie zu den Bestsellern zählt. Angeboten wird sie in zahlreichen Varianten, mit und ohne Panoramadatum.

Foto: Glashütte
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Das Robotron-Gebäude unmittelbar nach der Wende. Hier zog die Nobelmarke A. Lange & Söhne ein und die Mitarbeiter bewiesen Improvisationstalent: Im Sommer 1992 legten Uhrenkonstrukteure ihre eigentliche Arbeit nieder, um den Bau komplett mit dem Zollstock zu vermessen. Ihre Skizzen dienten als Grundlage für die Renovierung. Heute nennt man das Haus in der Altenberger Strasse das Lange 1-Gebäude.

Foto: A. Lange & Söhne
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Am 24. Oktober 1994 stellte A. Lange & Söhne erstmals seine Kollektion vor. Der Nürnberger Günter Blümlein (links) war zusammen mit Walter Lange (Mitte) der treibende Motor der Wiederauferstehung von A. Lange & Söhne. Rechts ein weiterer Pionier der ersten Stunde: Hartmut Knothe, dessen Know-how als Ingenieur der Feinwerktechnik zum Erfolg bis heute als Berater der Geschäftsführung beiträgt.

Foto: A. Lange & Söhne
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Blühende Landschaften im Sommer 2014: Die neue Manufakturerweiterung im Vordergrund symbolisiert den internationalen Erfolg von A. Lange & Söhne. Im Hintergrund, das weiße Lange 1-Gebäude.

Foto: A. Lange & Söhne
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Walter Lange feierte im Februar 2014 seinen 90. Geburtstag. Noch immer nimmt er an wichtigen Veranstaltungen rund um den Globus teil. Ebenso hoch verehrt wird Lange bei Glashüttern, alle schätzen ihn wegen seines Sanftmuts und Optimismus – trotz mehrerer Schicksalsschläge: Der Familienbesitz wurde zerbombt, Lange wurd zwangsenteignet. Nach der Wende sprach ihm die Treuhand den alten Familienbesitz ab und verkaufte ihn anderweitig. Ein Happy End jedoch bringt die erfolgreiche A. Lange & Söhne Manufaktur.

Foto: PR / A. Lange & Söhne
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Catwalk der jüngsten Rotgold-Kollektion. Von links nach rechts heißen die anmutigen SIHH-Modells: Lange Zeitwerk Striking Time, Lange 1 Tourbillon Ewiger Kalender, Richard Lange Ewiger Kalender Terraluna, Grosse Lange 1 Mondphase, 1815 Tourbillon und die 1815.

Foto: A. Lange & Söhne
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Inzwischen existieren über 30 Versionen von der Lange 1. Zum 20jährigen Jubiläum Ihrer Ikone legt die Edelmanufaktur eine weitere limitierte Kleinserie auf. Diese Weißgoldvariante mit blauem Zifferblatt wird nur 20 Handgelenke weltweit zieren.

Foto: A. Lange & Söhne
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Im Wandel der Zeit: Einfühlsam und im Bauhaus-Stil hat Nomos seinen Hauptsitz im ehemaligen Bahnhof renoviert und erweitert. "Schon jetzt baut und verkauft in Deutschland keine andere Marke mehr mechanische Uhren Made in Germany", heißt es von dort. Konkrete Zahlen möchte man aber trotzdem nicht nennen, außer dass im ersten Halbjahr 2014 der Umsatz um 40 Prozent zulegte. Damit nicht genug – Nomos will den Umsatz bis 22017 verdoppeln.

Foto: Nomos
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Binnen vier Jahren verdoppelte Nomos seine Belegschaft auf knapp 200 Personen, von der die Hälfte als Uhr- und Werkzeugmacher an zwei Standorten in Glashütte arbeiten. Hier im Erweiterungsbau Chronometrie, der 2014 bezogen wurde.

Foto: Nomos
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Gerade noch ohne Uhrmacher-Lupe zu erkennen: Auf dem Unruhkloben bei Nomos ist von Hand eingraviert 'Mit Liebe in Glashütte gefertigt'. Was erst ein wenig kitschig klingt, hat durchaus eine ernste Botschaft: der Stolz auf eigene Handarbeit und das Einhalten der Glashütter Regel.

Foto: Nomos
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Kam aus Düsseldorf und eroberte regelrecht Glashütte – Roland Schwertner gründete Nomos und zog sein Konzept kompromisslos durch: puristisches Design und solide Mechanik für knapp unter 1000 Euro pro Uhr. Dabei schimmert manchmal auch eine gewisse Selbstironie durch. Vereinzelte Serien heißen schon mal Glühwürmchen, Rührmichnichtan und Männertreu. Auf einem Nomos-Zifferblatt ist gar ein Ost- und ein West-Ampelmännchen zu sehen, die aufeinander zu gehen.

Foto: Nomos
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Nachdem Nomos zunächst Schweizer Werke verbaute, entwickelte sich die Marke mit der Zeit zur Manufaktur mit über 80 Prozent Fertigungstiefe - und liegt damit oberhalb der in Glashütte geforderten 50 Prozent, um den Namen "Glashütte" zu verdienen. Seit 14 Jahren mitverantwortlich für diesen Kraftakt ist der Glashütter Uwe Ahrendt. Der Nomos-Geschäftsführer engagiert sich auch als Glashütter Stadtrat und im Uhrenmuseum.

Foto: Nomos
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Zuwachs in jeder Hinsicht: Letztes Jahr stellte Nomos seine ersten Uhren in Goldvarianten vor – die Lambda Serie mit Handaufzug. Im Oktober 2014 kam die Weißgoldversion mit tiefblauem Antlitz hinzu. Man ist so stolz auf ihre hohe Gangautonomie von 84 Stunden, dass man sie gleich doppelt auf dem Zifferblatt verkündet: Mal in Worten, mal als Anzeige im Halbkreis. Mit dem Preis von knapp 14.000 Euro katapultiert sich die Marke in ein neues Preissegment.

Foto: Nomos
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Den Mauerfall vor 25 Jahren feiert Nomos mit dem Sondermodell 1989 Novembergrau. Die Edelstahl-Version des Klassikers ist mit goldenen Indexen und Zeigern sowie dem eigenen Handaufzugswerks Alpha ausgerüstet. Am Montag nach dem 9. November kommt sie mit 33 Millimeter Diagonale für 1580 Euro und in 38 Millimeter für 1800 Euro in den Handel.

Foto: Nomos
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Gar nicht umnachtet: Ihren Hingucker Zürich Weltzeit lancierte Nomos im September in einem Nachtblau. In dem Automatikkaliber tickt auch das neue, eigene Swing-System mit gebläuter Unruhspirale, die durch einen Saphirglasboden erlebbar ist. Die knapp 40 Millimeter aus Edelstahl kosten 4200 Euro.

Foto: Nomos
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Aufbau Ost von Hand: 1994 fertigte Hans-Jürgen Mühle noch persönlich Quarz-Marinechronometer und nautische Instrumente. Dann kamen Armbanduhren hinzu und der komplette Firmenname lautet 'Mühle-Glashütte GmbH nautische Instrumente und Feinmechanik'.

Foto: Mühle-Glashütte
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Modern times: Inzwischen arbeiten 51 Mitarbeiter bei Mühle, gefertigt werden etwa 10.000 Armbanduhren, die auf dem Zifferblatt das Logo Mühle-Glashütte tragen. Hinzu kommen Marinechronometer und nautische Instrumente, mit denen z.B. die Aida-Flotte ausgestattet ist.

Foto: Mühle-Glashütte
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Goldene Zeiten: Zum 20jährigen Jubiläum der Neugründung von Mühle stellt das Unternehmen die limitierte Sonderedition R. Mühle & Sohn vor. Bei der Auf/Ab Gold, von der nur 20 Exemplare existieren, ist ein vergoldetes Handaufzugswerk mit Manufakturstatus integriert. Kosten immerhin 16.000 Euro. Um den Preis zu verstehen, muss man die sächsische Uhrmachersprache beherrschen: Üblicherweise verwendet man in Glashütte Dreiviertel-Platinen, die dem Werk eine höhere Stabilität verleihen. Mühle jedoch setzt mit seiner Dreifünftel-Platine noch einen drauf. Ebenso mit seiner stoßsicheren und patentierten Spechthals-Feinregulierung. Sie ist eine Weiterentwicklung der Glashütte typischen Schwanenhals-Feinregulierung. Regionalspezifisch ist auch die Auf- und Ab-Anzeige – sie verkündet die Gangreserve, die hier bei 56 Stunden liegt.

Foto: Mühle-Glashütte
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Eine Nische hat Mühle mit Einsatzuhren belegt. Es sind robuste Zeitmesser beispielsweise für Helikopterpiloten der Deutschen Marine und anderer Seenotretter. Ehrenwertes Mitglied ist der automatische SAR Rescue Timer, der schon für 1650 Euro zu haben ist. Mitkonzipiert wurde er von Kapitänen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), weshalb er besonders robust ist. Die Kautschuklünette dämmt Stöße, das Saphirglas ist 4 Millimeter dick, stark leuchtend auch im Dunkeln.

Foto: Mühle-Glashütte
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Zur Jubiläumsedition R. Mühle & Sohn zählt auch die Kleine Sekunde. Für die Edelstahl-Variante mit dem eigenen Handaufzugswerk sind 4500 Euro etwas ambitioniert. Dafür ist der Zeitschmeichler auch nur 145 Mal zu haben.

Foto: Mühle-Glashütte
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Erhaben: über der Uhrmacherstadt Glashütte in 410 Meter Höhe thront Wempes Sternwarte seit 2006. Hier werden für die eigenen Kollektionen mit Uhrwerkteilen von Eta oder Sellita veredelt, zusammengefügt und reguliert. Und zwar derart präzise, dass sie die unabhängige Chronometer-Prüfung nach DIN-Norm bestehen. 2011 ist die Chronometrie in den linken Neubau eingezogen.

Foto: Michèlle Mussler
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Nüchterner Labor-Charakter: Um die Chronometer-Prüfung nicht zu beeinträchtigen muss es steril zugehen. Der Test dauert 15 Tage und findet in fünf unterschiedlichen Lagen bei drei Temperaturen statt.

Foto: Michèlle Mussler
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Es geht um Sekunden: Ein Blick ins Innere der Klima-Prüfschränke verrät, dass die deutschen Chronometer-Kriterien sogar strenger als die Schweizer sind: Um die Uhrzeit exakt einstellen zu können, muss jeder Zeitmesser mit einem Sekundenstopp ausgerüstet sein. Außerdem wird die gesamte Uhr mit Gehäuse, Zifferblatt sowie Zeigern und nicht nur das nackte Kaliber getestet. Ihre mittlere Gangabweichung darf maximal +/-2 Sekunden pro Tag betragen (in der Schweiz liegt sie -4/+6 Sekunden). Nur wenn alle Tests bestanden sind, erhält die Uhr ein schriftliches Zertifikat und darf als Chronometer bezeichnet werden.

Foto: Wempe
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Präzise Ergebnisse liefert der Zeitmeister Sport Taucher Automatik. Wempe schmückt diesen Chronometer in Edelstahl mit satt blauer Drehlünette und Zifferblatt. Der Hingucker, treu nach Glashütter Richtlinien gefertigt, kostet 2475 Euro.

Foto: Wempe
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Edel, stylisch und kompetent: Wempe nennt dieses Modell Chronometerwerke Tonneau Handaufzug. Was der Name nicht verrät, im Inneren tickt eine Kooperation mit Nomos. Gemeinsam entwickelte man das Kaliber mit Doppel-Federhaus, was 80 Stunden Gangreserve garantiert. In Edelstahl werden 4750 Euro aufgerufen.

Foto: Wempe
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Doppelt vereint: Chronograph und Chronometer zugleich – der Stopper von Wempe Zeitmeister Sport Taucher Chronograph basiert auf Sellita. Eingeschalt und ausgeführt in Edelstahl sind 3375 Euro hinzulegen.

Foto: Wempe
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Erfolgreicher Rückkehrer: 2011 baute Tutima die Zelte in Niedersachsen ab und vereinte die gesamte Produktion am Ursprungsort Glashütte. Das unabhängige Unternehmen renovierte für den neuen Stammsitz die ehemalige Bahnhofsmeisterei.

Foto: Tutima
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Die Glashütter Spielregeln hält Tutima locker ein. Beim Chronographen beispielsweise modifizieren Uhrmacher das Valjoux 7750 Werk von Eta. Sie ergänzen es mit einer 24-Stundenanzeige und bauen den Minutenzähler zu einer zentralen Anzeige um – sehr praktisch, denn die gestoppte Zeit ist somit besser ablesbar. Zudem werden die Einzelteile des Kalibers grau beschichtet und ein eigener Aufzugsrotor integriert....

Foto: Tutima
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... das Ergebnis heißt dann 521-Kaliber und wird in solche sportiv elegante Allroundern wie der neue Tutima Saxon One Chronograph mit Drehlünette eingebaut. Sehr anschmiegsam sind auch die Drücker im kissenförmigen Edelstahl-Gehäuse integriert. Dafür 4600 Euro zu verlangen ist gerechtfertigt.

Foto: Tutima
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Für Überflieger: Das modifizierte Tutima 521-Kaliber findet auch in der Pilotenuhr M2 Chronograph seinen Platz. Aus Titan robust hochgerüstet ist der Stopper im 70er Jahre Retro-Stil für 4900 Euro zu haben.

Foto: Tutima
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Neue Zeiten eingeläutet – hat Tutima mit der ersten Minutenrepetition der Glashütter Neuzeit. Hommage heißt die auf 25 Exemplare limitierte Auflage in Platin und Rotgold, die komplett in Glashütte konzipiert und gefertigt ist. Erste Exemplare wurden Ende 2013 für 168.000 Euro in Rotgold ausgeliefert.

Foto: Tutima
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Der Anfang war nur der Name – Moritz Großmann war einer der bedeutendsten Glashütter Uhrmacher im 19. Jahrhundert und sein Name war markenrechtlich noch nicht geschützt. Daraus entstand die Idee, eine hochwertige, unabhängige Manufaktur zu etablieren, die seinem Ruf gerecht wird. Das war 2008. Vier Jahre später wird das imposante Manufakturgebäude Moritz Grossmann bezogen.

Foto: Moritz Grossmann
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Gelernte Uhrmacherin und bewährte Managerin: Christine Hutter ist Initiatorin und Geschäftsführerin der Moritz Grossmann Manufaktur. Sie sammelte nicht nur Berufserfahrung bei Wempe, Glashütte Original und A. Lange & Söhne, sondern auch das Startkapital von Schweizer Privatinvestoren ein. In nur sechs Jahren stellte sie eine komplette Uhrenproduktion mit 85 prozentiger Fertigungstiefe auf die Beine - inklusive Manufakturneubau und 41 Mitarbeitern.

Foto: Moritz Grossmann
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Die erste Moritz Grossmann Armbanduhr erblickt 2010 das Licht der neuen Welt und hat drei Zeiger. Das Nachfolgemodell heißt Atum und arbeitet mit einem komplett selbst konstruierten und filigran dekorierten Handaufzugskaliber, das sich durch einen Saphirglasboden zeigt. Raffiniert ist Reguliersystem mit Rücker, das sich hoch präzise einstellen lässt. Mit dabei ist ein Sekundenstopp. In Roségold 24.300 Euro.

Foto: Moritz Grossmann
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Weiterentwickelt: Die Benu Serie von Moritz Grossmann besitzt jetzt auch eine Variante mit praktischer Gangreserveanzeige. Hier geht es jedoch nicht Auf und Ab, sondern linear mit weiß-rotem Verlauf. Für die Weißgoldversion mit 41 Millimeter Durchmesser liegt der Preis bei 26.800 Euro.

Foto: Moritz Grossmann
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Auch mit einem Tourbillon punktet die Manufaktur Moritz Grossmann. Zum fünften Firmenjubiläum stellte man letztes Jahr das neue Kaliber vor – das Benu Drei-Minuten-Tourbillon mit doppelter Minutenanzeige. Nur 50 Exemplare kommen aus Weißgold auf den Markt für je 168.000 Euro.

Foto: Moritz Grossmann
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Co-Produktion: Auch C. H. Wolf nutzt Schweizer Werke, wie hier Eta. Künftig werden es allerdings die renommierten Eterna-Kaliber sein, die jedes Mal durch durch Saphirglasböden zur Schau gestellt werden. Die Werke werden um die Glashütter Regel einzuhalten in Einzelteilen ins Müglitztal geliefert, wo sie veredeln, finissieret, montieren und reguliert werden. Das geniale am Eterna-Basiswerk ist, dass es sich mit Modulen und Komponenten bis zu 88 verschiedene Versionen ausbauen lässt. C. H. Wolf möchte bei den Einsteigeruhren knapp unter 2000 Euro durchstarten.

Foto: C.H. Wolf
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Herrlich unaufgeregt aber nicht langweilig: Die Hematic Classic für 2950 Euro von C. H. Wolf überrascht als Dress Watch mit ihrem rundum gelungenem Design und innerer Kompetenz des Handaufzugskalibers.

Foto: C.H. Wolf
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Kess und erfrischend: Dass Uhrendesign aus Glashütte nicht immer puristisch oder konservativ sein muss, beweist die Alpha Racing von C. H. Wolf. Mit dem Hahnentrittmuster auf dem Armband wird die Zielgruppe deutlich – Herren, die ihren braven Business-Dress aufpeppen wollen. Immerhin verlangt das 3311 Euro für die 45 Millimeter aus Edelstahl.

Foto: C.H. Wolf
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Bei C. H. Wolf geht man sogar in puncto Outfit noch einen Schritt weiter – diese 'Watchgloves' gibt es so nur bei der jungen Glashütter Marke.

Foto: C.H. Wolf
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Wohltuend anders hebt sich die Alpha Kapitän Graueiche vom Mainstream ab und bleibt trotzdem tragbar. C. H. Wolf verwendet hier ein Zifferblatt aus Echtholz mit stahlblauen Kautschuk-Einsätzen. Das erklärt den Preis von 4450 Euro.

Foto: C.H. Wolf
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Schwäbisch - sächsisches Joint Venture: Stephanie Söhnle lenkt seit 2009 des Familienunternehmens Bruno Söhnle, das sie von ihren Eltern übernahm. Sie hat dabei den Spagat zwischen Schwarzwald und Erzgebirge zu bewältigen, wo die Firma an zwei Orten produziert.

Foto: Bruno Söhnle
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Zusätzlich zu Quarzuhren werden bei Bruno Söhnle seit 2010 mechanische Uhren gebaut. Sogar die erste Glashütter Taschenuhr entspringt dem Atelier.

Foto: Bruno Söhnle
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Ob für Damen oder für Herren wie bei der Lago für 495 Euro....

Foto: Bruno Söhnle
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... stets liegt bei Bruno Söhnle der Schwerpunkt auf Quarzuhren. So auch bei der Pesaro II für 595 Euro.

Foto: Bruno Söhnle
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Der kleine Bruder von Glashütte Original heißt Union Glashütte, verwendet jedoch Eta-Basiswerke. So auch bei diesem sehr anmutigem Regulator 1893. Aus Edelstahl mit Automatik für 2200 Euro.

Foto: Union Glashütte
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Beim Belisar Chronograph Mondphase kommt Edelstahl und ein rundum solides Automatikwerk, das bewährte Eta 7753, zum Einsatz. Die 2900 Euro sind fair kalkuliert.

Foto: Union Glashütte
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Mit der Belisar Pilot Gangreserve erobert Union Glashütte erstmals luftige Höhen. Die Fliegeruhr ist mit erstaunlichen Extras ausgerüstet, darunter ein großes Datum, eine Gangreserveanzeige und mit Zierschliffen dekoriertes Autikmatikwerk. Gar nicht abgehoben – der Preis zu 2250 Euro.

Foto: Union Glashütte
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Uhrenmuseum Glashütte: Eine Stiftung der Swatch Group gründete das Deutsche Uhrenmuseum in Glashütte. Im Vorstand sitzt auch Stadtrat Uwe Ahrendt, Geschäftsführer von Nomos. Geleitet wird das Museum von Reinhard Reichel.

Foto: Stiftung Deutsches Uhrenmuseum G
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