Lufthansa und Co. Wieviel Geld die Airlines pro Fluggast noch verdienen

Lufthansa-Konzernchef Franz hat durchaus Argumente für seine Sparpolitik. Bei den operativen Gewinnen pro Passagier wirkt die Kranich-Airline gegenüber Wettbewerbern wie Emirates und Ryanair geradezu flügellahm.
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Der Streik der Flugbegleiter durchkreuzt die Sparpläne der Lufthansa-Führung. Dabei hat Konzernchef Franz durchaus Argumente für seine Sparpolitik. Bei den operativen Gewinnen pro Passagier etwa wirkt die Kranich-Airline gegenüber Wettbewerbern wie Emirates und Ryanair geradezu flügellahm.

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Der Personalaufwand der Lufthansa liegt bei derzeit rund 6,7 Milliarden Euro - und gehört damit zu den wichtigsten Ausgabenposten der rund 115.000 Mitarbeiter zählenden Airline. Im Zuge des Sparprogramms "Score" fordert Konzernchef Christoph Franz gegen den Protest der Gewerkschaften Einschnitte. Der Grund: im Vergleich zur Konkurrenz fehlt es an Rentabilität.

Nur 3,53 Euro pro Passagier verdient die Flugsparte der Lufthansa im operativen Geschäft. (Quelle: Bloomberg, eigene Recherchen manager magazin)

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Erheblich profitabler ist der arabische Wettbewerber Emirates. Die Fluglinie, die im vergangenen Geschäftsjahr im Schnitt 42.422 Mitarbeiter beschäftigt hat, weist laut Geschäftsbericht umgerechnet 1,72 Milliarden Euro an Personalaufwand aus.

Der operative Gewinn pro transportiertem Passagier lag im vergangenen Jahr Berechnungen von mm und Bloomberg zufolge bei 10,88 Euro.

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Gut Lachen hat auch Michael O'Leary, Chef von Europas größtem Billigflieger Ryanair. Im vergangenen Geschäftsjahr beschäftigte die irische Fluggesellschaft im Schnitt 8438 Mitarbeiter, was zu einem Personalaufwand von 415 Millionen Euro führte.

Pro Passagier schrieb Ryanair im vergangenen Geschäftsjahr 9,01 Euro operativen Gewinn.

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In Sachen Rentabilität stand auch Lufthansa-Wettbewerber British Airways - inzwischen Teil der International Airlines Group (IAG) - im Jahr 2011 besser da als die Deutschen.

Pro Passagier schrieben die Briten im vergangenen Jahr 6,00 Euro Gewinn.

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Auch die neben Ryanair bedeutsamste Billig-Airline Easyjet war zuletzt rentabler als die Lufthansa.

Operativ verdiente Easyjet im vergangenen Geschäftsjahr 5,69 Euro mit jedem Passagier.

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Nicht alle Wettbewerber indes lassen die Lufthansa in puncto Rentabilität hinter sich. Zu diesen Konkurenten zählt Air France/KLM. Das Unternehmen zählte im vergangenen Geschäftsjahr durchschinttlich 102.000 Mitarbeiter, die laut Geschäftsbericht für Personalkosten in Höhe von 7,46 Milliarden Euro stehen.

Operativ schrieb Air France/KLM im vergangenen Jahr operativ 4,66 Euro Verlust pro Passagier.

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Düsterer sieht es im Kreise der Lufthansa-Rivalen eigentlich nur noch für Air Berlin aus. 2011 beschäftigte das Unternehmen im Schnitt 9113 Mitarbeiter, was einen Personalaufwand von 475,4 Millionen Euro zur Folge hatte. Allein im ersten Halbjahr 2012 stieg der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr indes um 5,1 Prozent. Die Rentabilität dürfte dies kaum steigern - was Airline-Chef Hartmut Mehdorn zu denken geben dürfte.

Denn operativ schrieb sein Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr 7,00 Euro operativen Verlust mit jedem Fluggast.

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