Waschmittel, Hosen, Skateboards Die größten Fehlkonstruktionen der Geschichte

Produktinnovationen sind ein Risikogeschäft - das musste erst jetzt wieder Samsung mit dem Note 7-Flop schmerzhaft erfahren. manager-magazin.de stellt einige der größten Produktflops und Fehlkonstruktionen der Geschichte vor.
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Das Galaxy-Note-7-Desaster , das den Hersteller Samsung nach gescheiterten Nachbesserungsversuchen nun komplett zur Einstellung des Modells bewog, ist eines der spektakulärsten Produktversagen der vergangenen Jahre. Hier sehen Sie das verbrannte Exemplar des Flugpassagiers Brian Green. In internationalen Industriegeschichte gibt es noch eine ganze Reihe von spektakulären Fehlschlägen ...

Foto: HANDOUT/ REUTERS
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Die Vasa (oder Wasa) war eines der größten und am stärksten bewaffneten Kriegsschiffe ihrer Zeit. Dumm nur, dass die Konstrukteure zwar ordentlich Wert auf Prunk und Protz legten - auf Statik und Stabllität allerdings weniger. Die Konsequenz: Das gute Stück, das heute in einem Museum im Stockholm bewundert werden kann, sank bereits nach 1300 Metern Fahrtstrecke bei seiner Jungfernfahrt - und nahm bis zu 50 Mann Besatzung mit in die Tiefe.

Foto: Anders Wiklund/ ASSOCIATED PRESS
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Eine weitere Innovation, die komplett nach hinten losging, war das 1994 von Unilever zum Beispiel auf den britischen Markt gebrachte Spezial-Waschmittel "Persil Power" . Der Konsumgüterhersteller hatte viel Forschung und Geld in die Innovation gesteckt, die Dank eines neuen Wirkstoffs sowohl Bunt- als auch Weißwäsche schon bei niedrigen Temperaturen gut sauber bekommen sollte. Allerdings stellte sich die Lancierung für Unilever als Debakel heraus: In Kombination mit bestimmten Textilfarben bei höheren Temperaturen nahm die mit dem neuen Waschmittel gewaschene Wäsche Schaden - ein Szenario, das Unilever nicht getestet hatte. Konkurrent Henkel hingegen ist mit seinen zahllosen Persil-Produkten in Deutschland (im Bild: Persil Universal) sehr zufrieden.

Foto: DPA
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Die von dem berühmten Architekten Sir Norman Foster gestaltete Londoner Millennium Bridge ist ein weiteres Beispiel für ein Produktversagen. Bei ihrer Einweihung im Jahr 2000 wackelte die Brücke so, dass sie im Volksmund die "Wobbly Bridge" genannt und kurz darauf für die Öffentlichkeit wieder geschlossen wurde. Nach einer Verstärkung wurde sie erst zwei Jahre später wieder für das Publikum freigegeben - und hat seitdem in mehreren Filmen unter anderem in "Harry Potter" mitgespielt, wo sie - angesichts ihres Imgages wenig erstaunlich - einbricht.

Foto: DPA
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Auch der Sportswear-Konzern Lululemon musste bereits Erfahrungen mit Produktfehlgriffen machen. Diese waren zwar weniger teuer als bei Unilever - dafür nicht weniger peinlich. So erwiesen sich 2013 Jogahosen der Marke als so durchsichtig, dass der Konzern sich zu einem Rückruf genötigt sah.

Foto: imago
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Auch die Marke Segway hat schon so einige Male bei Neuentwicklungen daneben gegriffen. Zuletzt musste das Unternehmen - wie neun andere Hersteller auch - mehr als 500.000 Hoverboards - einer Art elektrisch betriebene Skateboards mit zwei Rädern - wegen Brand- und Explosionsgefahr zurückrufen. Die Akkus der geräte explodierten vor allem beim Ladevorgang. Grund war häufig ein unzureichender Überladungsschutz.

Foto: TIMOTHY A. CLARY/ AFP
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Tesla Model S

Immer wieder in die Schlagzeilen gerät auch das Elektroauto Model S des US-Herstellers Tesla. Zuletzt bekannt geworden ist der Fall eines Fahrzeugs, das bei einer Probefahrt im August in Frankreich in Brand geraten ist. "In weniger als einer Minute ist das Auto in Flammen aufgegangen und nach fünf Minuten war es vollkommen zerstört", sagte der Fahrer der Tageszeitung "Sud-Ouest". Die Insassen konnten sich retten.

Schon 2013 waren mehrere Model S in den USA in Brand geraten. Damals hatten offenbar Gegenstände auf der Fahrbahn die Batterien im Boden des Fahrzeugs beschädigt. Tesla verstärkte daraufhin den Boden der Karosserie.

Foto: AP / Tennessee Highway Patrol
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Airbus: Probleme mit der Verkabelung des Hoffnungsträgers A380 rissen Airbus im Jahr 2006 in eine tiefe Krise - und sorgten dafür, dass Giftpfeile zwischen den Airbus-Standorten Hamburg und Toulouse hin und her schossen. Inzwischen sind die Verkabelungsprobleme gelöst - der Airbus ist zehn Jahre später aber nicht mehr der Hoffnungsträgers. Das Interesse der Airlines an dem Riesenvogel ist eher mau.

Foto: Master Films / P. Masclet / Airbus
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Im Januar 2013 war bei einem Dreamliner der japanischen Fluggesellschaft JAL nach der Landung in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts ein Feuer ausgebrochen. Eine Woche später musste eine Boeing 787 der japanischen ANA wegen eines Brands auf einem japanischen Inlandsflug notlanden - Brandursache waren offenbar defekte Batterien (Bild). Die US-Luftfahrtbehörde verhängte damals zeitweise ein weltweites Flugverbot für alle im Einsatz befindlichen 50 Dreamliner.

Foto: AP/dpa