Hohe Strompreise Wie Firmen die Versorgung in die eigene Hand nehmen

Angesichts steigender Strompreise lohnt es sich für viele Firmen, Elektrizität selbst zu produzieren. Der Fantasie der Firmen sind dabei kaum Grenzen gesetzt - manager magazin zeigt einen Überblick.
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Mit Strom vom Dach will der Fischvermarkter Deutsche See seine Stromkosten senken. Das Unternehmen (im Bild: Energiemanager Knud Vormschlag) verbraucht die Elektrizität vollständig selbst.

Foto: Deutsche See Fischmanufaktur
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Auch das Alpincenter Wittenburg (Mecklenburg-Vorpommern) will sich bald zum Teil selbst aus einer 3,6-Megawatt-Solaranlage versorgen - und auf diese Weise Geld sparen.

Foto: Waggener Edstrom
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Der Kühlbedarf einer solchen Anlage ist immens: Im Innern der Halle herrschen stets minus zwei Grad Celsius, jede Nacht laufen die Schneekanonen.

Foto: Waggener Edstrom
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Christian Metje, der die Wittenburger Anlage gebaut hat, will bald ganze Gewerbegebiete mit eigenem Solarstrom versorgen.

Foto: manager magazin online
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Besonders eignet sich das Eigenverbrauchsmodell mit Solar für Supermärkte - ebenfalls aufgrund des hohen Energieverbrauchs der Kühlanlagen. Zahlreiche Ketten planen eine teilweise Selbstversorgung, dazu zählen Kaufland und Aldi.

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In den USA ist Wal Mart Vorreiter in Sachen Solarenergie. Mangels lukrativem Einspeisetarif in den meisten Staaten ist die Selbstversorgungs-Option dort bereits manchen Firmen eine Erwägung wert. In der Regel ist der Strom aus dem Netz aber so billig, dass es sich noch nicht lohnt, ihn zu ersetzen.

Foto: Walmart
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Ähnlich agiert Ikea, wie hier in New York.

Foto: Mark Lennihan/ AP
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Manche Untrenehmen wie Wal Marts Tochter Sams Club operieren auch mit Windkraft - der ökonomische Nutzen ist jedoch noch nicht gegeben.

Foto: Walmart
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Anders sieht es in Deutschland aus. BMW baut im Werk Leipzig vier Windräder. Die Elektrizität nutzt der Autobauer vor Ort vor allem für die Herstellung seiner Elektroautos. "Der Preis für den Windstrom liegt unter dem Preis für Industriestrom aus dem Netz", sagt ein BMW-Sprecher.

Foto: BMW AG
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Im Leipziger Werk von BMW ist zudem seit 2009 ein 3-Megawatt-Blockheizkraftwerk in Betrieb.

Foto: BMW
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Solche Anlagen sind der Klassiker, wenn Firmen in Deutschland ihren Strom selbst herstellen. Das Heizkraftwerk von Daimler am Standort Sindelfingen liefert seit 1960 Strom und Wärme. Zuletzt hat der Konzern die Anlage für 38 Millionen Euro modernisiert. Sie hat eine elektrische Nettoleistung von 24 Megawatt und deckt etwa 37 Prozent des Strombedarfs im Werk.

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Die Brauerei Warsteiner hat ein 2,3 Megawatt-Blockheizkraftwerk auf dem Firmengelände errichtet. Es deckt nach Firmenangaben 10 Prozent des Strombedarfs.

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Eine Dampfturbine, ein Dampfkessel sowie ein Blockheizkraftwerk (14 Megawatt) versorgen das Werk von Cargill in Krefeld. Dort erzeugt das Unternehmen Stärke für die Lebensmittelindustrie.

Foto: REUTERS
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Für die Papierfabrik in Schwedt an der Oder hat der Papier- und Verpackungshersteller Leipa 164 Millionen Euro in ein Kraftwerk mit 25 Megawatt elektrischer Leistung investiert. Darin verwertet Leipa auch auf dem Gelände anfallende Gewerbeabfälle.

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Der Chemiekonzern BASF gehört zu den Vorreitern bei der Selbstversorgung mit Strom und Gas. Am Stammsitz in Ludwigshafen erzeugt das Unternehmen die gesamte Menge Strom und Wärme selbst, die es für die Produktion benötigt.

Foto: BASF