Von Detroit bis Los Angeles Hauspreise in den US-Metropolen im Überblick

Die Häuserpreise steigen wieder kräftig in Amerika, fast so schnell wie vor der Krise. In manchen Städten ist Wohnen so teuer wie noch nie. Ein Überblick.
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Detroit ist zum Wohnen die billigste der US-Metropolen, was angesichts der größten kommunalen Pleite der Geschichte auch nicht überrascht. Immerhin erholt sich der Markt dank des Comebacks der Autostadt spürbar. Der meistbeachtete Immobilienindex Case-Shiller für März 2014 steht 15,4 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Online-Immobilienbörse Zillow beziffert den mittleren Hauspreis in Detroit für April auf 108.200 Dollar.

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Die von der seit langem siechen Schwerindustrie geprägte Metropole Cleveland hatte ähnlich wie Detroit keinen Anteil an der Immobilienpreisblase der 2000er Jahre, deshalb ging es auch weniger abwärts als anderswo. Trotzdem hat Cleveland den höchsten Anteil zwangsversteigerter Häuser. Die Stadt zeigt den geringsten Fortschritt unter den 20 Metropolen im Case-Shiller-Index, der Zillow-Wert stagniert bei 116.100 Dollar.

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In der Stahlmetropole Pittsburgh waren Häuser im März so teuer wie noch nie, ein leichter Rückgang im April brachte den Zillow-Preis auf 119.500 Dollar. Das architektonische Meisterwerk "Fallingwater" von Frank Lloyd Wright im Umland steht aber auch nicht zum Verkauf ...

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Als Hauptsitz des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble hebt sich Cincinnati etwas vom maroden "Rust Belt" in der Umgebung ab. Auch hier aber sind die Häuserpreise mit einem Schnitt von 131.000 Dollar moderat. Die Mieten sind auch noch vergleichsweise gering, steigen mit einem Plus von 7,8 Prozent aber schneller als anderswo.

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Insgesamt bekommt der Mittlere Westen wenig vom Immobilienboom an den Küsten mit. Für St. Louis meldet Zillow sogar einen Preisrückgang um 1,9 Prozent auf Jahressicht. 131.500 Dollar kostet ein mittleres Haus.

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Ähnlich unbeweglich zeigt sich der Markt in Indianapolis, der Heimat des Motorsports in den USA. Hier gab es keine Spekulationsblase, bis zur Höchstmarke muss man ins Jahr 2003 zurückrechnen. Die ist mit einem Hauspreis von 134.700 Dollar aber auch nur noch 7,7 Prozent entfernt.

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Günstige Preise gibt es auch in manchen Südstaaten, zumindest Florida ist im Unterschied zum Mittleren Westen noch schwer von der Immobilienkrise gezeichnet. Zwar sind die Zeltstädte der Obdachlosen auch im armen Tampa auf dem Rückzug. Der Zillow-Wert von 137.200 Dollar für ein mittleres Haus ist aber 37 Prozent geringer als auf dem Höhepunkt der Spekulationsblase im Sommer 2006.

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In Ohios Hauptstadt Columbus regiert als Gouverneur der Ex-Lehman-Banker John Kasich. Der Staat ist eine Hochburg der Zwangsversteigerungen. In Columbus selbst ist der Markt aber verhältnismäßig intakt, der Hauspreis war nie mehr als 5 Prozent über den heute im Mittel verlangten 139.600 Dollar.

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Die Südstaatenmetropole Atlanta zählt ebenfalls zu den erschwinglicheren Großstädten. Der Sitz von Coca-Cola, UPS und dem weltgrößten Flughafen gilt als Musterbeispiel für das Wuchern einer Stadt ins Umland. Trotz des üppigen Platzangebots bildeten die Immobilienpreise auch hier eine Blase. Eigenheime kosten im Mittel 140.300 Dollar.

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Kansas City ist an Zerstörungen durch Wirbelstürme gewöhnt. Eine wirtschaftlich verheerende Wirkung wie in den Küstenmetropolen hatte die Immobilienspekulation in der Prärie aber nicht. Die Häuserpreise sind mit 143.200 Dollar schon wieder leicht rückläufig.

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Dallas ist schon fast wieder im grünen Bereich, die dort gemessenen 143.900 Dollar sind zwar nahe am historischen Rekord, entsprechen aber auch nur 8,6 Jahresmieten. Die Ruhe am Immobilienmarkt verdankt die texanische Stadt den strengen Kreditregeln in dem Südstaat.

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Eher langsam steigen die Preise auch in Charlotte. Am Stammsitz der mit 45 Milliarden Dollar vom Staat geretteten Bank of America ist die Arbeitslosigkeit neuerdings zwar stärker rückläufig als anderswo. Zillow gibt den durchschnittlichen Hauspreis aber mit vergleichsweise bescheidenen 149.600 Dollar an.

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Immerhin 151.500 Dollar beträgt der Zillow-Index für San Antonio im April 2014, knapp unter dem im März markierten Rekord. Wahrscheinlich sind hier die bereits angesprochenen texanischen Kräfte am Werk, ebenso wie in ...

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... Houston: In der fünftgrößten US-Stadt kostet ein Haus im Mittel nur 154.700 Dollar, und das obwohl die hier ansässigen Öl- und Gaskonzerne für niedrige Arbeitslosigkeit und kräftige Immobiliennachfrage sorgen. Eher auf Luftschlösser gebaut ist ...

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... Orlando, Florida mit zahlreichen Vergnügungsparks. Dort fehlen mit 158.200 Dollar noch 40 Prozent zum vor der Krise erreichten Preisniveau. Die Achterbahnfahrt der Preise ist fast so dramatisch wie im Epizentrum der Krise ...

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Der aktuelle Case-Shiller-Index zeigt Las Vegas als Boomtown. Nirgendwo in den USA haben sich Häuser innerhalb der vergangenen zwölf Monate so stark verteuert wie hier: um 21 Prozent. Allerdings ging es zuvor auch nirgendwo so stark abwärts. Der im April von Zillow gemessene mittlere Hauspreis von 175.400 Dollar liegt zwar leicht über dem Bundesschnitt, aber immer noch 42,6 Prozent unter dem Höchstwert von 2006. Ob Käufer aus der Zeit der Spekulationsblase ihr Geld je wieder sehen?

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Chicago dagegen hat einen der am wenigsten dynamischen Immobilienmärkte der USA. Ein Haus in der Heimatstadt von Präsident Obama kostet laut Zillow 178.500 Dollar. Die Marktexperten der Online-Börse prognostizieren, dass die Preise in den kommenden zwölf Monaten um 1,1 Prozent sinken.

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Phoenix hatte als erste der von der Krise am heftigsten getroffenen Städte ein starkes Comeback, der Markt normalisiert sich aber weit von früheren Höchstständen entfernt. Ein Haus in der Wüstenstadt kostet 190.200 Dollar.

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Etwas zugkräftiger erscheint der Aufschwung in Miami, wo auch etliche internationale Investoren vor allem aus lateinamerikanischen Staaten den Markt beleben. Zum Glamour der Strandmetropole tragen auch Prestigeimmobilien wie die Villa von Al Capone bei, die aber deutlich mehr als die mittleren 190.300 Dollar kostet.

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Ein günstiges Pflaster im Vergleich zu den übrigen Ostküstenmetropolen ist der Großraum Philadelphia. Der Zillow-Index gibt den durchschnittlichen Hauspreis in der historischen Hauptstadt mit 192.100 Dollar an - aber vermutlich gilt das nicht für so extravagante Immobilien wie dieses an der Tolkien-Fantasiewelt orientierte "Hobbit House".

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Minneapolis hat Erfahrung mti einstürzenden Bauten wie der Autobahnbrücke über den Mississippi oder dem Baseballstadion Metrodome. Auch der Immobilienmarkt zeigt erneut Anzeichen von Schwäche, ist aber auch der teuerste im Mittleren Westen: Der Zillow-Index beträgt 197.100 Dollar. Im Süden erreicht den höchsen Wert ...

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... die texanische Staatshauptstadt Austin mit 220.200 Dollar, nur knapp unter dem im März erreichten Rekord. Die Arbeitslosigkeit erreicht mit einer Quote von 4,4 Prozent einen Tiefstwert für alle großen US-Metropolen. Der hohe Studentenanteil und die große Kreativszene sorgen wohl auch für eine besonders starke Dynamik des Mietmarkts.

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Baltimore ist eher von langsamem Niedergang als dem Platzen eines spektakulären Booms gezeichnet. Die Immobilienpreise in der Ostküstenstadt sanken zuletzt auf 233.300 Dollar, Zillow sagt mit minus 1,5 Prozent den landesweit stärksten Preisrückgang bis April 2015 voraus.

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Denver am Rand der Rocky Mountains ist als "Mile High City" bekannt, was wohl nicht als Anspielung auf die neuen liberalen Drogengesetze in Colorado gedacht war. Auch die Immobilienpreise steigen langsam, aber stetig auf Höchstwerte. Ein Haus kostet 248.000 Dollar, so viel wie noch nie.

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In Portland am Fuß des Vulkans Mount St. Helens hat der Immobilienmarkt im vergangenen Jahr schon die Hälfte des Rückstands aufgeholt. Für ein mittleres Haus muss man hier 266.600 Dollar berappen. Für die Lebensqualität in Oregon und die Lage an der Westküste ist der Wert jedoch außergewöhnlich niedrig.

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267.500 Dollar misst Zillow im Großraum Riverside/San Bernardino. Das "Inland Empire" lockte vor der Immobilienkrise gut vier Millionen Pendler in die Wüste östlich von Los Angeles - bis die Blase platzte. Die Arbeitslosenquote von 9,4 Prozent ist die höchste aller großen Metropolregionen. Die Häuserpreise stiegen laut Zillow binnen Jahresfrist um 22,4 Prozent aus ihrem Tal, damit fehlt noch ein Drittel zum Spitzenwert. Für dieses Jahr sehen die Zillow-Experten hier das größte Potenzial für eine weitere Erholung.

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Sacramento im Central Valley ist für San Francisco das, was das Inland Empire für Los Angeles ist: eine Zuflucht der Verzweifelten, wo die Immobilienkrise besonders heftig tobte. Der Zillow-Index von 311.900 Dollar zeigt mit plus 16,5 Prozent seit April 2013 eine besonders starke Erholung des Marktes in der kalifornischen Hauptstadt an, liegt aber noch 29,5 Prozent vom Rekord des Jahres 2005 entfernt.

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Seattle im Nordwesten zählt ebenfalls zu den Märkten, wo es aktuell stark aufwärts geht, im Case-Shiller-Index ist die Heimat von Boeing und Microsoft auf Monatssicht besonders stark im Plus. Zillow gibt den mittleren Hauspreis mit 323.000 Dollar an.

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Rund um die Hauptstadt Washington flacht der Boom schon wieder ab. Die Mieten in der landesweit reichsten Stadt sind sogar rückläufig - eine Ausnahmestellung unter den 35 größten Städten. Ein mittleres Haus kostet aktuell 347.500 Dollar.

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Zu den teureren Pflastern mit 352.800 Dollar zählt auch die neuenglische Hafenstadt Boston. Hier liegt der Markt, der ohnehin kaum von der Krise gebeutelt wurde, nur 8,3 Prozent im Minus. Laut der Prognose von Zillow wird der Rückstand allerdings bis Mitte 2015 so groß bleiben.

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Der "Immobilien-Porno" in Spitzenlagen Manhattans zeigt ein anderes Bild, doch insgesamt ist New York die einzige Stadt im Case-Shiller-Index mit Preisrückgang auf Monatssicht. Der mittlere Kaufpreis von 369.400 Dollar ist immer noch hoch genug, um New York zu einer Mieterstadt zu machen, obwohl auch die mittlere Wohnungsmiete von 2311 Dollar nicht ganz billig ist. Noch teurer ist es nur in Kalifornien.

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Die Marinebasis San Diego an der mexikanischen Grenze boomt schon wieder, der Zillow-Index von 453.700 Dollar ist noch 15,9 Prozent vom Höchststand entfernt. Stärker ist der Boom weiter nördlich.

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In Los Angeles kosten Eigenheime kosten sogar 516.700 Dollar, da erscheinen selbst Monatsmieten von 2365 Dollar schon wieder vergleichsweise attraktiv. Die südkalifornische Großstadt hat inzwischen sogar New York als wertvollster Immobilienmarkt der USA abgelöst.

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Richtig teuer ist es in der Boom-Area San Francisco. Dort sind die Hauspreise (668.200 Dollar) und Mieten (2735 Dollar) bereits wieder stark gestiegen. Dass das Vorkrisenniveau von 2006 nur noch 5,6 Prozent entfernt ist, empfinden viele Anwohner schon nicht mehr als gesund. Zahlungskräftige IT-Riesen wie Google und Twitter haben jetzt mit Problemen wie Straßen- und Busblockaden zu kämpfen. Das eigentliche Silicon Valley reicht ihnen als Markt nicht mehr aus ...

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Die Miete im Großraum San Jose von 2893 Dollar im Monat ist landesweit die höchste und steigt auch noch am schnellsten. Trotzdem kann sich glücklich schätzen, wer im Valley ein Mietobjekt findet. Denn der mittlere Kaufpreis von 777.700 Dollar schlägt alle Rekorde. Das entspricht 22 Jahresmieten oder 10 mittleren Jahreseinkommen.

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Den Markt verzerren vor allem die IT-Konzerne, die für die Unterbringung ihrer Beschäftigten jeden Preis zahlen. Jetzt mischen sie auch noch den Gewerbeimmobilienmarkt mit spektakulären Neubauten von Konzernzentralen wie der von Apple in Cupertino auf.

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