Geplatzter Traum Wie Daimlers hochmoderne Batteriefabrik zum Flop wurde

Mit seiner Batteriefabrik in Kamenz wähnte sich Daimler ganz weit vorn. Tatsächlich galten die Zellen made in Germany als technisch exzellent. Doch es hat nicht gereicht. Im Dezember ist mit der Produktion Schluss.
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Daimler-Tochter Li-Tec in Kamenz (Sachsen): Seit 2012 hat das Unternehmen hier Lithium-Ionen-Batteriezellen gefertigt. Die längste Zeit davon war der Industriekonzern Evonik mit 50,1 Prozent an Li-Tec beteiligt.

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Die Akku-Produktion für den Elektro-Smart bereitete anfangs Probleme, so dass das Auto später auf den Markt kam.

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In der benachbarten Firma Deutsche Akkumotive wurden die Batteriezellen später zu Batteriepaketen zusammengebaut. Diese Daimler-Tochter bleibt bestehen und verarbeitet künftig Zellen aus Asien.

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Die Zellproduktion in Kamenz galt zwar als technisch vorbildlich, aber auch als zu teuer.

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Daher endet die Produktion in Kamenz im Dezember 2015. Ein Auktionshaus bietet die Maschinen bereits in großflächigen Anzeigen feil.

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Daimlers Rückzug fällt in eine Phase, da US-Konkurrent Tesla eine gigantische Batteriefabrik in die Wüste von Nevada setzt. Davon versprechen sich die Amerikaner große Kostenvorteile.

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Bei dieser Preis-Abwärtsspirale mag Daimler-Chef Dieter Zetsche nicht mehr mitspielen. Doch er befindet sich in guter Gesellschaft: Auch Volkswagen, BMW oder Ford kaufen Batteriezellen von außen zu. Und für die Belegschaft gibt es immerhin ein Trostpflaster: Viele Mitarbeiter von Li-Tec kommen bei der benachbarten Deutschen Accumotive unter. Zudem bleibt ein kleiner Rest von Li-Tec als Forschungs- und Entwicklungsfirma erhalten.

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