Johan Cruyff Visionär, Nörgler und Genie

Er war der wohl beste niederländische Fußballer aller Zeiten. Johan Cruyff prägte den Sport über Jahrzehnte als Spieler und Trainer von Ajax Amsterdam und des FC Barcelona. Nun starb "König Johan" mit 68 Jahren nach einer Krebserkrankung.
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Das WM-Finale 1974 in München: Die Niederlande gingen als Favorit ins Duell mit Deutschland, doch DFB-"Terrier" Berti Vogts (l.) nahm Hollands Superstar Johan Cruyff komplett aus dem Spiel. Deutschland gewann 2:1.

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Cruyff im Duell mit Franz Beckenbauer. Insgesamt bestritt er 48 Länderspiele, in denen er 33 Tore erzielte. Gegen Deutschland hatte er den Elfmeter herausgeholt, der zur 1:0-Führung für die Niederländer führte.

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"König Johan" (l.) und "Kaiser Franz" spielten 1978 in den USA. Später sagte Beckenbauer über Cruyff: "Johan war der bessere Spieler, aber ich bin Weltmeister."

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Cruyff neben der niederländischen Königin Juliana beim Empfang der Nationalmannschaft nach dem verlorenen Finale 1974.

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Cruyff (l.) mit Hugo Sotil (M.) und Johan Neeskens während seiner Zeit beim FC Barcelona. Neeskens und Cruyff hatten schon vorher bei Ajax Amsterdam zusammengespielt. Mit dem Niederländer gewann Barcelona 1974 erstmals seit 14 Jahren wieder die Meisterschaft.

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Anfang 1979 tauchte Cruyff bei den Los Angeles Aztecs wieder auf. Hier ist er mit Trainer Rinus Michels zu sehen. Cruyff folgte anderen Altstars wie Franz Beckenbauer, Gerd Müller oder George Best in die nordamerikanische Profiliga NASL, wurde zum "Player of the Year" gewählt.

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Cruyff wurde dreimal Europas Fußballer des Jahres (1971, 1973, 1974), 1999 wurde der Niederländer sogar zu Europas Fußballer des Jahrhunderts gekürt.

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Im Sommer 1985 übernahm Cruyff als "Technischer Direktor" den Trainerposten bei Ajax Amsterdam. 1987 feierte der Klub unter seiner Führung den Gewinn des Europapokals der Pokalsieger.

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1988 wurde "El Salvador" ("Der Erlöser") Trainer des FC Barcelona. Dort setzte er seine Fußball-Philosophie durch und legte somit den Grundstein zum heutigen Erfolg des Klubs. Unter anderem modernisierte er die Talentschmiede La Masia.

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Von 1991 bis 1994 wurde die Mannschaft viermal in Folge Meister, 1992 gewann der Klub erstmals in seiner Geschichte den Europapokal der Landesmeister.

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Cruyff auf der Trainerbank beim FC Barcelona im März 1995, etwas mehr als ein Jahr später verließ er den Klub.

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Mit Josep Guardiola (r.) verband Cruyff eine langjährige Freundschaft. Als Barça-Coach holte der Holländer den Katalanen aus der Talentschmiede La Masia zu den Profis und ebnete damit den Weg für Guardiolas Karriere.

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Fußballlegenden unter sich: Cruyff und Brasiliens Pelé.

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Seine letzte Trainerstation war beim katalanischen Fußballverband FCF. Er wurde für die Nationalmannschaft Kataloniens verpflichtet, die jedoch nur Freundschaftsspiele bestreitet. 2013 endete die Zusammenarbeit.

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Im Februar 2014 bekam Cruyff von Uefa-Präsident Michel Platini eine Auszeichnung für seinen herausragenden Beitrag zum europäischen Fußball verliehen.

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Cruyff mit seiner Frau Danny. Die beiden heirateten 1968 und bekamen drei Kinder.

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Wie der Vater, so der Sohn: Jordi Cruyff wurde ebenfalls Fußballer. Er spielte unter seinem Vater beim FC Barcelona und danach bei Manchester United.

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Im Herbst 2015 wurde bekannt, dass Cruyff an Lungenkrebs erkrankt war. Er war jahrzehntelang starker Raucher, gab es erst auf, als sich Anfang der Neunzigerjahre sein Gesundheitszustand verschlechterte. Nun ist Cruyff im Alter von 68 Jahren gestorben.

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