Auto-Salon Die wichtigsten Autopremieren in Genf

Kühne Konzeptautos, PS-starke Sportwagen: Auf dem Genfer Autosalon, der in Kürze startet, fährt die Branche traditionellerweise schweres Geschütz auf. Diesmal gesellen sich aber auch einige schicke Kleinwagen-Neuauflagen dazu. Die spannendsten Auto-Neuvorstellungen in der Vorschau.
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McLaren 650S: Für solche Premieren ist der Genfer Autosalon, der am 6. März seine Pforten öffnet, berühmt: Der britische Sportwagenhersteller McLaren findet offenbar Gefallen am Verkauf rasanter Zweisitzer. Ein Jahr nach dem Debüt des Karbon-Hybrid-Modells P1 debütiert diesmal auf dem Autosalon in Genf der 650 S, ein kompakter Renner mit 3,8-Liter-Biturbo-V8-Motor der 650 PS besitzt und den Wagen in 3,0 Sekunden von 0 auf Tempo 100 beschleunigt. Das Chassis besteht aus Karbon, es gibt verstellbare Aerodynamik-Elemente, Keramikbremsen, Mischbereifung. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 333 km/h erreicht.

Foto: McLaren
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Lamborghini Huracán: Da will die Konkurrenz aus Italien nicht nachstehen: In Genf tritt ein neuer Supersportwagen von Lamborghini an, das Modell Huracán als Nachfolger des Gallardo, des bislang meistgebauten Typs der Marke (14.022 Exemplare). Kernzelle des neuen Coupés ist ein Chassis aus Karbon und Aluminium, in dem ein neues 5,2-Liter-V10-Triebwerk mit einer Leistung von 610 PS sitzt. Bei einem Trockengewicht von 1422 Kilogramm bekommt es jede PS mit weniger als zweieinhalb Kilogramm zu tun. Die Fahrleistungen: 325 km/h Spitze, von 0 auf Tempo 100 in 3,2 Sekunden. Der Normverbrauch liegt bei 12,5 Liter je 100 Kilometer.

Foto: Lamborghini
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Ferrari California T: Die italienische Sportwagenmarke stellt in Genf die überarbeitete Version des Hardtop-Cabriolets Ferrari California vor. Herzstück des Sportwagens ist ein neuer V8-Turbomotor mit, laut Ferrari-Pressetext, dem "mitreißendsten Klang, der jemals aus einem Turbo ertönt ist". Es wird also laut. Und schnell. Der 3,9-Liter-Benzindirekteinspritzer leistet 560 PS und beschleunigt das Auto in 3,6 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Der Turbo komme zu Einsatz, teilen die Verantwortlichen in Maranello mit, um Verbrauch und CO2-Ausstoß zu drosseln. Die offiziellen Werte: 10,5 Liter je 100 Kilometer und 250 Gramm CO2 je Kilometer.

Foto: Ferrari
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Audi TT: Doch auch die Deutschen haben eine waschechte Sportwagen-Premiere in petto: Die große Weltpremiere der Ingolstädter Autobauer auf dem Salon in Genf ist die dritte Generation des Sportwagens TT. Während die technischen Details erst bei der Enthüllung auf dem Messestand bekannt gegeben werden sollen, teilt Audi vorab bereits mit, dass sich die Linienführung des neuen Modells wieder stark am Ur-TT von 1998 orientiert, das längst als Design-Ikone gilt. Die größten Neuerungen dürften im Innenraum zu finden sein, wo eine komplett neue Instrumententafel installiert ist, die "von oben gesehen der Tragfläche eines Flugzeugs" ähnlich sehe, wie Audi mitteilt.

Foto: Audi
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Honda Civic Type-R Concept: Aufsehenerregende Konzeptautos dürfen in Genf traditionell nicht fehlen. Ein wilder Heckspoiler, weit ausgestellte Radhäuser und gleich vier Auspuff-Endrohre in der als Diffusor ausgeformten Heckschürze - Honda setzt beim Autosalon in Genf voll auf einen steigenden Adrenalinpegel. Dabei wird dort erst einmal ein Konzeptauto ausgestellt. Der serienmäßige Civic Type-R, also das sportliche Flaggschiff der Kompaktwagenbaureihe, wird erst im kommenden Jahr an den Start rollen. Bis dahin gilt: Die markig gestylte Studie genießen und rätseln, welche Details es wirklich bis ins Serienmodell schaffen werden.

Foto: Honda
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Hyundai Intrado: Diese Weltpremiere des Autosalons in Genf wird ganz sicher Diskussionen auslösen. Sieht dieser Wagen gut aus? Was sollen die vielen Ecken und Kanten? Ist das die Zukunft? Für Hyundai ist die Antwort klar: Das Konzeptauto Intrado zeige, wie zukunftsweisende Technik, intelligentes Design und größtmöglicher Passagiernutzen miteinander kombiniert werden können. Technisch zeichnet sich das Auto durch modernen Leichtbau und eine neue Generation des Brennstoffzellenantriebs inklusive einer 36 kWh Lithium-Ionen-Batterie aus.

Foto: Hyundai
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Rinspeed Xchange: Die in Genf erstmals gezeigte Studie der Schweizer Design- und Prototypen-Firma Rinspeed soll das Thema "Autonomes Fahren" aus Sicht der Autoinsassen erörtern. Um zu zeigen, was in Zukunft alles möglich sein könnte, gibt es im Xchange eine komplett neue Sitzanlage, die mehr als zwanzig verschiedene Konfigurationen erlaubt. Dazu gibt es ein neuartiges Multifunktions-Lenkrad das sich in der Armaturenbrett-Mitte "parken" lässt sowie ein futuristisches Bedien- und Infotainmentsystem. Als Gesamtfahrzeug dürfte der Xchange noch lange Zukunftsmusik bleiben, manche Details jedoch könnten schon bald in Serie gehen.

Foto: Rinspeed
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Renault Twingo: Neben den PS-starken Boliden und Konzeptautos gibt es auch eine Reihe spannender Kleinwagen-Premieren zu sehen - wie etwa die Neuauflage eines kleinen Franzosen. Die erste Generation des Twingo setzte 1993 ein Ausrufezeichen in der Kleinwagenwelt, die zweite Generation ab 2007 blieb blass – und jetzt feiert in Genf die rundum ungewöhnliche dritte Generation Weltpremiere. Der neue Twingo ist ein 3,60 Meter langer Fünftürer mit Heckmotor und Hinterradantrieb, der sich die technische Plattform mit den kommenden Smart-Modellen teilt. Das neue Konzept des Autos macht den Innenraum vergleichsweise geräumig; Details zu den Motoren oder Preisen gibt es noch nicht. Fest steht jedoch, dass der Twingo zunächst in lediglich vier Farben bestellbar ist: gelb, rot, hellblau und weiß.

Foto: Renault
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Peugeot 108: Auf dem Autosalon debütiert das neue Kleinwagen-Trio aus Toyota Aygo, Citroën C1 und Peugeot 108. Letzterer fährt als Fünf- und Dreitürer vor; die dreitürige Variante zeichnet sich durch eine zweifarbige Karosserie und ein großes Stoffschiebedach aus. Als Antrieb kommen ausschließlich Dreizylindermotoren zum Einsatz. Das 3,47 Meter lange Stadtmobil wiegt in der leichtesten Variante 840 Kilogramm und verfügt über ein Ladevolumen von 180 bis 750 Liter. Wem der Autoknirps noch immer zu unübersichtlich ist: eine Rückfahrkamera kann dazu bestellt werden.

Foto: Peugeot
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Opel Adam Rocks: Die Rüsselsheimer GM-Marke stellt in Genf eine neue Variante der Kleinwagenbaureihe Adam vor, das Modell Rocks. Der Kleinwagen macht auf Geländegänger, die Karosserie wurde um eineinhalb Zentimeter höher gelegt, es gibt rundum schwarze Plastikplanken und im Dach ist ein elektrisch zu betätigendes Faltschiebedach integriert. Neu aus technischer Sicht ist ein 1-Liter-Dreizylinder-Benziner mit Direkteinspritzung und Turboaufladung, der 115 PS entwickelt und das erste Aggregat einer neuen Ottomotorenfamilie ist. Der Verbrauch soll bei 4,3 Liter je 100 Kilometer liegen. Die Produktion des Autos im Werk Eisenach wird im August beginnen.

Foto: Opel
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Citroën C4 Cactus: Mit dem fünfsitzigen Kompaktauto, das auf dem Autosalon in Genf Publikumspremiere feiert, versucht sich die französische Marke an einer Neuausrichtung. Simpel, clever und sympathisch soll das Auto auftreten. An den Flanken trägt die Karosserie mit Luftkissen gefüllte Kunststoffplanken, drinnen gibt es durchgehende Frontsitze und eine flache Armaturentafel mit einem enormen Handschuhfach. Letzteres wurde möglich, weil der Beifahrerairbag erstmals im Dachhimmel untergebracht wurde. In Deutschland wird der C4 Cactus ab September auf die Straßen kommen, in der Basisversion für "unter 15.000 Euro".

Foto: Citroen
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Ford Focus: Es sind nicht nur ein paar Design-Retuschen, mit denen der Ford Focus renoviert wurde, sondern in Genf steht ein grundlegend modernisiertes Auto. Im Interieur wurde das Bedienkonzept überarbeitet und die Zahl der Knöpfe und Tasten reduziert, zudem gibt es eine neue Sprachsteuerung. Unter der Haube stecken neue 1,5-Liter-Benziner (150 oder 180 PS) und -Diesel (95, 105 oder 120 PS), deren Verbrauch um bis zu 19 Prozent gegenüber der bisherigen Motorisierung sinkt. Ebenfalls neu ist ein Parkassistent, der das Auto nun auch in Parkboxen manövriert, die quer zur Fahrtrichtung angeordnet sind.

Foto: Ford
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BMW 2 Active Tourer: In Genf steht erstmals ein BMW, der in jeder Hinsicht neu ist: Das Auto ist ein Kompaktvan, verfügt über Vorderradantrieb und unter der Haube sitzt ein quer eingebauter Dreizylinder-Benzinmotor. Zudem gibt es wohl keinen anderen BMW mit einem derart variablen Innenraum. Die Rückbank lässt sich in Längsrichtung verschieben, die dreigeteilte Rücksitzlehne kann mehrfach verstellt werden und das Kofferraumvolumen reicht je nach Konfiguration des Fondgestühls von 468 bis 1510 Liter. Der Einstiegspreis für die neue Baureihe soll "unter 30.000 Euro" liegen.

Foto: BMW
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Skoda Octavia Scout: Outdoor-Optik liegt offenbar weiterhin im Trend – jedenfalls stellt die tschechische VW-Tochter Skoda in Genf den neuen Octavia Scout vor, einen Mittelklasse-Kombi, der aussieht, als sei er für die Pfadfinder-Freizeit konzipiert: schwarze Planken auf Stoßfängern, Flanken und an den Radhäusern. Hinzu kommen 3,3 Zentimeter mehr Bodenfreiheit, 17-Zoll-Aluräder und dazu ein Allradantrieb. Als Motorisierungen werden ein Benziner mit 180 PS sowie zwei Diesel mit 150 und 184 PS angeboten.

Foto: Skokda
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Peugeot 308 SW: Erst vor einem halben Jahr startete das neue Kompaktauto Peugeot 308, nun legt die französische Marke mit der Kombivariante 308 SW nach, die auf dem Autosalon in Genf debütiert. Das 4,58 Meter lange Auto bietet bereits bei Normalstellung der Rücksitze ein Kofferraumvolumen von 610 Liter (VW Golf Variant: 605 Liter). Um den Laderaum zu vergrößern, lässt sich die geteilte Rücksitzlehne vom Kofferraum aus umklappen. Die Motorenpalette entspricht im Wesentlichen der des fünftürigen Modells, der Verkaufsstart wird noch im Frühjahr erfolgen.

Foto: Peugeot
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Qoros Q3: Allmählich kommt die chinesische Marke Qoros in Schwung. Nach der Premiere der neuen Marke im vergangenen Jahr in Genf mit der kompakten Limousine Qoros 3 zeigt das Unternehmen nun die fünftürige Schrägheckvariante. Das Design stammt abermals vom deutschen Chefkreativen der Marke, Gert Volker Hildebrand. Als Motorsierungen stehen 1,6-Liter-Benziner mit und ohne Turboaufladung zur Wahl (126 und 156 PS). Ab Mitte des Jahrs soll das rund 4,40 Meter lange Kompaktauto in China angeboten werden.

Foto: TMN
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Audi S3 Cabrio: Wohin soll das alles noch führen könnte man sich fragen angesichts der Premiere des Audi S3 Cabriolets in Genf. Der offene Viersitzer ist mit einem 2-Liter-Benzindirekteinspritzer-Turbomotor bestückt, der 300 PS leistet und den Wagen in 5,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100 beschleunigt. Ein in sich widersinniges Fahrzeug, denn der eigentliche Charme des Cabriofahrens besteht ja im elegant-erfrischenden Flanieren über malerische Landstraßen. Hier aber geht es mal wieder um nichts als Sportlichkeit. Das Stoffverdeck übrigens lässt sich per Knopfdruck binnen 18 Sekunden öffnen oder schließen. Das Allradauto wird ab Sommer ausgeliefert, und zwar zum Preis von 48.500 Euro.

Foto: Audi
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BMW 4er Gran Coupé: Die Münchner Autobauer fächern das Angebot immer weiter auf. In der neuen 4er-Baureihe debütiert in Genf – nach Coupé und Cabrio – nun die dritte Karosserievariante, das Gran Coupé. Der Viertürer mit dem flach abfallenden Dach entspricht in den Dimensionen millimetergenau der zweitürigen Variante, allerdings ist das Dach etwas höher und länger. Der Kofferraum fasst 480 Liter, alle vier Türen sind rahmenlos. Als Motorisierungen werden zwei Diesel und drei Benziner angeboten, die ein Leistungsspektrum von 143 bis 306 PS abdecken.

Foto: BMW
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Mercedes S-Klasse Coupé Die Coupé-Variante der Luxuslimousine S-Klasse trug bislang das Kürzel CL, die neue Generation, die in Genf Weltpremiere feiert, heißt ebenso schlicht wie einleuchtend S-Klasse Coupé. Größte technologische Neuheit ist ein Fahrwerkssystem mit Kurvenneigefunktion, heißt: Das Auto legt sich quasi in die Kurve und senkt so die auf die Insassen wirkende Querbeschleunigung. Unter der Haube sitzt ein 4,7-Liter-V8-Biturbo mit 455 PS. Bei den Händlern steht das Auto ab Herbst. Auf Wunsch tragen die Scheinwerfer je 47 Swarovski-Kristalle.

Foto: Daimler