Kurzporträts Die 100 einflussreichsten Wirtschaftsfrauen

Sie managen und kontrollieren Konzerne, leiten erfolgreiche Gründerfirmen oder große Dienstleistungsunternehmen: manager magazin präsentiert die 100 wichtigsten Business-Ladies Deutschlands. Die Initiative würdigt die zunehmende Bedeutung von Frauen in der deutschen Wirtschaft. Die komplette Liste finden Sie hier.
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Das manager magazin hat zusammen mit der Unternehmensberatung Boston Consulting Group in diesem Jahr die 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft gekürt - im vergangenen Jahr umfasste die Liste noch 75 Namen. Die Jury wählte Frauen in folgenden Kategorien: Managerinnen, Aufsichtsrätinnen, Expatriates, Unternehmerinnen, Partnerinnen, Influencers und Watchlist.

Hier geht es zur Liste der einflussreichsten deutschen Managerinnen...

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Manuela Better
Risikovorständin, DekaBank
Die "eiserne Lady" des Risikomanagements führte als CEO die vom Staat gerettete Hypo Real Estate aus dem Elend. 2014 zerstritt sie sich mit dem Bund und schmiss hin. Seit 2015 wacht sie über die Risiken des Spitzeninstituts der Sparkassen.

Foto: Frank Leonhardt/ picture alliance / dpa
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Birgit Bohle
Vorstandsvorsitzende, DB Fernverkehr
Bohle kam von McKinsey und arbeitete sich im Vertrieb der Bahn hoch. Nun kämpft sie gegen Unpünktlichkeit und den wirtschaftlichen Abwärtstrend im Fernverkehr.

Foto: Bernd Roselieb/DB/dpa
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Milagros Caiña Carreiro-Andree
Personalvorständin, BMW
Immer wieder wegprophezeit, immer noch da: Die Spanierin, die im Alter von drei Jahren nach Deutschland kam, gehört zu den Veteranen im Vorstand des Münchener Autobauers. Als Harald Krüger CEO wurde, arbeiteten die beiden schon drei Jahre im Vorstand zusammen.

Foto: BMW
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Jutta Cordt
Präsidentin, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Woran sich Frank-Jürgen Weise die Zähne ausbiss, das soll nun seine ehemalige Mitarbeiterin richten: das überforderte Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu einer funktionierenden Behörde umzubauen. Die Motorradfahrerin arbeitet seit 23 Jahren für die Nürnberger Arbeitsagentur, zu der auch das Bamf gehört.

Foto: Kay Nietfeld/ picture alliance
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Lisa Davis
Vorständin Energie, Siemens
Die Amerikanerin muss in der kriselnden Gasturbinensparte den härtesten Stellenabbau seit Langem durchziehen und den von diversen Führungswechseln und einem Nachfrageeinbruch geplagten texanischen Zukauf Dresser-Rand in den Griff bekommen.

Foto: DPA
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Elke Eller
Personalvorständin, TUI
Sozialisiert im Gewerkschaftsmilieu, aufgewachsen im Volkswagen-Konzern. Bei dem Touristiker TUI muss sie die Belegschaft trotz des hohen Rationalisierungsdrucks zusammenhalten. Seit Juni ist sie auch Präsidentin des Bundesverbands der Personalmanager.

Foto: Peter Steffen/ picture alliance
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Rachel Empey
Finanzvorständin, Fresenius
Empey wechselte vom Mobilfunker Telefónica Deutschland mit 7,5 Milliarden Euro Umsatz zum Gesundheitsgiganten Fresenius, der mit mehr als 230.000 Mitarbeitern und 29 Milliarden Euro Erlös im Dax notiert. Die in Cornwall geborene Britin hat in Oxford Mathematik studiert. 2012 führte sie die Tochter des spanischen Telefónica-Konzerns aufs Frankfurter Börsenparkett. Ein knappes Jahr später managte sie die Übernahme des Wettbewerbers E-Plus.

Foto: Rolf Vennenbernd/ picture alliance
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Nach dem Motto "Eine ist keine" holte SAP-Boss Bill McDermott im Mai gleich zwei Frauen in den Vorstand: Adaire Fox-Martin (im Bild) und Jennifer Morgan. Beide erklärte Feministinnen, beide sollen den Vertrieb verstärken.
Die Irin Fox-Martin (53) kümmert sich um Europa, Afrika, den Mittleren Osten und China. Die in einem Dubliner Arbeiterviertel aufgewachsene Mutter eines Teenies setzt sich vehement für die Gleichstellung von Frauen im Beruf ein und ärgert sich offen über die mangelnde Diversität bei SAP.

Foto: SAP
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Belén Garijo
Pharmavorständin Merck
Die Spanierin war mit 5,8 Millionen Euro Gehalt 2016 eine der Spitzenverdienerinnen im Dax. Im Auftrag von Konzernchef Stefan Oschmann päppelt sie die Pharmasparte wieder auf.

Foto: http://www.merck.de
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Anke Giesen
Vorständin Operations, Fraport
Die Fraport-Managerin kam 2013 von Douglas und wurde als Branchenfremde zunächst kritisch beäugt. Ihr Ressort, die Bodenverkehrsdienste, ist margenschwach und den EU-Regulierungsorgien unterworfen.

Foto: Andreas Arnold/ picture alliance
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Béatrice Guillaume-Grabisch
Deutschland-Chefin, Nestlé
Die Französin arbeitet seit 2013 bei Nestlé, seit Sommer 2015 als Vorstandsvorsitzende der deutschen Geschäftseinheit. Da die Landesgesellschaften im Konzern hohe Selbstständigkeit genießen, darf Guillaume-Grabisch relativ frei gestalten.

Foto: Boris Roessler/ picture alliance / dpa
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Karen Parkin
Personalvorständin, adidas
Die Tochter eines britischen Journalisten mit amerikanischem Pass arbeitet seit 20 Jahren bei der Sportmarke. Sie gilt als zupackend und offen für Veränderung.

Foto: adidas / Hannah Hlavacek
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Ingrid Hengster
Vorständin, Kreditanstalt für Wiederaufbau
Die Juristin aus Linz war zuvor bei der Commerzbank, bei UBS, Credit Suisse und der Royal Bank of Scotland. Seit April 2014 ist sie im Vorstand der KfW für die Inlandsförderung zuständig.

Foto: Wolfgang Kumm/ picture alliance / dpa
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Jacqueline Hunt
Vorständin Allianz
"Jackie" Hunt aus Südafrika ist es gelungen, das drängendste Problem des Versicherungskonzerns zu lösen: Der Kapitalabfluss beim kalifornischen Ableger Pimco scheint gestoppt. Um die konservativere Frankfurter Fondsschmiede Allianz Global Investors kümmert sie sich auch.

Foto: Allianz
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Julia Jäkel
CEO, Gruner + Jahr
Sie baute das Kerngeschäft ihres Hauses radikal um und das Online-Angebot aus. Nun stemmt sie sich gegen die Übermacht von Facebook.

Foto: Georg Wendt/ picture alliance
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Helga Jung
Vorständin, Allianz
Die promovierte Betriebswirtin verantwortet bei dem Versicherer Recht und Compliance, strategische Beteiligungen sowie die Märkte in Spanien, Portugal und Lateinamerika. Sie sitzt auch im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom.

Foto: Allianz
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Martina Koederitz
Deutschland-Chefin, IBM
Seit 30 Jahren bei IBM und treue Gefolgsfrau von Konzernchefin Ginni Rometty, deren Ziele - insbesondere den steten Kostenabbau - sie umsetzt. Engagiert sich im Arbeitgebernetzwerk "Chefsache" für mehr Frauen in Führungspositionen.

Foto: Nigel Treblin/ REUTERS
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Elke König
Exekutivdirektorin, Bankenabwicklung
Trat als Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) an. Heute residiert König in Brüssel und leitet die europäische Abwicklungsbehörde für künftige Krisenbanken, die sie selbst aufgebaut hat.

Foto: DPA
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Janina Kugel
Personalvorständin, Siemens
Manövriert aktuell durch schweres Fahrwasser: Sie muss die massiven Stellenstreichungen in der Kraftwerksparte sozialverträglich organisieren.

Foto: Tobias Hase/ picture alliance
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Marika Lulay
CEO, GFT Technologies
Eine von vier weiblichen Vorstandsvorsitzenden in den insgesamt 160 Dax-gelisteten Firmen. Im Juni übernahm sie den Posten und muss nun den auf Banken und Versicherungen spezialisierten IT-Dienstleister gegen den Spardruck der Finanzinstitute behaupten.

Foto: Bernd Weissbrod/ picture alliance
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Sabine Lautenschläger-Peiter
Direktorin, Europäische Zentralbank
Die einzige Frau im sechsköpfigen Direktorium begann ihre Karriere bei einer Vorgängerinstitution der BaFin und kam über den Vorstand der Bundesbank 2014 zur EZB. Lautenschläger ist mit einem Handwerker verheiratet, den sie aus Jugendtagen kennt. Er kümmerte sich um die gemeinsame Tochter.

Foto: DPA
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Sylvie Matherat
Vorständin Regulierung, Deutsche Bank
Soll als Compliance-Chefin das Image von Deutschlands wichtigster Bank wieder aufpolieren, das durch milliardenschwere Rechtsstreitigkeiten ramponiert ist. Intern macht sie sich damit nicht nur beliebt.

Foto: Kai Pfaffenbach/ REUTERS
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Kathrin Menges
Personalvorständin Henkel
Die Ostdeutsche mit Lehramtsstudium hat den Düsseldorfer Klebstoff- und Waschmittelriesen zum Diversity-Leuchtturm ausgebaut. Seit 2011 ist sie im Vorstand, öffentlich jedoch kaum präsent. Menges würde gern mehr Väter in Familienverantwortung bringen.

Foto: Wolfgang Rattay/ REUTERS
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Simone Menne
Finanzvorständin, Boehringer Ingelheim
Als sie 2012 das Finanzressort der Lufthansa übernahm, war sie die erste Kassenwartin eines Dax-30-Konzerns. 2016 wechselte sie zu dem Pharmahersteller aus Ingelheim, in dem es - familiengeführt - ein wenig anders zugeht. So anders, dass Menne den Konzern nun vorzeitig wieder verlässt, und zwar nicht in gegenseitigem Einvernehmen.

Foto: Andreas Arnold/ dpa
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Nach dem Motto "Eine ist keine" holte SAP-Boss Bill McDermott im Mai gleich zwei Frauen in den Vorstand: Adaire Fox-Martin und Jennifer Morgan (im Bild). Beide erklärte Feministinnen, beide sollen den Vertrieb verstärken.
Jennifer Morgan (46) bleibt Präsidentin in Nordamerika, bekommt zusätzlich Lateinamerika und Asien- Pazifik. "Jen" kam wie McDermott vom CRM-Anbieter Siebel (heute Oracle). Unter ihrer Ägide wuchs SAP in den USA stark; das Programm "Back 2Work", das Müttern die Rückkehr erleichtern soll, hat sie initiiert.

Foto: SAP
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Claudia Nemat
Vorständin Innovation und Technologie, Deutsche Telekom
Nemat hat Physik studiert und zuvor als Beraterin bei McKinsey gearbeitet. In Bonn fällt die Entwicklung des superschnellen Mobilfunkstandards 5G in ihr Ressort.

Foto: Wolfgang Rattay/ REUTERS
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Sigrid Nikutta
CEO, Berliner Verkehrsbetriebe
Die Psychologin hat den Verkehrsdienstleister in die Gewinnzone zurückgeführt. Der Gatte hält der Mutter von fünf Kindern den Rücken frei.

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/ picture alliance / dpa
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Europas größte Sportmarke hatte den Anlegern fest versprochen, bis Ende Juli dieses Jahres eine Frau in den Vorstand zu berufen. Im Mai setzte CEO Kasper Rorsted das Versprechen um und holte Karen Parkin an seine Seite. Sie verantwortet bereits seit drei Jahren das Personalressort.
Mit Parkin erhält "Human Resources" erstmals Vorstandsrang bei Adidas, bislang waren die Personaler unter dem Finanzvorstand aufgehängt. Ein Beweis der Wertschätzung für Parkin. Die Tochter eines britischen Journalisten mit amerikanischem Pass arbeitet erst seit 2014 in Herzogenaurach, zuvor war sie am US-Sitz in Oregon für das Lieferkettenmanagement zuständig. Seit 20 Jahren gehört sie zur Adidas-Mannschaft. Den globalen Sportartikler weiblicher zu machen zählt zu Rorsteds erklärten Zielen, genauso wie die Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Dabei setzt er nun voll auf die studierte Lehrerin.
Die gilt als zupackend und offen für Veränderungen. Sie will nicht zugucken, wie sie von anderen Marken abgehängt wird. Parkins wichtigste Aufgabe besteht darin, Adidas als Arbeitgeber noch attraktiver zu machen, etwa durch eine selbstverantwortliche Gestaltung der Arbeitszeit. Und so freut sie sich, wenn sie ihre Mitarbeiter vor dem Fenster Tennis spielen sieht.

Foto: adidas / Hannah Hlavacek
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Ariane Reinhart
Personalvorständin, Continental
Trommelt für Diversity und will den Frauenanteil bei dem Autozulieferer bis 2020 von 12,8 auf 16 Prozent steigern. Im Zuge der Digitalisierung muss die ehemalige VW-Managerin Continental für Topentwickler attraktiver machen.

Foto: DPA
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Helene von Roeder
CEO Deutschland und Zentraleuropa, Credit Suisse
Die Astrophysikerin stammt aus der Kley-Familie, Vater und Onkel regierten Dax-Konzerne. Als Bankerin (Deutsche, UBS, Morgan Stanley) gehört sie zum einflussreichen Frankfurter Cranach Kreis.

Foto: Martin Hoffmann/ imago images
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Anke Schäferkordt
Chefin, RTL
Die Betriebswirtin aus dem westfälischen Henstorf hat früh die Erfahrung gemacht, dass Demut zum Fortkommen gar nicht nötig ist. Bei Bertelsmann ist die 55-Jährige mit der Zeit nicht gefügiger geworden. "Ich bin konfliktfreudiger geworden", sagt sie. Mit das Erste, was sie abschaffte, waren die Austern beim Betriebsfest.

Foto: Henning Kaiser/ picture alliance
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Carola Gräfin von Schmettow
Vorstandssprecherin, HSBC Trinkaus und Burkhardt
Schmettow führt die Düsseldorfer Privatbank seit 2015. Die Mutter von fünf Kindern ist mit Zehnder-Berater Johannes von Schmettow verheiratet und hat auch ein Mandat im Aufsichtsrat von ThyssenKrupp.

Foto: Jochen Manz/HSBC Trinkaus & Burkhardt AG/dpa
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Hauke Stars
Vorständin, Deutsche Börse
Die in Merseburg geborene Informatikerin verantwortet den Wertpapierhandel und das Marktsegment für junge Wachstumsfirmen.

Foto: Arne Dedert/ picture alliance
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Angela Titzrath
CEO, HHLA
Anfang 2017 rückte die ehemalige Daimler-Managerin nach einem Intermezzo als Post-Personalvorständin an die Spitze der HHLA, dem Betreiber des Hamburger Hafens.

Foto: Axel Heimken/ picture alliance
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Bettina Volkens
Personalvorständin, Lufthansa
Der ständige Tarifzoff mit den Piloten und die Germanwings-Katastrophe beschäftigen die oberste Personalerin der Airline bislang sehr. Kürzlich schaltete sie sich auch öffentlich in die Seximusdebatte ein. Parole: "null Toleranz".

Foto: Christian Charisius/ picture alliance / dpa
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Miriam Wohlfarth
Geschäftsführerin Ratepay
Sie gründete 2009 mit zwei Freunden den Ratenzahlungsdienstleister. Inzwischen gehört Ratepay zum amerikanischen Private Equity Unternehmen Advent und Bain Capital. Wohlfahrt verantwortet weiterhin die Bereiche Innovation, Marketing und Vertrieb.

Foto: Andreas Pein
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Ute Wolf
Finanzvorständin, Evonik
Neben Kathrin Menges (Henkel) und Hauke Stars (Deutsche Börse) die dritte ostdeutsche Topmanagerin im Dax 30. Die erfahrene Finanzfrau half entscheidend mit, das ehemalige Ruhr-Konglomerat RAG umzubauen und an die Börse zu führen.

Die komplette Liste und ausführliche Portraits der Gewinnerinnen finden Sie im manager magazin 1/2018

Foto: Rolf Vennenbernd/ picture alliance / dpa
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Sie führen erfolgreiche Mittelständler und einige Weltkonzerne in Familienhand. Diese Unternehmerinnen nahm die Jury des manager magazins in die List der 100 einflussreichsten Wirtschaftsfrauen auf:

Foto: Harvard Business Manager
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Yvonne Bauer
Verlegerin, Bauer Media Group
Heinz Bauers Tochter managt das familieneigene Medienimperium aus 600 Zeitschriften, Beteiligungen an 100 Radio- und TV-Sendern und rund 2,3 Milliarden Euro Umsatz. Dem harten Strukturwandel begegnet sie mit noch härterer Kostendisziplin.

Foto: Bauer Media Group
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Antje von Dewitz
Geschäftsführende Gesellschafterin Vaude
Die Kulturwissenschaftlerin hat den ehemaligen Rucksackhersteller zu Europas nachhaltigstem Outdooranbieter geformt. Zahlen gibt sie kaum heraus, der jüngste Jahresumsatz soll um die 100 Millionen Euro liegen.

Foto: VAUDE
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Delia Fischer
Mitgründerin Westwing
Mit ihrer Idee, Möbel und Accessoires online zu verkaufen, startete die ehemalige Lifestyle-Redakteurin durch. Der Westwing-Umsatz liegt heute bei rund 250 Millionen Euro. Allerdings verbrennt das Start-up, an dem Rocket Internet beteiligt ist, noch eine Menge Geld.

Foto: Westwing
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Ingrid Hofmann
Inhaberin I. K. Hofmann
Die Grand Old Lady der deutschen Zeitarbeit baute im Alleingang den größten konzernunabhängigen Personalverleiher auf. 2016 setzte ihr Unternehmen 836 Millionen Euro um. Begonnen hat sie 1985 mit 30.000 D-Mark vom Vater.

Foto: Frank Boxler
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Susanne Klatten
Erbin und Investorin; Altana, BMW, SGL Carbon
Deutschlands reichste Frau mehrt ihr ererbtes Vermögen, auch wenn - wie beim Windanlagenbauer Nordex - mal ein Desinvestment dazwischenrutscht. Die schwer angeschlagene SGL Carbon führt sie als Chefkontrolleurin durch eine harte Sanierung. Klatten fördert die Gründerwerkstatt UnternehmerTUM der TU München und will bis 2021 weitere 100 Millionen Euro in gemeinnützige Projekte stecken.

Foto: picture alliance / Matthias Balk
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Nicola Leibinger-Kammüller
CEO Trumpf
Seit zwölf Jahren führt die Philologin den Familienkonzern (3,1 Milliarden Euro Umsatz). Der Werkzeugmaschinenbauer ist innovationskräftig wie eh und je und nimmt beim Thema Industrie 4.0 eine Vorreiterrolle ein. Auch als Aufsichtsrätin bei Siemens, Voith und Axel Springer wird die Chefin geschätzt.

Foto: imago images
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Natalie Mekelburger
Vorsitzende der Geschäftsführung Coroplast
Ihr Vater wollte sie nicht als Nachfolgerin. Doch sie setzte sich durch und machte aus dem Wuppertaler Autozulieferer einen globalen und innovativen Player mit nahezu einer halben Milliarde Euro Umsatz.

Foto: Coroplast
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Tina Müller
CEO, Douglas
Nach der Übernahme von Opel durch PSA suchte Müller, die den Rüsselsheimern mit ihrer Kampagne "Umparken im Kopf" einen Sympathiebonus beschert hatte, den Absprung. Der gelang nach oben – bei Douglas darf sie sich nun als CEO ausprobieren. Ausreichend Branchenerfahrung bringt die quirlige Ex-L'Oréal und Henkel-Managerin mit.

Foto: DPA
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Christina Oster-Daum
Gründerin Cosnova
Keine Fotos, keine Interviews. Die zurückhaltende Unternehmerin aus Sulzbach im Taunus will in Ruhe weiter an ihrer unternehmerischen Erfolgsgeschichte arbeiten. Mit ihrer Firma Cosnova und den Marken Essence, L.O.V. und Catrice beherrscht sie einen großen Teil des deutschen Kosmetikmarktes.

Foto: Cosnova
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Angelique Renkhoff-Mücke
Vorstandsvorsitzende Warema Renkhoff
Führt seit 16 Jahren Europas größten Markisenhersteller (knapp eine halbe Milliarde Euro Umsatz). Bayerns Metallarbeitgeber schicken sie in den Tarifrunden als Verhandlungsführerin an die Front.

Foto: WAREMA Renkhoff SE
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Alexandra Schörghuber
Inhaberin Schörghuber-Gruppe
Nach dem frühen Tod ihres Gatten machte sich die Milliardärin selbst an den Ausbau der ererbten Firmengruppe. Sie setzte externe Manager ein und übernahm den Stiftungsvorsitz. Neben dem Brauereigeschäft tragen Immobilien heute maßgeblich zur Vermögensmasse von rund 3,9 Milliarden Euro bei.

Foto: Schörghuber-Gruppe
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Dolores Schendel
CEO Medigene
Die Biologieprofessorin gehört zu den Stars der deutschen Krebsforschung. Seit Februar 2016 leitet sie das Münchner Tec-Dax-Unternehmen Medigene. Sie setzt auf gentechnisch modifizierte weiße Blutkörperchen, sogenannte T-Zellen, die Krebszellen abtöten sollen.

Foto: Dominik Gierke/Medigene
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Kim-Eva Wempe
Geschäftsführende Gesellschafterin Wempe
Seit 14 Jahren führt die Betriebswirtin den Hamburger Luxusuhren- und Schmuckhändler in vierter Generation. Sie hat dem Familienunternehmen globale Präsenz verliehen, entwirft selbst Schmuck und hat eine eigene Uhrenmanufaktur in Glashütte aufgebaut.

Foto: Wempe
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Bettina Würth
Beiratsvorsitzende Würth
Aus dem Hintergrund steuert sie den Schrauben- und Werkzeughändler, den Vater Reinhold zum Milliardenkonzern gemacht hat. Gilt inzwischen als gewiefte Strategin.

Foto: WOLFGANG UHLIG/ Würth Gruppe
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Frauen nehmen in immer mehr Aufsichtsräten in Deutschland eine Schlüsselrolle ein. Etliche kontrollieren gleich mehrere Konzerne. Diese Aufsichtsrätinnen gehören der Liste der 100 Einflussreichsten des Jahres 2017 an:

Foto: manager magazin
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Ann-Kristin Achleitner
Deutsche Börse, Linde, Münchner Rück, Engie Deutschlands bestvernetzte Aufsichtsrätin übt ihre Mandate durch intensive Ausschusstätigkeit aus. Manche sehen sie schon als Nachfolgerin von Chef-Kontrolleur Joachim Faber bei der Deutschen Börse. Ihrer Professur an der TU München geht sie in Teilzeit nach.

Foto: David Ausserhofer/ picture alliance / dpa
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Christine Bortenlänger
Osram, SGL Carbon, Covestro, Tüv Süd
Die Chefin des Deutschen Aktieninstituts wurde bekannt, als sie im Jahr 2000 mit gerade mal 34 Jahren den Vorsitz der Börse München übernahm. Inzwischen sammelt sie Aufsichtsratsmandate.

Foto: DPA/Deutsches Aktieninstitut (DAI)
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Simone Bagel-Trah
Henkel, Bayer
Die Ururenkelin von Firmengründer Fritz Henkel ist die einzige weibliche Aufsichtsratsvorsitzende im Dax 30. Auch bei Bayer und Heraeus sitzt sie im Board. Bagel-Trah engagiert sich auch als Vizepräsidentin des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft.

Foto: DPA/Handout
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Cathrina Claas-Mühlhäuser
Claas-Gruppe
Sie ist bereits im achten Jahr Aufsichtsratsvorsitzende im Familienkonzern und baut ihren Einfluss beharrlich aus. Die Claas-Gruppe ist einer der führenden Landmaschinen-Hersteller.

Foto: CLAAS
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Marion Helmes
ProSiebenSat1., Bilfinger, NXP Semiconductors, Uniper
Sie ist eine von insgesamt drei Frauen im neunköpfigen ProSieben-Aufsichtsrat und erfreut sich dank lupenreiner Finanzvergangenheit bei ThyssenKrupp und Celesio als Kontrolleurin großer Nachfrage. Auch der Tabakmulti BAT nimmt ihre Dienste in Anspruch.

Foto: DPA
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Renate Köcher
BMW, Infineon
Keine andere Kontrolleurin ist so eingespannt wie sie. Neben ihren zwei Dax-30-Mandaten schaut Köcher noch bei Bosch, Nestlé Deutschland, Aldi Süd, und HSBC Trinkaus nach dem Rechten. Bei der Allianz ist sie 2017 ausgeschieden. Im Hauptberuf führt die Volkswirtin das renommierte Meinungsforschungsinstitut Allensbach.

Foto: Soeren Stache/ picture alliance / dpa
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Christina Reuter
Kion
Seit Mai 2016 im Aufsichtsrat des Gabelstaplerbauers Kion. Mit 32 Jahren ist sie Deutschlands jüngste Aufsichtsrätin. Die promovierte Maschinenbauingenieurin ist den älteren Mitgliedern des Gremiums in Sachen Digitalisierung weit voraus.

Foto: Wonge Bergmann für KION GROUP
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Clara Streit
Multiaufsichtsrätin
Studiert hat sie in St. Gallen, heute ist die Finanzexpertin mit deutschem und amerikanischem Pass als Kontrolleurin in halb Europa gefragt. Zu Mandaten bei UniCredit (Bank, Italien), NN Group (Versicherer, Niederlande), Jerónimo Martins (Supermärkte, Portugal) und der Bank Vontobel (Schweiz) kommt auch ein Dax-Titel: der Immobilienkonzern Vonovia.

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Marion Weissenberger-Eibl
HeidelbergCement, MTU Aero Engines, Rheinmetall
Spitzenforscherin und Leiterin des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI). Sie ist in Politik und Wirtschaft bestens vernetzt. Berät als Expertin für Nachhaltigkeit die Bundesregierung.

Foto: dpa/ Handout
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Katja Windt
Deutsche Post, Fraport
Die Präsidentin der Jacobs University in Bremen engagiert sich im Aufsichtsrat der Deutschen Post. Auch beim MDax-Wert Fraport kann sie viel Branchenkenntnis einbringen. Ihr Forschungsgebiet ist die globale Produktionslogistik.

Foto: Tristan Vankann/Jacobs University/dpa
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Ob als brillante Expertin oder als Boss einer kompletten Consultinggruppe - Frauen sind aus den Professional Services nicht mehr wegzudenken. Hier die Liste der wichtigsten Dienstleisterinnen:

Foto: Harvard Business Manager
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Birgit A. Behrendt
Einkaufsvorständin Ford
Verantwortet den gesamten Einkauf des Weltkonzerns. Sie zählt in Dearborn zu den Top Executives, die das operative Geschäft steuern. Die gebürtige Kölnerin ist bei dem Autobauer schnurgerade aufgestiegen. Sie sitzt auch im Aufsichtsrat von Kion und repräsentiert ihr Heimatland in der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in Michigan.

Foto: Ford
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Andrea Fuder
Einkaufsvorständin Volvo Trucks
Noch ein Car Girl, das erst im Ausland zu höchsten Weihen gelangte. Insider hätten ihr auch schon bei Volkswagen eine Vorstandsrolle zugetraut, doch so lange wollte sie nicht warten. Über die Volkswagen-Tochter Scania gelangte sie nach Schweden. Als CEO Lundstedt den Chefposten bei Volvo übernahm, zog er sie mit.

Foto: Volvo
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Angelika Gifford
ProSiebenSat.1, Tui
Als Mitglied der Geschäftsführung bei Microsoft Deutschland galt sie als Role Model für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. 2014 Wechsel zu Hewlett-Packard, seit 2017 bei dem britischen Softwareunternehmen Microfocus. Läuft sich bei ProSiebenSat.1 und Tui für eine Kontrolleurskarriere warm.

Foto: Darren Jacklin/ picture-alliance/ dpa
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Carla Kriwet
Digitalvorständin Philips
Die superehrgeizige Ex-Beraterin (BCG) hatte viele Jobs, ehe sie bei Philips ihre Berufung fand. In Boston war Kriwet zunächst für den Bereich Patientenüberwachung zuständig. Inzwischen steuert sie auch die Digitalisierungsstrategie des Gesundheitskonzerns und verantwortet rund fünf Milliarden Euro Umsatz, ein Fünftel der Gesamterlöse.

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Margit Wennmachers
Partnerin Andreessen Horowitz
Als erfolgreiche Deutsche im Silicon Valley eine große Ausnahme. Bei dem legendären Wagniskapitalgeber, zu dessen Portfolio Techstars wie Airbnb, Facebook, Pinterest und Skype gehören, ist Wennmachers als Partnerin fürs Marketing zuständig. Bei ihren exklusiven Dinners müssen Investorengrößen ihre Handys an der Garderobe abgeben.

Foto: Elisabeth Fall
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Claidia Willvonseder
Marketingchefin Ikea
Seit mehr als zehn Jahren prägt die ehemalige Werberin die Marketingaktivitäten des schwedischen Möbelriesen, seit 2015 in globaler Verantwortung. Sie ist Mitglied der Konzernleitung. Ihre größte aktuelle Baustelle ist die Positionierung des Konzerns in der digitalen Welt.

Foto: Ikea
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Diese Frauen aus der Liste der 100 Einflussreichsten haben es bei bedeutenden Auslandsunternehmen bis ganz nach oben gebracht:

Foto: Harvard Business Manager
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Daniela Favoccia
Partnerin Hengeler Mueller
Als ehemalige Co-Managing-Partnerin (bis 2014) der wichtigsten deutschen Deal-Kanzlei ebnete sie ambitionierten Frauen in der knochenharten Welt der Law Firms den Weg. Favoccia gilt als profilierte Gesellschaftsrechtlerin und Compliance-Fachfrau. Mandanten: VTG (Logistik), United Internet.

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Karen Heumann
Vorstandssprecherin Thjnk
Sie war bei Jung von Matt die erste Frau im Vorstand einer Lead-Agentur und ist bis heute Deutschlands bekannteste Werberin. Bei Thjnk bleibt sie nach dem Verkauf an den britischen Werbemulti WPP als Co-CEO an Bord. Engagiert sich nebenbei für eine Wiederbelebung der kränkelnden Berliner Modeszene.

Foto: Felix Krüger
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Alexandra Hagelüken
Partnerin Latham & Watkins
So unprätentiöse wie durchsetzungsstarke Spitzenkraft für Bank- und Finanzrecht. Zu ihren Mandanten zählen Banken (Goldman Sachs, UBS), Private-Equity-Investoren (3i) und Konzerne. Hagelüken kam 2016 von Clifford Chance zu Latham und stieg im März 2017 weiter auf. Nun leitet sie als Vizechefin die globale Finanzpraxis der Kanzlei.

Foto: Latham & Watkins
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Finja Carolin Kütz
Deutschland-Chefin Oliver Wyman
Die selbstbewusste Mathematikerin rechnet 2018 mit starken Umsatzzuwächsen für ihre Truppe, die sie seit 2015 führt. Die Unterstützung der EZB beim Banken-Stresstest war bislang ihr prestigeträchtigstes Mandat. Will die Consulting-Platzhirsche herausfordern.

Foto: Oliver Wyman
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Brigitte Lammers
Partnerin Egon Zehnder
Mitglied des Executive Boards und eine der prägenden Persönlichkeiten der internationalen Personalberatung. Sie ist spezialisiert auf Medien, Telekommunikation sowie Familienunternehmen und treibt auf globaler Ebene die Diversity-Aktivitäten voran. Ermuntert Frauen, nach der Macht zu greifen.

Foto: Brigitte Lammers
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Barbara Mayer-Trautmann
Partnerin Clifford Chance
In ihrer Kanzlei ist sie Mitglied im globalen Partnership Council, einer Art Aufsichtsrat. Branchendienste zählen sie zu den besten deutschen Bank- und Finanzrechtlern. Beriet Cinven beim Verkauf von CeramTec an BC Partners, mit 2,5 Milliarden Euro einer der großen Private-Equity-Deals des Jahres.

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Martina Rißmann
Partnerin The Boston Consulting Group
Die ehemalige Wettkampfruderin gehört der deutschen Geschäftsführung an und kümmert sich auf europäischer Ebene um Finanzen und Personal. Rissmanns Wirkungsgrad reicht weit über BCG hinaus. Die Konsumgüter- und E-Commerce-Spezialistin engagiert sich als Business Angel, Aufsichtsrätin und sitzt in der Jury des Werbepreises "Effie".

Foto: Frank Beer
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Julie Linn Teigland
Deutschland-Chefin EY
Die Amerikanerin lebt seit mehr als 30 Jahren in Deutschland und lenkt seit 2016 das Geschäft der "Big Four"-Wirtschaftsprüfungs- und Unternehmensberatung im deutschsprachigen Raum. Ihr Fokus liegt auf der Digitalisierung und internationalen Mandaten. Tough in der Sache, angenehm im Umgang.

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Ernst & Young

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Sie sind Wissenschaftlerinnen, Kulturschaffende oder Meinungsmacherinnen: Die Frauen aus der Kategorie „Influencerinnen“ der 100 einflussreichsten Wirtschaftsfrauen 2017.

Foto: Harvard Business Manager
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Jutta Allmendinger
Präsidentin Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Deutschlands bedeutendste Soziologin holt ihre Wissenschaft regelmäßig aus dem Elfenbeinturm. Sie prägte den Begriff der "Bildungsarmut" und erforschte die Hindernisse weiblicher Karrieren. Promotion in Harvard, mit 36 Professorin, Beraterin der Bundesregierung.

Foto:

Peer Grimm/ picture alliance / dpa

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Stephanie Czerny
Geschäftsführerin DLD Media
Die treibende Kraft hinter Burdas Digitalkonferenz DLD ist hierzulande und im Silicon Valley bestens verdrahtet. Ob Satya Nadella (Microsoft), Sheryl Sandberg (Facebook) oder israelische Gründerstars - mit ihrer herzigen Art kriegt sie immer wieder viele Tech-Promis nach München oder zu einem der zahlreichen DLD-Ableger in aller Welt.

Foto: BCG / Johanna Lohr
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Pascale Ehrenfreund
Vorstandsvorsitzende Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Weltweit die einzige Frau, die eine Forschungsorganisation mit einem Milliardenbudget leitet. Unbürokratisch bis zur Lässigkeit, verleiht die gebürtige Wienerin dem Großinstitut neuen Schwung. Ihr Lieblingsprojekt: die Erforschung des Mars.

Foto: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) / DPA
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Christine Graeff
Kommunikationsdirektorin Europäische Zentralbank
Gilt als wichtigste Vertraute von EZB-Chef Mario Draghi. Mit dem Ende von Draghis Amtszeit im Oktober 2019 dürfte sie als hochprofilierte Kommunikatorin stark umworben sein. Draghi warb sie von der Agentur Brunswick ab, wo sie die Krisen-PR für Finanzinstitute gemanagt hatte.

Foto: DPA
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Tiefer Ausschnitt, süßes Lächeln, Kamera ab, Mund auf. Verrückt, krass, total crazy, mit Wortgewittern wie diesem pflegt Bibi Geheimnisse zu enthüllen, die sie ihren Zuschauern zuvor via YouTube, Instagram, Facebook, Twitter und Snapchat monatelang angekündigt hat. Und es dauert nur ein paar Minuten, dann stürmen ihre Fans die Drogerieregale.
Bianca Heinicke (24) alias Bibi, Deutschlands erfolgreichster weiblicher YouTube-Star, kann Millionen Followern zwischen 8 und 20 Jahren alles verkaufen. Sie folgen ihr auf dem Kanal Bibis Beauty Palace. Nur konsequent, dass sie inzwischen ihre eigene Körperpflegemarke aufgelegt hat; der Duschschaum Bilou ist erhältlich als Tasty Donut oder Vanilla Cake Pop.

Mit ihrer Präsenz im Netz sammelt Heinicke pro Monat locker sechsstellige Beträge ein. Die Kölnerin, die ihr Studium abgebrochen hat, ist auch als Testimonial begehrt: Sie absolviert Werbeauftritte für Neckermann und vermarktet ihren Namen für ein Smartphone der Deutschen Telekom.

Selbst Weltkonzerne nehmen die neue Konkurrenz ernst. Bei Rossmann erreichte Bilou zwischenzeitlich einen Marktanteil von 29 Prozent. Von Bibis Einfluss als Werbetreibende können Unilever, L’Oréal und Co. nur träumen.

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Sabine Herold
Geschäftsführende Gesellschafterin Delo
Die Inhaberin des Industrieklebstoffherstellers Delo wird in Berlin als engagierte Vertreterin des deutschen Mittelstands geschätzt. Sie sitzt im Steuerungskreis des Innovationsdialogs der Bundesregierung und ist Mitglied im Mittelstandsbeirat.

Foto: Delo
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Verena Pausder
Digitalnetzwerkerin
Weibliche Hälfte des First Digital Couples der Hauptstadt (der männliche Part ist Ehemann Philipp Pausder, CEO von Thermondo). Die begabte Netzwerkerin und Unternehmerin (Fox & Sheep, an Haba verkauft) bringt bei ihren "Ladies' Dinners" regelmäßig die Gründerszene zusammen. Mit ihrer Initiative "Startup Teens" will sie Schüler ans Programmieren und Gründen heranführen.

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Monika Schulz-Strelow
Präsidentin FidAR
Die Mitgründerin der Initiative Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR) war die treibende Kraft hinter dem Quotengesetz; ihr Netzwerk ist weiterhin erstklassig.

Foto: FidAR
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Tania Singer
Neurowissenschaftlerin
Die Direktorin am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig revolutioniert mit ihrer Forschung über Motivation, Emotion und Kognition die Theorie vom Homo oeconomicus.

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Katrin Suder
Staatssekretärin, Bundesverteidigungsministerium
Ob sie für die nächste Bundesregierung im Amt bleiben wird, ist bislang nicht abzusehen. Die Bundeswehr hat die ehemalige McKinsey-Frau und bekennende Lesbe zwar gehörig aufgerüttelt. Doch die Probleme der Streitkräfte (vom Rüstungschaos bis hin zu braunem Gedankengut) sind zu groß, um binnen einer Legislaturperiode abgeräumt zu werden.

Foto: DPA/ McKinsey/ Eric Shambroom
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Regina Ziegler
Filmproduzentin
Die Lady mit dem leuchtend roten Haarschopf ist eine der wenigen Frauen in der Filmbranche - und die erfolgreichste. Mit 29 gründete sie ihre erste Produktionsfirma. Bis heute hat sie mehr als 400 Produktionen herausgebracht; viele wurden mit Preisen ausgezeichnet. In der Geschäftsführung mischt nun auch Tochter Tanja mit, sie hält die Mehrheit der Anteile.

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Sie sind heute schon erfolgreich, und sie haben noch einiges vor: Die Jury von manager magazin und der Boston Consulting Group hat diese Frauen auf die Watchlist gesetzt.

Foto: Harvard Business Manager
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Julia Becker
Aufsichtsratsvorsitzende Funke Mediengruppe
Die Enkelin eines der Gründer der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung übernimmt zum 1. Januar den Vorsitz im Aufsichtsrat der Funke Mediengruppe in Essen. Der war bisher ihrer Mutter Petra Grotkamp vorbehalten. Die Mehrheitsanteile an der Verlagsgruppe muss sie sich mit ihren beiden Geschwistern teilen. Sie will der Branchenkrise durch stärkere Kooperationen begegnen.

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Dnata Hopfen
CEO Verimi
Die ehemalige Verlagsgeschäftsführerin der Bild-Gruppe ist in die David-Rolle geschlüpft und kämpft fortan gegen Goliath: Sie leitet das neue Portal Verimi, das sich als Gegenmacht zu den Datenkraken des Silicon Valley versteht. Ein digitaler Generalschlüssel soll die Nutzung des Internets einfacher und sicherer machen. Axel Springer und etliche deutsche Konzerne geben das Geld.

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Astrid Stange
Vorständin DeutschlandAxa
Die ehemalige BCG-Beraterin wird zur Schlüsselfigur der französischen Axa-Gruppe. In enger Zusammenarbeit mit Konzernchef Thomas Buberl will sie eine neue und agilere globale Struktur für den Versicherer entwerfen. Wechselt zum Jahresende nach Paris und könnte dort ins Management Committee aufsteigen.

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Ida Tin
Gründerin, Clue
Als Kind fuhr sie mit ihren Hippie-Eltern auf einem Motorrad durch die Welt, heute hilft ihre App Clue Millionen Frauen bei der Verhütung. Sammelte rund 20 Millionen Euro an Investorengeldern ein, unter anderen von Brigitte Mohn und Nokia Ventures. Gilt als Entrepreneurin mit viel Potenzial, doch die Femtech-Konkurrenz wächst.

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