Technik, Tricks und neuer Treibstoff Wie die Fluggesellschaften in die Zukunft starten

In Montreal berät die UN-Luftfahrtorganisation über das erste globale Klimaschutzabkommen für den Flugverkehr. Für die Industrie ist das ein einschneidender Moment - dem sie mit Tricks und neuen Technologien begegnet.
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Bau von Wasserkraftwerken: Was hat das mit der Luftfahrt zu tun? Tatsächlich sieht der vorläufige Plan für die Verhandlungen der UN-Luftfahrtorganisation Kompensationsmaßnahmen für den Ausstoß von Treibhausgasen vor. In diesem Zusammenhang wird der Bau von Ökostrom-Anlagen wie eben Wasserkraftwerken genannt. Abgewickelt werden könnte so etwas über Zertifikate - ähnlich wie beim Handel mit Emissionszertifikaten in der EU.

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Bäume pflanzen: Programme, bei denen die Rodung von Wäldern verhindert wird oder neue angelegt werden, gehören ebenfalls zu diesem Maßnahmenkatalog. Im Grunde handelt es sich um CO2-Buchungstricks, um die Luftfahrt sauberer zu machen. Doch mittelfristig müssen sich auch die Flugzeuge ändern.

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Gefragt sind deshalb zunächst sparsamere Flugzeuge: Effizientere Motoren, leichtere Materialien und eine intelligentere Raumaufteilung sind bisher die Klassiker bei den Airlines, um Treibstoff und damit Kohlendioxid zu sparen. Kurzfristig wird diese Art der Optimierung den größten Teil zu einer (etwas) klimafreundlicheren Luftfahrt beitragen.

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Biosprit: Dieser könnte herkömmlichem Kerosin zunächst beigemischt werden, wie es die Lufthansa und andere Fluggesellschaften schon erprobt haben. In Deutschland könnten im Jahr 2025 standardmäßig 10 Prozent Treibstoff aus Algen oder anderen Pflanzen beigemischt werden, ist die Biokraftstoff-Initiative der Deutschen Luftfahrt (Aireg), überzeugt.

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Eine ähnliche Rolle könnten synthetische Treibstoffe spielen. Diese gewinnen Spezialhersteller aus Kohlendioxid und Wasserstoff. Bisher ist die Produktion sehr kostenintensiv und aufgrund niedriger Ölpreise kaum konkurrenzfähig. Doch verbindliche CO2-Sparvorgaben für die Industrie könnten künstliches Kerosin attraktiver machen.

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Elektroflugzeuge: Bessere und billigere Batterien haben dem Thema zuletzt einen deutlichen Schub verleihen. Airbus plant für das Jahr 2030 einen Hybridflieger, der mit Strom und Kerosin 90 bis 100 Passagiere transportieren kann. Auch Behörden wie die Nasa (Bild: Elektroflugzeug X-57 Maxwell) und Zulieferer wie Siemens arbeiten an entsprechenden Lösungen.

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Wasserstoff-Flugzeuge: Die Brennstoffzellen-Flieger sind im Grunde eine Spielart der Elektroflugzeuge, da sie ebenfalls über E-Motoren angetrieben werden. Welche Art des CO2-Sparens sich letztlich durchsetzt, dürfte nicht zuletzt der Markt entscheiden - das geplante Klimaschutzabkommen räumt keiner Technologie von vorn herein einen Vorteil ein.

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