Logistik-GAU Wer besonders tief im Rheintal-Schlamassel steckt

Eine der wichtigsten Achsen im deutschen Schienennetz bleibt weitere sechs Wochen geschlossen. Hier sehen Sie, welche Akteure neben der Deutschen Bahn in die Problembaustelle auf der Rheintalstrecke verstrickt sind.
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Die Rheintalbahn gehört zu den wichtigsten Achsen im deutschen Schienennetz - und bleibt wegen katastrophaler Bauarbeiten und langwierigen Reparaturbemühungen nun weitere sechs Wochen geschlossen. Welche Akteure tief im Schlamassel stecken - eine Übersicht: ...

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Der ehemalige CDU-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla ist seit Januar für das Schienennetz der Deutschen Bahn verantwortlich - und damit auch für die Baustellenplanung. Seine Verantwortung ist es, baubedingte Sperrungen wichtiger Strecken zu verhindern. Funktionierendes Krisenmanagement ist dabei die oberste Aufgabe. Gerade dies ist aber auf der Rheintalstrecke nicht der Fall, Pofalla erntet umfassende Kritik etwa aus der Schweiz: ...

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SBB Cargo International, Tochter der Schweizer Staatseisenbahn, ist von der Streckensperrung am härtesten getroffen: Die Schweizer haben sich auf Transporte auf der internationalen Nord-Süd-Achse zwischen den Nordseehäfen und Norditalien spezialisiert. Michail Stahlhut, Chef der Schweizer SBB Cargo International, beschuldigt DB-Manager Pofalla und die deutsche Politik: Rund zwölf Millionen Euro Umsatz gehe laut Branchenverband Netzwerk Europäischer Eisenbahnen durch die Sperrung pro Woche verloren.

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Am 12. August hatte sich nur fünf Meter unter den Gleisen ein Betonsegment in einer Tunnelröhre verschoben. Die Gleise sind seitdem verbogen, die Strecke dicht. Verantwortlich für das Großprojekt ist das Bauunternehmen Ed. Züblin - ob die Quelle der Probleme hier zu finden ist, lässt sich bislang nicht sagen. Das Stuttgarter Unternehmen arbeitet nun an Maßnahmen zur Stabilisierung und will das Problem in den nächsten Wochen lösen. Erst dann können die neuen Gleise verlegt werden.

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Stark betroffen ist auch das italienische Eisenbahnverkehrsnetz Trenitalia mit der Güterverkehrstochter TXLogistik: Die Nord-Süd-Achse von Rotterdam nach Genua ist für sie mit der wichtigste Verkehrspunkt für Güterzüge.

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In der Schweiz wachsen in der Zeit beim Chemieverband des Landes die Sorgen um eine sichere Versorgung: Die Unterbrechung erschwere es, die Produktion im gewohnten Umfang hochzuhalten. Umsatzeinbußen und Mehrkosten könnten die Folge sein, warnten Verbandsvertreter.

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Mehr als zehntausend Kubikmeter Beton werden in den Tunnel unter der Baustelle gepumpt, um den Untergrund zu stabilisieren. Der Fauxpas: Auch eine 18 Millionen Euro teure Tunnelbohrmaschine des Herstellers Herrenknecht wird einbetoniert und folglich aufgegeben.

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