Deutsche Konzerne mit Gewinnrekord Das sind die Größten im Dax

Ungeachtet des historischen Verlusts von Eon: Die Dax-Konzerne haben im vergangenen Jahr so viel verdient wie noch nie. Das Ranking der Unternehmensberatung Ernst & Young zeigt die Größten in verschiedenen Kategorien.
1 / 11

Die 30 Konzerne im Dax verdienen so viel wie noch nie. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) ist 2016 laut einer Übersicht der Unternehmensberatung Ernst & Young um 25 Prozent auf gut 114 Milliarden Euro gestiegen. Etwas überraschend, blickt man auf Eon-Chef Johannes Teyssen, der einen historischen Verlust von 16 Milliarden Euro (als Ebit immerhin nur 411 Millionen) verbuchte.

Foto: Rolf Vennenbernd/ picture alliance / dpa
2 / 11

Aber Eon steht nicht für die Gesamtheit der Konzerne. Da laufen einige gut geölte Gewinnmaschinen, allen voran Daimler mit operativ 12,9 Milliarden Euro Überschuss.

Foto: dpa
3 / 11

Am meisten verbessert hat sich die Deutsche Bank mit plus 87 Prozent. Das wirkt etwas paradox, hat das größte Geldhaus des Landes doch immer noch einen hohen Verlust vorzuweisen. Als Ebit waren es minus 810 Millionen Euro, also noch mehr als Eon.

Foto: Getty Images
4 / 11

Gewinne schwanken auf und ab, als Maßstab für Größe von Unternehmen wird oft der stabilere Umsatz genommen (der allerdings für Finanzkonzerne keine sinnvolle Kategorie darstellt). Da ist Volkswagen mit 217 Milliarden Euro die unbestrittene Nummer eins - wie so oft, auch nach Zahl der Beschäftigten (601.443) oder Ausgaben für Forschung und Entwicklung (11,5 Milliarden Euro) kann den Wolfsburgern keiner das Wasser reichen.

Foto: Stringer/ REUTERS
5 / 11

Die Umsatzdynamik ist am größten beim Wohnungskonzern Vonovia. Der legte auch dank seiner aggressiven Expansion zum größten Vermieter des Landes um ein Drittel auf 3,4 Milliarden Euro zu.

Foto: Bernd Thissen/ dpa
6 / 11

Den stärksten Rückgang hatte der Chemieriese BASF mit minus 18 Prozent auf 57,6 Milliarden Euro Umsatz zu verbuchen. Durchaus gewollt, dahinter steht unter anderem die Trennung vom margenschwachen Gasnetzbetreiber Wingas, der an die russische Gazprom ging.

Foto: Z1022 Patrick Pleul/ dpa
7 / 11

Das größte Beschäftigungsplus weist der Baustoffkonzern Heidelbergcement mit einem Zuwachs von 33 Prozent auf 60.424 Mitarbeiter aus. Dabei handelt es sich wohl weniger um Neueinstellungen, als die durch die Übernahme des Wettbewerbers Italcementi eingekauften neuen Kollegen.

Foto: HeidelbergCement
8 / 11

Auf der anderen Seite gibt es durchaus eine Reihe von Dax-Konzernen, die weiterhin Personal abbauen, darunter auch Gewinnmeister wie Daimler oder Allianz. Die Deutsche Telekom steht nach einem Rückgang um 3 Prozent auf 218.341 Mitarbeiter nur noch auf Rang sieben der größten Arbeitgeber im Dax.

Foto: Jens Wolf/ picture alliance / dpa
9 / 11

Dieser verhältnismäßig wenig bekannte Manager verwaltet den mit Abstand größten Schatz: Als Finanzvorstand von natürlich Volkswagen verfügt Frank Witter über flüssige Mittel in Höhe von 27,2 Milliarden Euro. Einbruch zwecklos: Die Bargeldreserven darf man sich in diesem Zusammenhang nicht als Scheine und Münzen vorstellen.

Foto: DPA
10 / 11

Über den größten Zuwachs an flüssigen Mitteln (plus 81 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro, immerhin Rang 6) durfte sich der Energiekonzern RWE freuen, der mit dem Börsengang der Ökostrom- und Netztochter Innogy im Oktober gleichzeitig seinen Chef Peter Terium loswurde und die eigene Kasse füllte. Am anderen Ende der Skala schmolz die Reserve von Vonovia um die Hälfte auf 1,5 Milliarden Euro. Übernahmen kosten eben Geld.

Foto: KAI PFAFFENBACH/ REUTERS
11 / 11

Unter den größten Forschern investierten vor allem der Pharmakonzern Merck (plus 16 Prozent auf knapp 2 Milliarden Euro) und der Autozulieferer Continental (plus 15 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro) mehr in die Zukunft. Eon hingegen speckte sein Budget um 30 Prozent ab.
Quelle: Ernst & Young

Foto: Merck