Hitliste von Goldman Sachs Welche Aktien von höheren Zinsen profitieren

Sollte die Fed die US-Leitzinsen anheben, nennt Goldman Sachs schon einmal vorsorglich 10 Aktien, die davon profitieren könnten - und 10 Papiere, die darunter möglicherweise leiden.
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Kommt die Leitzinserhöhung in den USA?
Das weiß auch Goldman Sachs nicht. Aber man bereitet sich bei dem Investment-Riesen darauf vor und hat bereits Aktien identifiziert, die von einer Zinserhöhung profitieren könnten. Und jene Papiere, die möglicherweise darunter leiden würden.
Ein Arbeitspapier von Goldman-Sachs-Chefanalyst David Kostin und seinem Team listet diese Aktien auf, berichtet Bloomberg.

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Kostin verantwortet das globale Investment-Research des Hauses. Welche Eigenschaft Unternehmen aufweisen müssen, um auf der Gewinnerliste zu landen?
Unter anderem ihre Fähigkeit, mit den dann höheren Kreditkosten umzugehen. Denn steigen die Leitzinsen, steigen auch die Zinsen, die Banken für Darlehen in Rechnung stellen. Je mehr solcher Kredite ein Unternehmen also braucht, umso belastender wäre eine Zinsanhebung für sie.

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Die Tops: Goldman nennt jene Unternehmen, die sich angesichts einer Zinserhöhung zurücklehnen können, wenig kreativ „quality stocks“, Qualitätsaktien. Nötig war dazu eine Menge „number-crunching“, das Studium einer Reihe von Zahlen. Kostin und sein Team heraus, dass Aktien mit starken Bilanzen in den ersten drei Monaten nach einer Zinsanhebung deutlich kräftiger zulegten als der Durchschnitt der Wertpapiere. Im Schnitt 5 Prozent mehr war in den Monaten nach den Zinssteigerungen von 1994, 1999 und 2004 drin.
Zu diesen geadelten Papieren gehören die Schnellrestaurantkette Chipotle, der Discounter-Gemischtwarenladen Dollar Tree, das Getränkeunternehmen Pepsi, das Pipeline-Unternehmen Kinder Morgan, der Investment-Riese Blackrock und die Internet-Ikonen Google und Oracle sowie Apple. Dazu kommen die Buchungsseite Priceline sowie die Bank Wells Fargo.

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Die Flops: Die Kehrseite der Untersuchung machen jene Aktien aus, die Goldman lieber vermeidet. Es sind jene Firmen mit einem hohen Anteil an Schulden mit einem Zinssatz, der sich am Leitzins orientiert, formuliert Bloomberg. Deren Kosten würden sich im Fall einer Zinsanhebung verteuern.
Zu ihnen gehören unter anderem die Internet-Plattform Ebay, Pepsis Konkurrent Coca Cola, das Burger-Unternehmen McDonalds und das Öl-Haus Chevron. Dazu werden das Gesundheitsunternehmen Johnson & Johnson, das Pharma-Haus Allergan und der Saatgut-Produzent Monsanto genannt, ebenso die beiden Autoriesen Ford und General Motors. Und zusätzlich Apple …

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Ist Ihnen etwas aufgefallen? Apple findet sich auf beiden Listen. Eine Erklärung, warum sich eine Aktie auf einer Verlierer- und einer Gewinneraktie gleichermaßen findet, wird nicht geliefert. Allerdings kann ein Unternehmen eine starke Bilanz haben - und ebenso ein höheres Maß an leitzinsabhängigen Krediten. So wie Apple, die in Cash schwimmen. Und eben auch zinsabhängige Schulden, wie Fondsmanager David Schawel erklärt.

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