Lkw-Gestaltung So entschärfen Designer aggressive Lkw-Fronten

Lkw-Fahrerhäuschen sind gut 3 Meter hoch und wenig aerodynamisch. Für viele Autofahrer wirken Lastwagen wie rollende Kästen - und deshalb ziemlich aggressiv. Nun bemühen sich Designer darum, Lastwagen ein freundlicheres Gesicht zu geben. Die Aufgabe ist schwierig, aber für die Akzeptanz künftiger Lkw-Generationen unerlässlich.
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Lkw-Käufer bezahlen, so sagen die Hersteller, vor allem für Funktion, nicht für hübsche Formen. Deshalb sahen Lkws lange so aus wie auf dieser Zeichnung eines MAN-Lkws aus dem Jahr 2001: Gerade Linien, null optischer Zierrat - funktioneller geht es nicht. In den vergangenen Jahren kamen noch neue Auflagen, etwa beim Fußgängerschutz dazu, neue technische Möglichkeiten wie etwa LED-Lichter machten das Design noch etwas aggressiver. Nun bemühen sich Lkw-Hersteller um optische Entschärfung ...

Foto: MAN
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... etwa MAN selbst: Auf der IAA Nutzfahrzeuge hat die zum Volkswagen-Konzern gehörende Lkw-Marke den elektrisch angetriebene Verteiler-Lkw CitE vorgestellt. Der macht schon am Fahrerhaus deutlich, dass er zu einer neuen Generation gehört: Die Front wirkt abgerundeter und freundlicher, die LED-Leuchten freundlich. Das freundlichere Design, so hoffen die Lkw-Hersteller, soll auch die Akzeptanz neuer Antriebe und Technologien bei der Bevölkerung steigern ...

Foto: MAN
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... die Truck-Studie F-Vision von Ford kommt wohl auch deshalb besonders rundlich daher. So stellen sich die Ford-Designer einen Lkw vor, der in etwa zehn Jahren elektrisch und autonom fahrend Güter befördert. Aber auch bei klassischen Diesel-Lkws bemühen sich die Hersteller nun um ein freundlicheres Erscheinungsbild. Denn sie wissen: Lkw werden bald über längere Strecken autonom fahren. Das werden Menschen von außen nur akzeptieren, wenn die Fahrzeuge äußerlich nicht allzu aggressiv wirken. Deshalb steuern viele nun sachte beim Design um ...

Foto: Ford Türkiye/youtube
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... so bedient sich Volvo bei seinen aktuellen Tricks mancher optischer Tricks, um seine Lkws weniger bedrohlich wirken zu lassen: Die Frontscheibe wirkt durch die Verwendung von schwarzem Lack unterhalb der Scheibe weit heruntergezogen, das Führerhäuschen ist mit einem Knick etwas abgesetzt. Dadurch soll der Lkw etwas offener und zugewandter wirken - und weniger massiv.

Foto: Volvo Trucks
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Die schwedische Lkw-Marke Scania setzt seit einiger Zeit auf horizontale Lamellen als Designkniff im noch immer hochaufragenden Sattelschlepper-Kühlergrill. Die Lamellen lassen die Front optisch etwas gedrungener erscheinen und damit weniger bedrohlich.

Foto: Scania
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Der italienische Lkw-Bauer Iveco nutzt bei seinem Kühlergrill eine Art Motiv in Form eines V. Zusammen mit dem abgesetzten Stoßfänger soll das die Karosserie optisch etwas nach unten ziehen - und damit etwas weniger massiv wirken lassen.

Foto: IVECO
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Auch Mercedes müht sich bei seiner neuen Actros-Generation darum, etwas weniger bedrohlich zu wirken. Die horizontalen, gebogenen Lamellen wirken fast schon wie ein angedeutetes Lächeln. Und die LED-Streifen rund um die Scheinwerfer sehen ebenfalls nicht mehr nach zusammengekniffener Augenbraue aus, dem klassischen Erkennungszeichen von Aggression in menschlicher Mimik.

Foto: Daimler
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