Italien vor der Euro-Wahl Diese Kräfte ringen um die Macht in Rom

Italien steht schon wieder vor einer Neuwahl. Die populistische Allianz aus Lega und Fünf-Sterne-Bewegung dürfte noch stärker werden - und könnte die drittgrößte Euro-Volkswirtschaft zum Exit bringen.
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Sergio Mattarella hat die Bildung einer populistischen Regierung blockiert, indem er sein Veto gegen den eurokritischen Finanzminister Paolo Savona einlegte. Auf die Parlamentswahl im März wird deshalb wohl eine Neuwahl im Herbst folgen, denn ...

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... der von Mattarella als unabhängiger Ministerpräsident für eine Übergangsregierung vorgeschlagene Carlo Cottarelli rechnet selbst damit, im Parlament keine Mehrheit zu erreichen. Cottarelli war Ökonom beim Internationalen Währungsfonds und "Sparkommissar" einer früheren italienischen Technokratenregierung - in deutlichem Gegensatz zum aktuellen Wählerwillen.

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Wahlsieger Luigi di Maio (links) von der "Fünf-Sterne-Bewegung" hatte selbst einen parteilosen Akademiker als Premier vorgeschlagen. Giuseppe Conte durfte aber nur fünf Tage lang versuchen, die ungewöhnliche Regierung mit eurokritischer Tendenz und radikalen Wirtschaftsplänen zu bilden.

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Jetzt rückt die Fünf-Sterne-Bewegung, die eigentlich gegen alle anderen agierte, näher an Allianzpartner Matteo Salvini und seine rechtsgerichtete Lega heran. Laut Umfragen könnte die Lega ihren Wahlerfolg von 17 Prozent deutlich ausbauen

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Offiziell ist die Lega noch in einer Allianz mit der Forza Italia von Silvio Berlusconi - der zu Jahresbeginn noch auf ein Comeback hoffte und inzwischen trotz Vorstrafe auch wieder ein Amt übernehmen dürfte. Doch der Ex-Ministerpräsident, der auch schon einmal über eine Parallelwährung zum Euro sinnierte, will sich nun als staatstragend profilieren und unterstützt Mattarella. Sollte er für Cottarelli stimmen, muss er wohl ohne die Lega in den Wahlkampf ziehen - und froh sein, überhaupt noch eine nennenswerte Anzahl Sitze zu bekommen.

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Die bisher regierende Demokratische Partei von Matteo Renzi wäre die euro-freundliche Option - ist aber tief zerstritten und in Umfragen abgeschlagen. Sie wird als Interessenvertretung der Eliten wahrgenommen. Einer ihrer Anführer ist jetzt Carlo Calenda, der an der Seite von Ex-Ferrari-Boss Luca Cordero di Montezemolo Karriere machte. Politischen Einfluss hat die Partei noch über den Staatspräsidenten.

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