Innere Kündigung In sechs Schritten zum Erfolg

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Damit die innere Kündigung überhaupt wirksam wird , müssen Sie Kollegen und Vorgesetzte sofort nach deren Erfolgung über diesen wichtigen Schritt informieren. Eine mehr oder minder formlose Mail reicht: "Liebe Kollegen, hallo Chef, mit Stichtag heute habe ich innerlich gekündigt. Damit stehe ich ab jetzt für Arbeit aller Art nicht mehr zur Verfügung und identifiziere mich auch nicht mehr mit unserem, halt: eurem Unternehmen. Verschont mich also mit Meetings oder Anweisungen. Ich hoffe, dass wir uns trotzdem nicht ganz aus den Augen verlieren. Ich bin meistens in der Kaffeebar, manchmal auch an meinem Schreibtisch, aber da werde ich ungern gestört. Freundliche Grüße."

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Gestalten Sie Ihren Arbeitsplatz um. Es sollte ganz deutlich werden, dass Sie zwar hier ein Büro haben, aber dass Sie es ab jetzt nicht mehr zum Arbeiten nutzen werden. Hängen Sie eine Dartscheibe auf, versehen Sie den Büropapierkorb mit einem Basketballnetz und kaufen Sie sich eine lustige Bürotasse mit einer Aufschrift wie "Außer Betrieb - Geduldsfaden gerissen", "So schlecht wie ich bezahlt werde kann ich gar nicht arbeiten" oder "Wir machen alles - entweder übermorgen oder später oder gar nicht." Legen Sie sich außerdem ein paar pflegeintensive Pflanzen zu. Besonders geeignet: Bonsai oder Orchideen. Auch Gummibäume sind fein, weil man da so schön immer die Blätter nass abwischen kann.

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Legen Sie sich außerdem noch ein paar andere Hobbies zu, die Sie gut an Ihrem Arbeitsplatz ausüben können . Nach Ihrer inneren Kündigung gilt es schließlich viel Zeit zu füllen. Pflanzen sind schon einmal nicht schlecht, aber Sie brauchen mehr. Stellen Sie Ihren Handyvertrag auf ein riesiges Datenvolumen um, so dass Sie auch Filme schauen oder sich um Ihren neuen Online-Shop kümmern können. Auch eine Modelleisenbahn, die Sie über die Jahre ausbauen, kann viel zur Steigerung der Stimmung im Büro beitragen. Und warum nicht mit dem Rauchen anfangen? Dann kommen Sie endlich auch mal wieder mehr an die frische Luft!

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Verteilen Sie ihre Arbeit neu. Eine erfolgreiche innere Kündigung bedeutet, dass Sie sich auch um Ihre Nachfolge kümmern. Sorgen Sie für eine reibungslose Übergabe und verteilen Sie alles, was bisher Sie gemacht haben, auf möglichst viele andere Schultern. Eine innere Kündigung kann nur dann vollständig sein, wenn Sie danach wirklich nicht mehr richtig im Unternehmen tätig sind, sondern nur noch körperlich anwesend.

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Dehnen Sie Ihre Pausen aus. Wer innerlich kündigt, sollte nicht mehr arbeiten. Das ist schließlich der Sinn der inneren Kündigung! Also: Sie kommen, sagen wir, um acht Uhr an. Dann packen Sie erstmal in Ruhe Ihr Frühstück und die Zeitung aus. Um halb zehn treffen Sie sich dann mit den Kollegen zum zweiten Frühstück, das Sie so lange ausdehnen, bis man schon mal gemütlich Richtung Kantine schlendern kann. Danach ist Zeit für ein Heißgetränk, und darauf folgt schon die Phase des Zusammenpackens und der Vorbereitung auf den Feierabend. Wenn Sie mit dem Rauchen angefangen haben, wird es natürlich noch einfacher.

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Lassen Sie sich nicht in Versuchung führen. Sie werden immer wieder in Situationen kommen, in denen es Sie förmlich in den Fingern juckt, doch wieder zu arbeiten: Ein neues Projekt, ein hilfesuchender Kollege, eine Aufgabe, die genau zu Ihren Kompetenzen passt. Bleiben Sie hart. Erinnern Sie sich immer wieder daran, warum Sie innerlich gekündigt haben. Wissen Sie es noch? Wenn es Ihnen allerdings partout nicht mehr einfällt, dann ist es vielleicht an der Zeit, Ihre innere Kündigung zurückzuziehen. Auch hier reicht eine formlose Mail: "Liebe Kollegen, ab heute bin ich wieder richtig da. Zieht euch warm an."

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