Index Elektromobilität Deutschland holt auf, USA mit Tesla-Schub

Im Bereich Elektromobilitäts-Technologie wertet Roland Berger die deutschen Autohersteller und Zulieferer jetzt als weltweit führend, gleich bewertet wie die Koreaner. Der Erfolg von Tesla gibt den USA einen Schub - ein Überblick.
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Deutschland holt auf: Im Bereich Technologie wertet Roland Berger die deutschen Autohersteller und Zulieferer jetzt als weltweit führend, gleich bewertet wie die bislang allein als Weltspitze geführten Koreaner. Was die Kunden angeht, ragen plötzlich die USA und Frankreich heraus. Sie haben ihre Werte im dritten Quartal 2013 jeweils um mehr als ein Drittel gesteigert – und das bislang führende Japan auf Platz drei zurück gedrängt.

Foto: Roland Berger
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Elektro wird billiger: Vor allem die deutschen und die japanischen Hersteller haben auf die bislang – Ausnahme Tesla – noch immer eher schwache Nachfrage nach Elektroautos reagiert. Sie senken ihre Preise (Nissan Leaf) oder bepreisen ihre Neuheiten schon zum Verkaufsstart aggressiv (BMW i3, VW Golf). Die Ausnahme kommt aus Wolfsburg: der XL1, das Ein-Liter-Auto. Der Vorzeigewinzling (48 PS Diesel-motor plus 27 PS Elektrounterstützung) soll für die symbolische Summe von 111 000 Euro angeboten werden; und das auch nur in einer Kleinserie von 250 Exemplaren.

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Noch keine Fortschritte: Kaum Kunden, dafür Verlust. Die Autokonzerne reagieren und senken ihre ohnehin schon bescheidenen Produktionsprognosen bis 2015 weiter. Egal ob Japan, Deutschland, Frankreich, China oder Südkorea – überall registrieren die Berater zumindest mittelfristig eine wachsende Skepsis der Hersteller. Lediglich in den USA dominiert die Zuversicht.

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Sanyo weit voraus: Nirgends zeigt der Index eine ähnliche Veränderung wie bei der Batteriezellenproduktion. Im vergangenen Quartal prognostizierten Berger und die Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen für den japanischen Sanyo-Konzern – die Tochter Panasonic beliefert unter anderem Toyota - bis 2015 einen Marktanteil von 25 Prozent. In der frischen Ausgabe liegt Sanyo indes schon bei 46 Prozent. Damit wären die Japaner mit weitem Abstand Marktführer. Deutschland liegt bei den Batteriezellen weiter weit zurück: Bosch ist nach dem Aus für das Joint Venture mit Samsung zunächst außen vor, und Daimler sucht gemeinsam mit Partner Evonik bereits nach einem Käufer für seine Batterie-Tochter Litec.

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USA – und dann lange nichts: Gerade einmal 5200 neu zugelassene rein batteriegespeiste und über Plugin-Hybride angetriebene E-Modelle hat das Kraftfahrt-Bundesamt in den zwölf Monaten bis Ende Juni 2013 in Deutschland registriert. In den USA waren es 15-mal so viele. Von einem wirklichen Boom zu sprechen, wäre indes auch für die Vereinigten Staaten zu früh: Der Anteil der Elektromobile am Gesamtmarkt liegt auch dort nur bei einem halben Prozent.

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