KraussMaffei, Kuka und andere Chinesen im Shopping-Rausch in Deutschland

Deutsche Unternehmen haben eine enorme Anziehungskraft auf chinesische Investoren. Ein Überblick.
1 / 12

Der chinesische Haushaltsgeräte- und Klimaanlagen-Hersteller Midea hatte Interesse an der Komplettübernahme des deutschen Roboter- und Anlagenbauers Kuka signalisiert. Das Angebot bewertet Kuka mit rund 4,5 Milliarden Euro.

Foto: KUKA Roboter
2 / 12

Bereits im Januar machte eine andere deutsch-chinesische Übernahme Schlagzeilen: Die des deutschen Spezialisten für Kunststoff verarbeitende Maschinen, KraussMaffei, durch den staatlichen Chemieriesen ChemChina. Die Übernahme betrifft nicht das Rüstungsgeschäft von KraussMaffei. Zuvor hatte sich ChemChina den Schweizer Agrochemie-Konzern Syngenta einverleibt. Der Kaufpreis inklusive Schulden für Krauss-Maffei ist deutlich bescheidener: Er beträgt rund 925 Millionen Euro.

Foto: DPA
3 / 12

Auch die deutsche Privatbank Hauck und Aufhäuser fand einen Käufer aus China. Im Sommer 2015 übernahm die Beteiligungsgesellschaft Fosun die Mehrheit an der Bank. Bei einer anderen deutschen Traditionsbank ging Fosun dagegen leer aus ...

Foto: BERND KAMMERER/ AP
4 / 12

... auch auf die deutsche BHF-Bank hatte Fosun ein Auge geworfen. Letztlich erhielt aber die französische Privatbank Oddo den Zuschlag für die deutsch-britische Bank BHF Kleinwort Benson. Doch Fosun ist nicht nur in der Bankenbranche aktiv - statt dessen ...

Foto: BHF-BANK
5 / 12

... hält Fosun mittlerweile knapp 30 Prozent an dem deutschen Modehersteller Tom Taylor.

Foto: Angelika Warmuth/ picture alliance / dpa
6 / 12

Auch in der niedersächsischen Provinz haben die Chinesen bereits zugeschlagen. Der Müllverbrenner EEW war der Pekinger Holding Beijing Enterprises fast 1,5 Milliarden Euro wert. EEW erzeugt aus Müll Strom, Wärme und Prozessdampf für die Industrie.

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa
7 / 12

Mit fünf Jahren Verspätung könnte der deutsche Kran-Hersteller Demag Cranes zu großen Teilen doch noch beim finnischen Rivalen Konecranes landen. Konecranes will dem Demag-Cranes-Eigentümer Terex das Geschäft mit Industriekränen und Hafenanlagen für 1,13 Milliarden Euro abkaufen, wie die beiden Unternehmen am Montag mitteilten. Eigentlich hatten Konecranes und Terex eine Komplett-Fusion vereinbart, ehe der chinesische Baumaschinenkonzern Zoomlion mit einem 3,4 Milliarden Dollar (rund drei Milliarden Euro) schweren Übernahmeangebot für Terex dazwischenpreschte. Nun begnügen sich die Finnen mit dem ehemaligen Demag-Kerngeschäft, auf das sie es ohnehin abgesehen hatten. Sie machen damit zugleich den Weg frei für Gespräche von Terex mit den Chinesen.

Foto: DPA
8 / 12

Aufgeladen: Der Gabelstapler-Hersteller Still gehört bereits seit einigen Jahren zur chinesischen Kion-Gruppe.

Foto: DPA/ Kion Group
9 / 12

Kiekert: Der Autozulieferer aus Nordrhein-Westfalen wurde 2012 vom chinesischen Automobilzulieferer Lingyun übernommen. Damit wird der Marktführer von Auto-Schließsystemen von Peking aus gesteuert.

Foto: Nico Kurth/ dpa
10 / 12

Putzmeister: Der schwäbische Betonpumpenhersteller war der erste aufsehenerregende Verkauf eines deutschen Unternehmens nach China. Der Baumaschinen-Konzern Sany zahlte 2012 rund 360 Millionen Euro für das Familienunternehmen aus Aichtal bei Stuttgart. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa sind chinesische Einkäufer aktiv ...

Foto: DPA
11 / 12

Der 90 Jahre alte dänische Hifi-Hersteller Bang & Olufsen steht in Übernahmegesprächen mit chinesischen Investoren. Mit der Sparkle Roll Group gibt es allerdings noch Differenzen. Das Unternehmen, das neben Lautsprechern auch Kopfhörer und Fernseher herstellt, ist an der Börse knapp drei Milliarden dänische Kronen (etwa 400 Millionen Euro) wert. Sparkle Roll war bereits Vertriebspartner der Dänen in China.

Foto: Bang & Olufsen
12 / 12

Pirelli: Der chinesische Einkäufer Chemchina hat für den italienischen Reifenhersteller im Jahr 2015 rund 7 Milliarden Euro bezahlt. Damit gehört der staatliche Chemieriese Chemchina zu den aggressivsten Einkäufern, die derzeit in Deutschland und Europa auf Shopping-Tour sind.

Foto: Robert Cianflone/ Getty Images