Neuling in der Autoindustrie Britischer Industrieller will Land Rover neu auflegen

Der britische Ineos-Konzern will neu in die Autobranche einsteigen. Dem Chef fehlt ein aktuelles Angebot des Klassikers Land Rover Defender.
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Jim Ratcliffe besitzt große Ländereien in Island, ist Outdoor-Fan und bekennender Anhänger des Land Rover Defender. Was ihn von anderen Autonarren unterscheidet: Er ist entschlossen, Geländewagen selbst in Großserie bauen zu lassen - und hat auch die Mittel dazu.

Foto: INEOS
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Im "Forbes"-Ranking wird der Chef und Mehrheitseigner des Ineos-Konzerns als fünftreichster Brite geführt, mit einem Vermögen von 7,3 Milliarden Euro. In die Autoproduktion will er freilich nicht als Privatvergnügen einsteigen, sondern seriös als neue Sparte seiner Firma mit Profitabsicht.

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Die Gelegenheit ergebe sich, weil der Hersteller Jaguar Land Rover die Produktion des britischen Geländewagen-Klassikers in Solihull 2016 eingestellt hat - zu Ratcliffes Bedauern. "Ich habe großen Respekt vor seiner Geländefähigkeit."

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Ein "Fahrzeug mit Ecken und Kanten" ist der Defender seit Beginn der Produktion 1948. Zwei Millionen Exemplare wurden mit geringen Änderungen und dem konsequenten Verzicht auf jeden Schnickschnack produziert.

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Im Gegensatz zu neuzeitlichen "Puddingform"-SUVs, wie Ratcliffe sie nennt, hat sich der Defender tatsächlich massenhaft im Gelände bewährt. Leicht zu reparieren, sind die meisten Exemplare bis heute im Einsatz. Eine britische Legende, wie gemacht für James-Bond-Filme.

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Der indische Tata-Konzern, der die Marken Jaguar und Land Rover 2008 von Ford übernahm, hat sich durchaus um die Linie bemüht. 2013 wurde auf dem Genfer Autosalon eine Elektrovariante gezeigt. Doch schließlich befand man das Design doch als inkompatibel mit modernen Umwelt- und Sicherheitsvorschriften.

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Für zukünftige Nachfolger hat Land Rover bereits Entwürfe parat. Ineos noch nicht, findet aber, dass das Warten bis zum offiziellen Ersatz zu lange dauert.

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Von Haus aus ist das Unternehmen der Petrochemie verschrieben. 1998 kaufte der frühere BP-Manager Ratcliffe die ersten Anlagen in einem Management-Buy-out. Nach und nach wuchs der Konzern um weitere Chemieanlagen wie die in Köln, die 2005 von BP übernommen wurde. Am dortigen Standort ist der künftige Ineos-Autochef Dirk Heilmann zu Hause.

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Die Mischung aus Spleen und ernsthaftem Geschäftssinn unterstreicht Ineos mit weiteren gewagten Investitionen: Zwei Milliarden Dollar hat das Unternehmen in das Projekt gesteckt, verflüssigtes Gas aus US-Fracking zu importieren. Im September 2016 kam der erste Tanker in Schottland an.

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