Heiße Häusermärkte Wo Amerika sich selbst nicht mehr leisten kann

Über die Standortwahl in den USA können auch die Immobilienpreise entscheiden. Im Silicon Valley ist Wohnraum kaum noch erschwinglich, anderswo sieht es besser aus.
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Am Immobilienmarkt von Las Vegas haben sich ziemlich viele verzockt - aber jetzt werden selbst dort wieder neue Rekorde gejagt. Im Juni kaufte der Magier David Copperfield eine neue Villa mit Kino und Nightclub für 17,6 Millionen Dollar. Inzwischen ist ein noch teureres Anwesen auf dem Markt. Der mittlere Preis von 203.800 Dollar für ein Haus laut der Onlinebörse Zillow liegt noch ein knappes Drittel unter dem Rekord von 2006.

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Als ärmste der großen US-Metropolen bringt Miami nicht viel Kaufkraft für den Immobilienmarkt auf - der Hauspreis von im Schnitt 235.500 Dollar wird vor allem von internationalem Fluchtkapital um 8 Prozent getrieben. Reiche Südamerikaner oder Asiaten sehen in Floridas Condos eine sichere Wertanlage. Immerhin sind die Apartments heute noch 22,8 Prozent billiger als vor der Immobilienkrise, die hier heftig wütete.

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Chicago ist maximal entfernt von den Immobilienmärkten, die als "hot coastal" eingestuft werden. Den Wert einer mittleren Immobilie der Midwest-Metropole beziffert die Zillow auf 198.200 Dollar - leicht über dem Landesdurchschnitt von 187.000 Dollar. Letzteres ist keine 5 Prozent mehr vom Allzeithoch des Jahres 2007 entfernt, bevor die Spekulationsblase platzte und die weltweite Finanzkrise auslöste.

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Die Autostadt Detroit ist und bleibt die billigste der großen US-Metropolen, Zillow misst aktuell 127.300 Dollar. Noch immer prägen Ruinen das Bild der weitgehend verlassenen und zwischenzeitlich pleite gegangenen Stadt. Offenbar hat der Abriss zehntausender Häuser, um das Überangebot zu beseitigen, Erfolg. Detroit nähert sich dem Vorkrisenniveau mit einem Abstand von nur noch 19 Prozent an.

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Weniger erschwinglich ist Washington: Rund um die Hauptstadt müssen Hauskäufer mit Kosten um 368.700 Dollar rechnen, wenn sie sich an die Zillow-Daten halten. Das sind noch 13,8 Prozent weniger als das Rekordniveau. Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen des Landes kommt der Markt nur noch stockend voran.

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Eine ähnliche Lage mit einem Preisrückstand von 13,1 Prozent zum Rekordhoch meldet New York. Die größte US-Metropole bleibt mit dem mittleren Hauswert von 386.800 Dollar angesichts der dort hohen Einkommen vergleichsweise erschwinglich. In exklusiven Stadtteilen wie Manhattan allerdings ist die Millionengrenze selbst für Durchschnitts-Apartments durchbrochen - und dort sind Immobilien so teuer wie noch nie.

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Sollte der Republikaner Donald Trump im November zum Präsident gewählt werden und seine Versprechen wahr machen, würde San Diego an der mexikanischen Grenze zur Mauerstadt. Ob es der Baukonjunktur hilft? Der Immobilienmarkt nähert sich mit einem Zillow-Index von 512.900 Dollar dem alten Hoch an, überhitzt ist er noch nicht.

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Weiter nördlich ist auch Los Angeles nur noch 5 Prozent vom Preisrekord des Sommers 2006 entfernt. Im Mittel müssen Hauskäufer hier 572.400 Dollar aufbringen.

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Ein günstiges Pflaster mit dem Zillow-Wert von 166.700 Dollar ist Atlanta. Für die Wirtschaftsmetropole des Südens zeigt Zillow einen Rückstand von 4,5 Prozent gegenüber dem Rekordhoch an.

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In der neuenglischen Hafenstadt Boston hat der Markt das wilde Auf und Ab der anderen Regionen in den vergangenen Jahren nie mitgemacht. Jetzt aber kostet Wohneigentum dort im Mittel 394.400 Dollar - ein moderater Anstieg, aber so viel wie noch nie. Mehrere weitere Metropolen haben die Rekordmarke bereits durchbrochen ...

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Seattle ist das im Vergleich zum Silicon Valley etwas günstigere IT-Mekka. Zillow misst in der Heimat von Amazon und Microsoft einen mittleren Hauspreis von 392.000 Dollar. Tendenz stark steigend, in zwölf Monaten sind Häuser dort um 11,8 Prozent teurer geworden.

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Selbst die texanischen Immobilienmärkte, in die aus dem landesweiten Spekulationsrausch und anschließenden Kollaps der 2000er Jahre mit bemerkenswerter Ruhe herausstachen, sind neuerdings "red hot": plus 12,1 Prozent für Dallas. Und das, obwohl die fallenden Ölpreise der dortigen Industrie Probleme bereiten. Immerhin sind die mittleren Hauspreise von 189.500 Dollar noch weit unter den anderswo gezahlten Summen.

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12,7 Prozent Plus auf Jahressicht verzeichnet der Immobilienmarkt der "Mile High City" Denver. 338.500 Dollar werden am Rand der Rocky Mountains jetzt für ein Haus fällig.

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Ebenfalls den Höchstwert der Immobilienblase von 2007 überschritten hat die Hipsterstadt Portland. Das Durchschnittshaus am Sitz von Nike kostet 330.800 Dollar. Das Plus von 14,8 Prozent gegenüber Mitte 2015 ist ein nationaler Spitzenwert. In dieser Hinsicht etwas bescheidener ist ausnahmsweise ...

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... der Großraum San Francisco mit dem angrenzenden Silicon Valley, dessen Boombranche so viel Geld ausschüttet, dass Normalverdiener kaum noch mithalten können. In der Stadt San Francisco kostet ein durchschnittliches Wohnhaus laut Zillow über 1,1 Millionen Dollar, in ausgewählten Silicon-Valley-Gemeinden sind es drei- bis viermal so viel. Auch die Mieten haben die Schallmauer von 4000 Dollar pro Monat längst durchbrochen. Und noch ist kein Ende des Wachstums in Sicht.

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