Vorbereitung aufs Viertelfinale Diese Zahlen brauchen Sie für den Island-Smalltalk

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Islands Nationalmannschaft begeistert Fußball-Europa (exklusive England, versteht sich). Zum ersten Mal ist das Team vom Polarkreis bei einem großen Turnier dabei, und schon steht es im Viertelfinale. Auf das Spiel gegen Frankreich muss man sich also auch als Zuschauer gesondert vorbereiten - zum Beispiel mit diesen Zahlen und Fakten für den Smalltalk zwischendurch.
Etwa 45 Millionen Euro ist die Mannschaft Islands insgesamt auf dem Transfermarkt wert. Zum Vergleich: Portugals Superstar Cristiano Ronaldo alleine kommt beinahe auf den dreifachen Wert.

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Insgesamt hat Island bekanntlich lediglich etwa 330.000 Einwohner. Das sind ungefähr so viele wie die von Bielefeld und weniger als jene von Wuppertal. die Fruchtbarkeitsrate der Isländer lag zuletzt jedoch bei knapp unter 2 und war damit in Europa nach jener der Türkei, Frankreichs und Irlands die vierthöchste.

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Ganz von ungefähr kommt der Fußball-Boom in Island nicht. Im Land wird seit Jahren viel Geld in den Fußball investiert. So gibt es bereits im Jugendbereich gut ausgebildete Trainer. Zudem bauten die Isländer Kunstrasenplätze und Sporthallen. Inzwischen kann man auf der Insel auf etwa 180 Sportplätzen spielen - in Bielefeld nur auf 60.

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Die Wirtschaft Islands rückte europaweit in den Fokus, als während der weltweiten Finanzkrise die Banken des Landes ins Wanken gerieten. Die Folge waren die Pleiten dreier großer Geldhäuser des Landes sowie ein Rückgang des Wirtschaftswachstums um minus 4,7 Prozent und minus 3,6 Prozent in den Jahren 2009 und 2010.

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Inzwischen hat sich die Wirtschaft Islands (im Bild: die Hauptstadt Reykjavik) allerdings von der Krise erholt. Das Wachstum betrug 2015 etwa 4 Prozent und soll 2016 noch darüber liegen. Die Arbeitslosenquote Islands lag 2015 bei deutlich unter 5 Prozent und war damit die niedrigste in ganz Europa.

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Ein wichtiges Standbein der isländischen Wirtschaft ist trotz rückläufiger Umsätze nach wie vor die Fischerei, die früher bis zu 80 Prozent zum Export des Landes beitrug. Verständlich, dass Island beim Streit um Fischgründe mit harten Bandagen kämpft. So kam es in den 1950er und 70er Jahren mit Großbritannien zu den sogenannten Kabeljaukriegen. Obwohl die Struktur der isländischen Wirtschaft inzwischen diversifizierter ist, betrug der Anteil der Fischindustrie an den Exporten zuletzt immer noch 42 Prozent.

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Hauptumsatzträger der isländischen Fischwirtschaft ist der Kabeljau (im Bild), mit dem 2015 ein Umsatz von etwa 440 Millionen Euro gemacht wurde. Gemessen an der Fangmenge liegt allerdings die Lodde vorn, von der zuletzt mehr als 330.000 Tonnen im Jahr aus dem Meer geholt wurden.

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Einen Boom erlebt seit einiger Zeit der Tourismus in Island. Im vorigen Jahr überstieg die Zahl der Touristen erstmals die Marke von 1,2 Millionen, in diesem Jahr sollen es noch mehr werden. Zum Vergleich: Seit 2010 hat sich die Zahl der ausländischen Fluggäste am Flughafen Reykjavik mehr als verdoppelt. Weil die Entwicklung aus dem Ruder zu laufen droht, wollen Islands Behörden bereits die Möglichkeiten einschränken, Wohnungen über Marktplätze wie AirBnB zu vermieten.

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Ein Grund für den Ansturm der Besucher: die Insel ist als Drehort für Film- und Fernsehproduktionen weltweit beliebt - und wirkt daher wie ein Magnet auf Film- und Serien-Fans. In einschlägigen Foren im Internet kursieren Listen mit Dutzenden Filmen und Serien, die ganz oder teilweise auf Island gedreht wurden. Ganz vorne mit dabei: Die zurzeit besonders angesagte Fantasy-Serie "Game of Thrones".

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Bekannt ist Island zudem selbstverständlich für seine Vulkan-Landschaft sowie die zahlreichen heißen Quellen, die sogenannten Geysire. Die Nutzung des heißen Wassers aus der Tiefe ermöglicht beispielsweise den Betrieb der beliebten Blauen Lagune. Das Thermalfreibad wird auf dem Umweg über ein Heizkraftwerk mit Wasser aus 2000 Metern Tiefe gespeist, das unterirdisch ursprünglich bis zu 240 Grad Celsius heiß wird.

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Wegen der vielen Energie im Untergrund hat Island zudem den europaweit höchsten Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch des Landes: beinahe 80 Prozent.

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Islands Hauptstadt Reykjavik war in der Geschichte auch Ort für neutrale Treffen zwischen Ost und West. Berühmt ist beispielsweise der Gipfel von US-Präsident Ronald Reagan und dem damaligen Sowjet-Führer Michael Gorbatschow im Jahr 1986. Vierzehn Jahre zuvor, 1972, trafen sich zudem der Amerikaner Bobby Fischer und der Russe Boris Spasski zum "Match des Jahrhunderts" um die Schachweltmeisterschaft, das Fischer überlegen gewann. Übrigens: Auch die letzten drei Jahre seines Lebens bis zu seinem Tod 2008 verbrachte das umstrittene Schachgenie Fischer auf Island.

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