Die lange Nacht von Brüssel "Entschuldigung, Sie werden diesen Raum jetzt nicht verlassen"

Wen werden die Historiker dereinst als den Retter der Euro-Zone feiern? Laut "FT" hat Ratspräsident Donald Tusk im entscheidenden Moment beherzt eingegriffen.
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Die Verhandlungen über die Zukunft Griechenlands begannen am Samstag mit dem Treffen der Euro-Finanzminister. Zu der Zeit gab es zwar bereits einen Vorschlag aus Athen. Beteiligte wie Finnlands Finanzminister Alexander Stubb (M.), der französische EU-Kommissar Pierre Moscovici (l.) und Euro-Gruppen-Präsident Jeroen Dijsselbloem wussten bereits vor Beginn der Gespräche, dass "ziemlich schwierige" Gespräche bevorstanden, wie Dijsselbloem sagte.

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In der Nacht auf Sonntag trat Dijsselbloem vor die Presse. Seine Botschaft: Es wurde noch keine Lösung gefunden, das Treffen musste auf Sonntagvormittag vertagt werden.

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Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos (l.) und der neue griechische Finanzminister Euclid Tsakalotos vor Beginn der Gespräche am Sonntagvormittag.

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Die deutsche Delegation am Sonntag in Brüssel. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (vorne rechts) sorgte zeitweise für extreme Spannungen, als er einen auf fünf Jahre befristeten Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone zur Diskussion stellte. Als sich Schäuble in der Diskussion von EZB-Chef Mario Draghi bevormundet fühlte, keifte er den Italiener laut FT an: Er sei "kein Idiot". Die Sitzung wurde daraufhin unterbrochen.

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Glücklich sieht anders aus: Der griechische Finanzminister Euclid Tsakalotos am Sonntag in Brüssel. Im Hintergrund: IWF-Chefin Christine Lagarde, eine Schlüsselfigur bei der Griechen-Rettung.

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Nicht immer einer Meinung: Griechenlands Finanzminister Tsakalotos im Gespräch mit IWF-Chefin Lagarde.

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Zum Gipfel der Staatschefs am Sonntag traf auch Griechenlands Premier Alexis Tsipras in Brüssel ein.

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Smalltalk vor dem Gipfeltreffen: Tsipras mit zwei der wichtigsten Spieler im Griechen-Poker: Kanzlerin Angela Merkel verfolgte bislang eine harte Linie, während Frankreichs Präsident Francois Hollande Entgegenkommen gegenüber den Griechen erkennen ließ.

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Neben Hollande (r.) zählt auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (M.) zu jenen, die bereits ein maximales Maß an Geduld bewiesen haben, um Griechenland in der Euro-Zone zu halten.

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Um 6 Uhr am Montagmorgen soll laut FT seine große Stunde geschlagen haben: Alexis Tsipras und Angela Merkel hatten sich in die Details des Privatisierungsfonds verbissen. Weil sie keine Chance mehr auf Einigung sahen, machten sie sich auf den Weg, den Verhandlungsraum zu verlassen - als sich Ratspräsident Donald Tusk in den Weg stellte. "Sorry, but there is no way you are leaving this room", soll der ehemalige polnische Premier gesagt haben. Schließlich einigten sich die Kontrahenten dann doch noch.

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Geschlagener Sieger? Alexis Tsipras am Montagmorgen nach Ende der Verhandlungen in Brüssel. Der Grieche konnte zwar einen Grexit verhindern und erreichte einen Deal, dem neue Verhandlungen über ein Hilfspaket folgen sollen. Dafür musste sich Tsipras aber über einige seiner ideale hinwegsetzen - und über das "Nein" der Griechen beim Referendum vor einer Woche. Ein hochrangiger EU-Diplomat sagte der FT: "Sie haben Tsipras gekreuzigt."

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