Swatch, Prada und Co. Luxusmarken sind arm dran

Luxus geht immer? Der Schweizer Luxus-Uhrenkonzern Swatch (Omega, Glashütte, Tissot) macht gerade die gegenteilige Erfahrung und gibt eine Gewinnwarnung für das erste Halbjahr heraus. Doch auch andere Luxusmarken leiden.
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Der Uhrenkonzern Swatch überrascht mit einer drastischen Gewinnwarnung. Der Uhrenspezialist zu dem auch Edelzeitmesser wie Omega, Glashütte, Tissot und andere gehören, erwartet für das Halbjahr einen Gewinneinbruch von bis zu 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Als Hauptgrund nennen die Schweizer die rückläufigen Touristenströme. So sei der Umsatz besonders in den Luxuszentren von Hongkong, Paris und in der Schweiz zurückgegangen. Swatch ist jedoch nicht der einzige Luxushersteller, der unter Absatzeinbußen leidet ...

Foto: Omega
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... auch bei Burberry läuft es nicht rund. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 (April) meldete das britische Modeunternehmen einen Umsatzrückgang von 3 Prozent zum Vorjahr. Schon in den drei Monaten zuvor ging es um 5 Prozent abwärts. Auch hier belastet vor allem die schwächere Nachfrage in Asien - insbesondere in Hongkong. Burberry baut jetzt Personal ab, um dem Absatzrückgang etwas entgegenzusetzen. Neuen Schwung erhoffen sich die Briten von einem neuen Chef: Marco Gobbeti, der von Céline aus dem Haus LVMH kommt...

Foto: Gareth Cattermole/ Getty Images for Burberry
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...Schwierigkeiten meldete zuletzt auch Prada. Das Luxusmodehaus kämpft ebenfalls mit einem schwächelnden Markt. Gewinn und Umsatz seien im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende Januar) jeweils um etwa ein Viertel eingebrochen. Als Hauptgrund geben die Italiener vor allem die schwächere Nachfrage in China an. Vergleichsweise gut sieht es da noch bei...

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bei Hermès aús. Das Luxuslabel wächst immerhin noch, wenn auch deutlich langsamer als noch Ende 2015. Im ersten Quartal sei der Umsatz wechselkursbereinigt um 6,2 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro gestiegen. In den drei Monaten zuvor lag das Plus noch bei über 7 Prozent.

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Auch der Luxuskonzern Richemont kann sich nicht der Marktentwicklung entziehen. Die gedämpfte Reise- und Kauffreude macht Marken wie Piaget, Vacheron Constantion und Cartier zu schaffen. Der Umsatz ging zuletzt um 1 Prozent zurück, der Betriebsgewinn brach sogar um 15 Prozent ein. Der Konzern, zu dem die Marken wie Cartier, A. Lange & Söhne gehören, kündigte Stellenstreichungen bei seinen Uhrenherstellern an. Die Maßnahme sei eine Reaktion auf den Absatzrückgang der auch durch den starken Franken verursacht sei.

Foto: A. Lange & Söhne
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Beim Luxuskonzern LVMH trüben ebenfalls schwächere Umsätze auf dem Heimatmarkt das Geschäft von Christian Dior, Hennessy-Cognac und Tag Heuer. Weniger zahlungskräftige Touristen, die es nach Frankreich zieht, sind einer der Gründe sowie das rückläufige Asiengeschäft.
Der Konzernumsatz war zwar im ersten Quartal um 4 Prozent auf 8,62 Milliarden Euro gestiegen, Analysten hatten allerdings 100 Millionen Euro mehr erwartet. Mit Mode- und Lederartikeln, der für den Großteil der Erlöse steht, hatte LVMH knapp drei Milliarden Euro umgesetzt. Auch hier hatte der Markt mit mehr gerechnet. Richtig trübe sieht es dagegen...

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bei der US-Marke Abercrombie & Fitch aus. Das 13. Quartal in Folge meldete das Unternehmen mit Marken wie Hollister Rückgänge. Der Umsatz sank demnach von Februar bis Ende April um 3,4 Prozent auf 685,5 Millionen Dollar. Der Verlust verringerte sich zwar auf 39,6 Millionen Dollar, fiel aber höher aus als erwartet.

Foto: Marijan Murat/ dpa
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