Knappes Kobalt Diese Rohstoffritter lehren VW und Co. das Fürchten

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Ihre ambitionierten Elektroautopläne bringen Volkswagen und andere Konzerne in eine ungewohnte und unbequeme Position ...

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Die Einkäufer unter Francisco Javier Garcia Sanz, in der Tradition der "Würger von Wolfsburg" von Lieferanten gefürchtet, müssen plötzlich als Bittsteller auftreten, um an genug Rohstoffe für die geplanten E-Mobile zu kommen.

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"Bloomberg" berichtet  von einem Treffen im konzerneigenen Fußballstadion, in das VW Rohstoffanbieter lud, mit einer eigenen Loge für jeden - aber keinen Deal bekam, um langfristig Kobalt unter dem aktuellen Marktpreis zu bekommen. Es war schon der zweite gescheiterte Versuch in einem Jahr.

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"Sie sind viel größer - aber die Wahrheit ist, dass Typen wie wir alle Trümpfe in der Hand haben", sagt einer der widerspenstigen Partner: Trent Mell, Chef der kanadischen Firma First Cobalt - einem der wenigen Anbieter, die eigene Vorkommen in Industrieländern haben.

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Das Metall wird - neben Nickel und Mangan - für praktisch alle modernen Lithium-Ionen-Akkus gebraucht. Wenn die Elektroautoproduktion so steigt wie geplant, ist ein Angebotsmangel absehbar. 2017 verdoppelte sich der Preis für Kobalt.

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Auch BMW räumt Probleme ein, obwohl der Hersteller für die nächsten E-Modelle bereits mit neuen Batterien plant, die weniger Kobalt benötigen. "Es wird einen Angebotsmangel geben, daher haben die Lieferanten derzeit Oberhand", zitiert "Bloomberg" BMWs Einkaufschef Markus Duesmann.

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Zu den Mächtigsten unter den nun Gefragten zählt Ivan Glasenberg, Chef des in der Schweiz sitzenden Rohstoffkonzerns Glencore. Glasenberg sieht "die Elektrofahrzeug-Story" als Gelegenheit, den Investoren nach Jahren kollabierender Rohstoffpreise wieder eine Wette auf die Zukunft anzubieten.

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Glencore zählt zu den wenigen westlichen Konzernen, die in der Demokratischen Republik Kongo, von wo 60 Prozent des Weltangebots stammt, auch Kobaltbergbau betreiben. Die meisten der großen Tagebaue gehören chinesischen Firmen - und die sind bereits in das teils staatlich regulierte Liefersystem für die noch viel größere E-Auto-Offensive im eigenen Land eingespannt.

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Auch der russische Oligarch Vladimir Potanin kostet die neue Macht aus. "Autohersteller sind offen für verschiedene Formen der Kooperation", sagte der Eigner des weltgrößten Nickellieferanten Norilsk Nickel. "Wir sind in Gesprächen über diese Projekte. Aber für uns ist nicht klar, wie weit wir gehen müssen." Norilsk Nickel fördert in der Arktis auch Kobalt.

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Der größte Kobaltproduzent im Kongo ist die Staatsfirma Gécamines. Wer an deren Metall will, muss sich mit dem Management arrangieren - Glencore hat es getan, China Molybdenum auch.

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"Bloomberg" berichtet, dass die Einkäufer von BMW sich nun selbst im Kongo umsehen - und dabei neben den großen Minen auch wilde Schürfer besuchen, die auf eigenes Risiko nach dem Metall graben.

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Um Elektroautos im Westen als hippes Produkt zu verkaufen, können die Konzerne mit ihren Einkaufsstandards zu den Arbeits- und Umweltbedingungen der Produktion nicht zu lax sein - auch das ist ein Problem in den Verhandlungen mit Lieferanten. Die Demokratische Republik Kongo zählt zu den ärmsten Ländern der Welt - gerade wegen des Rohstoffreichtums, der neben Kinderarbeit auch bewaffnete Auseinandersetzungen antreibt.

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