Frauen in Führungspositionen Die 50 einflussreichsten Frauen der Wirtschaft

Unternehmerinnen, Aufsichtsrätinnen, Gründerinnen: Das sind die 50 wichtigsten Frauen der deutschen Wirtschaft.
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Unternehmerinnen, Aufsichtsrätinnen, Gründerinnen: Das sind die 50 wichtigsten Frauen in der deutschen Wirtschaft. Ein Überblick.

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Aufsichtsrätinnen

Ann-Kristin Achleitner Die ehemalige Mc-Kinsey-Beraterin mit Doppelpromotion hält einen Lehrstuhl für Entrepreneurial Finance an der TU München und sitzt in den Aufsichtsräten von Linde (Prüfungsausschuss), Münchner Rück (Nominierungsausschuss) und Metro. Sie ist eine etablierte Kontrolleurin und Risikokapitalgeberin. Sie engagiert sich für Frauenkarrieren und lehnt die Quote ab.

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Aufsichtsrätinnen

Simone Bagel-Trah: Die Ururenkelin von Firmengründer Fritz Henkel ist die einzige weibliche Aufsichtsratsvorsitzende eines Dax-Konzerns in Deutschland. Seit 2014 sitzt sie auch im Kontrollgremium von Bayer. Sie arbeitet aktiv mit CEO Kasper Rorsted zusammen und unterstützte dessen Rationalisierungskurs ebenso wie den Ausbau der Präsenz in Asien. Gemeinsam mit Rorsted setzt sie sich für die Förderung von Frauen in Führungspositionen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein.

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Aufsichtsrätinnen

Alison Carnwath: Eine "Dame Commander of the British Empire" hält seit 2014 den zweitwichtigsten Posten im Aufsichtsrat des Chemieriesen BASF: Alison Carnwath sitzt dem Prüfungsausschuss der BASF vor. Die ehemalige Investmentbankerin gilt als umgänglich, aber resolut. Als Aufseherin bei Barclays hat sie sich vehement gegen zu hohe Boni für Topmanager ausgesprochen, was ihr schließlich den nicht-erblichen Adelstitel einbrachte. Seit März 2012 ist sie Mitglied des Verwaltungsrats der Zurich Insurance Group und der Zürich Versicherungs-Gesellschaft. Sie sitzt außerdem in Kontrollgremien diverser britischer Investmentgesellschaften.

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Aufsichtsrätinnen

Renate Köcher Die Queen der deutschen Kontrolleursszene überwacht als einzige Frau gleich drei Dax-Konzerne: Allianz, BMW und Infineon. Bei der Allianz sitzt sie im Nominierungs- und im Ständigen Ausschuss, bei Infineon im Nominierungsausschuss. Köcher ist außerdem in den Gremien von Bosch und Nestlé Deutschland vertreten sowie bei Aldi Süd und HSBC Trinkaus. Im Hauptjob ist sie Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie in Allensbach.

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Aufsichtsrätinnen

Nicola Leibinger-Kammüller: Die Trumpf-Chefin überwacht nebenbei Siemens (Mitglied im Prüfungs-, Compliance-und Nominierungsauschuss) sowie die Lufthansa. Dem Kurs von Lufthansa-Chef Carsten Spohr begegnet sie engagiert kritisch, sie drängt auf Schrumpfungen im Kerngeschäft. Auch bei Axel Springer und bei Voith sitzt sie im Kontrollgremium.

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Unternehmerinnen

Yvonne Bauer, Verlegerin und Chefin der Bauer Media Group: Erst den Schmiergeldskandal im Reich von Vater Heinz aufgeklärt, sich dann mit den Grossisten über zu hohe Preise angelegt und zack hatte Yvonne Bauer die Unternehmensnachfolge der Bauer Media Group angetreten. Das war 2010. Bauer hat 600 Zeitschriften im Sortiment ("Neue Post", "Bravo", "TV Movie", "Cosmopolitan") und leitet Europas größten Zeitschriftenverlag. Hinzu kommen Beteiligungen an 50 Radio-und TV-Sendern. Insgesamt verantwortet die zweitjüngste von vier Töchtern einen Umsatz von knapp 2,3 Milliarden Euro. Yvonne Bauer gilt als ehrgeizig, entschlossen und "tough". Das strenge Sparregiment ihres Vaters hat sie übernommen, manch einer sagt, sie hat es sogar noch verschärft. Nun muss sie ihr Unternehmen in die digitale Welt führen, was sie auch durch Zukäufe schaffen will und Investitionen in Start-ups.

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Unternehmerinnen

Susanne Klatten, BMW-Erbin und Investorin: Die reichste Deutsche und Groß-Aktionärin von BMW ist längst aus dem Status der Milliarden-Verwalterin herausgewachsen und zur tatkräftigen Unternehmerin gereift. Sichtbarstes Zeichen für den Wandel war ihr Einstieg bei SGL Carbon. An dem MDax-Wert hält sie mittlerweile ein Viertel der Aktien, 2013 setzte sie sich nach einem monatelangen internen Machtkampf an die Spitze des Aufsichtsrates. Über ihre Investmentgesellschaft Skion hat Klatten ihr Firmen-Imperium konsequent ausgebaut: Sie hält 100 Prozent der Anteile am Spezialchemie-Konzern Altana, ist mit 5,7 Prozent beim Windkraftanlagen-Hersteller Nordex investiert und zweitgrößte Aktionärin beim Altöl-Aufbereiter Avista Oil (30 Prozent). 2004 wurde Susanne Klatten zur Ehrensenatorin der TU München ernannt, seit 2005 sitzt sie dort im Hochschulrat. 2009 stiftete sie der TU rund 10 Millionen Euro zur Errichtung des Susanne-Klatten-Stiftungslehrstuhls für Empirische Bildungsforschung.

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Unternehmerinnen

Regina Ziegler, Filmproduzentin: Die Lady mit dem leuchtend roten Haarschopf ist eine der wenigen Frauen, die ganz aus eigener Kraft ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut hat - und das in einer Männerdomäne. Mit nur 29 Jahren gründete Regina Ziegler ihre erste Filmproduktionsfirma. Bis heute hat sie mehr als 400 Filme herausgebracht und ist damit mit Abstand die produktivste Frau ihrer Branche. Zieglers Tochter Tanja folgte dem Karriereweg der Mutter. Die beiden Frauen führen das Unternehmen gemeinsam.

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Unternehmerinnen

Özlem Türeci CEO von Ganymed: Die auf Krebsforschung spezialisierte Medizinprofessorin an der Johannes Guttenberg Universität in Mainz zählt zu den profiliertesten Wissenschaftlerinnen Deutschlands. Als CEO des von ihr gegründeten Biotech-Unternehmens Ganymed Pharmaceuticals setzt sie ihre Forschungserfolge aus der Immunonkologie in Medikamente um. Derzeit hat sie mit ihren 80 Mitarbeitern zwei Wirkstoffe in der klinischen Erprobung. Die umsetzungsstarke Managerin engagiert sich als Vorsitzende des Vereins für Immuntherapie (CI3) sowie als Executive Board Member im europäischen Krebsforschungsverband CIMT.

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Unternehmerinnen

Ingrid Hofmann, Geschäftsführende Gesellschafterin I.K. Hofmann Personalleasing: Sie hat die Zeitarbeit nicht erfunden, aber in Deutschland mit groß gemacht. 1985 startete sie mit 30.000 Mark väterlichem Startkapital. Heute hat sie 17.000 Mitarbeiter allein in Deutschland. Hofmanns Leute arbeiten in Callcentern, am Band im BMW-Werk, als Ärzte im Krankenhaus. Nach der Wende war Hofmann schnell im Osten. 2014 stand Hofmann Personalleasing an Platz 6 im Ranking der größten konzernunabhängigen Zeitarbeits-Firmen, mit rund 730 Millionen Euro Umsatz.

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Unternehmerinnen

Anna Alex (l.) und Julia Bösch (r.), Gründerinnen Outfittery: Zwei junge Vorzeigeunternehmerinnen für die junge Berliner Digitalwirtschaft: BWL-erin Julia Bösch arbeitete bei Zalando, ihre Mitgründerin Anna Alex bei Rocket Internet, als sie 2012 ihren Modehandel für einkaufsfaule, aber modebewusste Männer gründeten. Das Unternehmen bietet eine Mischung aus Online-Klamotten-Versand und telefonischer, persönlicher Stilberatung. Im März 2015 steckte der schwedische Spotify-Investor Northzone 20 Millionen Euro in Outfittery, das Kapital soll für die weitere Auslandsexpansion verwendet werden. Im März lag die Kundenzahl bei 200.000. Mittlerweile hat das Unternehmen 200 Mitarbeiter und 2014 nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenumsatz gemacht.

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Unternehmerinnen

Angelique Renkhoff-Mücke, Gesellschafterin und Vorstandsvorsitzende Warema Holding: Renkhoff-Mücke führt seit 1998 das von ihrem Vater geerbte Familienunternehmen Warema (Wagner Renkhoff Marktheidenfeld) für Sonnenschutzsysteme, ein typischer Hidden Champion des deutschen Mittelstandes, der sich mit rund 375 Millionen Euro Umsatz (2013) als Marktführer in Europa bezeichnet. Neben ihrem Job als Holding-Chefin engagiert sich Renkhoff-Mücke politisch. Sie führt seit 2013 die Bayerischen Metall-Arbeitgeber in Tarifverhandlungen und gehört zu den Gründern des neuen Netzwerkes "Initiative Chefsache", das sich zum Ziel gesetzt hat, für ein ausgewogenes Verhältnis der Geschlechter in Führungspositionen zu sorgen.

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Unternehmerinnen

Antje von Dewitz, Geschäftsführerin Vaude: Die jüngste Tochter von Firmengründer Albrecht von Dewitz führt seit 2009 das Unternehmen und zählt mittlerweile zu den erfolgreichsten Frauen im Mittelstand. Sie hat die Firma konsequent auf Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit und Familienfreundlichkeit ausgerichtet und konnte so bei Vaude gegen den rückläufigen Branchentrend für Wachstum sorgen. 2014 stieg der Umsatz auf knapp 100 Millionen Euro. Von Dewitz engagiert sich für den WWF, hat Leader-Status bei der Fair Wear Foundation und zählt zu den wichtigsten Köpfen der Nachhaltigkeit in Deutschland.

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Influencerinnen

Tanja Singer: Die Professorin und Direktorin des Max Planck Instituts in Leipzig gehört zu den international führenden Köpfen der noch jungen Disziplin der sozialen Neurowissenschaften. Diese erklären das Modell des rein nutzenorientierten Homo Oeconomicus für überholt. Singer propagiert das Modell der Caring Economics, ein Wirtschaftsmodell, das Faktoren wie Lebenszufriedenheit oder seelische Gesundheit in die Wohlstandsberechnung einbezieht. Topmanager in Davos lauschen ihren Theorien ebenso wie die Hoodie-Philosophen der neuen Digitalen Ära. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft kooperiert mit ihr.

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Influencerinnen

Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall: Eine Frau an der Spitze von Europas größter Industriegewerkschaft, dem traditionellen Männer-Club IG Metall - die Wahl der gebürtigen Aachenerin war eine kleine Sensation. Die Soziologin gehörte bereits seit 2011 dem IG Metall-Vorstand an und war dort u. a. für Frauen und Azubis zuständig. Vor allem aber gilt sie als ausgewiesene Digitalexpertin. Ob sie in vier Jahren sogar IG Metall-Chef Hofmann an der Spitze ablösen könnte, ist noch nicht ausgemacht.

Foto: IG Metall
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Influencerinnen

Monika Schulz-Strelow, Präsidentin von Fidar: "Monika Schulz-Strelow ist die Frau hinter der Frauenquote", so drückte es jüngst der Justizminister aus. Streng genommen ist das nicht ganz korrekt, soll das im März 2015 verabschiedete Gesetz doch für gleiche Teilhabe von Frauen und Männern in den Führungspositionen der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst sorgen. Dass dieses Gesetz verabschiedet werden konnte, ist tatsächlich maßgeblich das Verdienst von Schulz-Strelow; am Tag der Verabschiedung dankten es ihr im Bundestag die Vertreterinnen von SPD, CDU und den Grünen öffentlich. 2006 war Schulz-Strelow eine der Mitgründerinnen von FidAR e.V. (Frauen in die Aufsichtsräte). Der Verein zählt mit seinen 550 männlichen und weiblichen Mitgliedern zu den mächtigsten Zirkeln in Politik und Wirtschaft und gibt unter anderem den "Women on Board" Index heraus, der den Anteil weiblicher Führungskräfte in den Aufsichtsräten misst.

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Influencerinnen

Katrin Suder, Staatssekretärin im Bundesverteidigungsministerium: Wäre die Bundeswehr ein Konzern, wäre Suder einer der größten Arbeitgeber im Land. 88 Milliarden beträgt allein ihr laufendes Beschaffungsbudget. Worüber vor ihr ein Held nach dem anderen stürzte, das soll sie nun geräuschlos bewerkstelligen: die Bundeswehr reformieren und attraktiv für Frauen machen; das Chaos mit den Sturmgewehren in den Griff bekommen. Kein Wunder, dass sie auf ihre trockene Art konstatiert, "ich habe nicht ein Projekt wie den Berliner Flughafen, ich habe 10 davon". Die promovierte Physikerin, der bei McKinsey Deutschland der Aufstieg zur ersten Direktorin in der Geschichte der Unternehmensberatung gelang, sieht sich als Change-Managerin.

Foto: DPA/ McKinsey/ Eric Shambroom
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Influencerinnen

Verena Pausder, CEO Fox & Sheep: Ihre Firma Fox & Sheep entwickelt Apps für Kinder und gehört eher zu den Minis in der Berliner Gründerszene. Trotzdem hat der Spielwarenhersteller Haba Pausders Unternehmen in diesem Jahr für einen, wie es heißt, zweistelligen Millionenbetrag gekauft. Pausder und ihr Mitgründer blieben an Bord. Bekannt geworden ist Verena Pausder als sehr gut vernetztes und eloquentes Vorbild für weibliche Gründer. Sie veranstaltet „Ladies’ Dinners, auf denen Digitalfrauen netzwerken können, und hilft seit Kurzem (zusammen mit Marie-Christine Ostermann) gründungsinteressierten Schülern mit der Initiative „Startup Teens“ auf die Sprünge.

Foto: Fox & Sheep
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Influencerinnen

Sylvia von Metzler, Vorstandsvorsitzende Städelverein: Die Bankiersgattin trommelt unermüdlich private Finanziers für den Ausbau der Museumssammlungen herbei. Fixstern der Frankfurter Kunstszene.

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Influencerinnen

Christine Strobl: Die älteste Tochter von Wolfgang Schäuble wurde 2012 Programmgeschäftsführerin der ARD-Einkaufs- und Produktionstochter Degeto Film in Frankfurt am Main, mit ihrem Jahresetat von 400 Millionen Euro eine der wichtigsten Säulen der deutschen Filmwirtschaft. Ihr Vorgänger war im November 2011 wegen Missmanagements in den Ruhestand geschickt worden. Eine Prüfung durch KPMG und die Revision des WDR hatte "gravierende organisatorische Mängel" ergeben. Die nötige Sanierung meisterte Strobl nach Meinung von Brancheninsidern "bravourös".

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Influencerinnen

Steffi Czerny, Managing Director DLD Media: Mastermind hinter den Digitalkonferenzen Digital Life Design und DLD Women. Fährt Ski mit Sergey Brin und wandert mit Marissa Mayer.

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Partnerinnen

Brigitte Lammers, Partnerin bei Egon Zehnder: Die frauenbewegte Juristin und Partnerin der Personalberatung Egon Zehnder leitet das Berliner Büro und ist Mitglied im Global Executive Commitee der Headhunting-Firma. Begonnen hat sie ihre Karriere einst bei der Deutschen Telekom, wo sie es bis zur Stabsleiterin des Vorstands brachte. Bei Zehnder ist sie spezialisiert auf Telekommunikations-und Medienunternehmen und sucht Aufsichtsrätinnen. Sie hat die Initiative Fidar "Frauen in die Aufsichtsräte" mitgegründet und konfrontiert Frauen mit ihrer Angst vor Macht.

Foto: Katharina Dönhoff
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Partnerinnen

Daniela Favoccia, Partnerin bei Hengeler Mueller: Bis Mai 2014 war Daniela Favoccia Co-Managing-Partner von Hengeler Mueller in Frankfurt und damit Sprecherin einer der wichtigsten deutschen Deal-Kanzleien und Vorreiterin für Frauen in Führungspositionen in ihrer Branche. Favoccia ist ein Hengeler-Eigengewächs: Seit 1993 Rechtsanwältin, marschierte sie in nur fünf Jahren in die Partner-Riege durch. Die auf große M&A-Transaktionen spezialisierte Topjuristin gilt im Wettbewerb als "harte, beeindruckende Verhandlerin". Das Fachmagazin Juve führt sie als einzige Frau auf der Liste der "Führenden Senior-Partner in M & A" im deutschen Anwaltsmarkt.

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Partnerinnen

Karen Heumann, Vorstandssprecherin der Werbeagentur thjnk: Deutschlands profilierteste Werberin ist so umgänglich wie hartgesotten: Acht Jahre lang hielt sie es im Vorstand von Jung von Matt aus, deren Inhaber der gezielten Frauenförderung keinesfalls verdächtig sind. Nach zwölf Jahren verließ die akquisestarke Heumann die Agentur, um sich selbständig zu machen. Zusammen mit ihrem Vorstandskollegen Armin Jochum kaufte sie sich bei der Agentur Kemper Trautmann ein (seither: "Thjnk") und arbeitet für RWE, McDonald´s und ThyssenKrupp.Die gebürtige Wetzlarerin war lange Jahre einziger weiblicher Vorstand in der Werbebranche.

Foto: Thjnk
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Partnerinnen

Judith Wallenstein, Partnerin der Boston Consulting Group: Judith Wallenstein gehört dem Partnerkreis der Strategieberatung Boston Consulting Group in Deutschland an, für die sie seit dem Jahr 2000 arbeitet. Die studierte Historikerin ist auf die Pharma-und Biotech-Branche spezialisiert. Nach Stationen in Madrid und New York arbeitet sie mittlerweile hauptsächlich in Paris, Deutschland und in Boston. Die Strategieberaterin treibt das Nachdenken über die Sharing-Economy voran und setzt sich für Frauenkarrieren ein.

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Partnerinnen

Constanze Buchheim, Inhaberin und Geschäftsführerin I-potentials: I-potentials, seit 2009 am Markt, zählt zu den wenigen Personalberatungen in Deutschland mit ausgeprägter Digitalkompetenz - und ist die einzige, die von einer Frau aufgebaut wurde. Die Betriebswirtin Constanze Buchheim kam in die Internetbranche als rechte Hand von Lukasz Gadowski bei Spreadshirt, einem Onlinehändler für selbst gestaltete T-Shirts. Als Gadowski den Start-up-Investor Team Europe gründete, folgte sie ihm nach Berlin und startete 2009 gemeinsam mit Team Europe i-potentials. 2013 kaufte sie die Anteile von Team Europe an I-potentials zurück und strukturierte das Unternehmen um. Im Juni 2105 verkaufte Buchheim ein Drittel ihrer Unternehmensanteile an ihre bisherige Mitarbeiterin Martina Weiner, die seither als Co-Geschäftsführerin fungiert.

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Managerinnen

Melanie Kreis, Deutsche Post DHL: Melanie Kreis ist seit Oktober 2014 Personalchefin der Deutschen Post DHL. Die Physikerin und Betriebswirtin gilt als enge Vertraute von Konzernchef Frank Appel, beide waren einst bei McKinsey. Sie war eigentlich für eine Karriere im Finanzbereich vorgemerkt, musste aber kurzfristig als Personalchefin einspringen, als ihre Vergängerin Angela Titzrath das Amt verlor. Auf ihrem Posten hat sie es mit sperrigen Gewerkschaften zu tun und erlebte in diesem Jahr den längsten Arbeitskampf der Unternehmensgeschichte.

Foto: Wolfgang Rattay/ REUTERS
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Managerinnen

Elke König, Chair Woman Single Resolution Board: Die ehemalige Bafin-Präsidentin baut seit März 2015 in Brüssel die neue europäische Aufsichtsbehörde zur Abwicklung von Krisenbanken auf, die ab Anfang 2016 mit vollen Befugnissen ausgestattet ist. Königs Renommée als Ökonomin ist makellos, die Finanzmarktexpertin gilt als umgängliche, aber hochrationale und unbestechliche Analytikerin; im Rennen um den neuen Posten hat sie sich gegen Luc Coene, den Chef der belgischen Zentralbank, und Philippe Maystadt, den ehemaligen Präsidenten der Europäischen Investitionsbank (EIB), durchgesetzt.

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Managerinnen

Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende und Betriebsvorstand der Berliner Verkehrsbetriebe: Als die Psychologin und gebürtige Polin 2010 den Topjob bei der BVG antrat, wurde sie von niemandem beneidet. Der landeseigene Betrieb wies 740 Millionen Euro Verlust aus, die Stimmung war mies. Nikutta, zierlich und nicht als Frau schriller Töne bekannt, griff kräftig durch. Sie stellte neue Mitarbeiter ein, baute 100 Millionen Euro Schulden ab und konnte 2014 erstmals in der Geschichte der BVG ein positives operatives Ergebnis von 7,4 Millionen Euro ausweisen. Trotz regelmäßiger Preiserhöhungen wächst die Zahl der Fahrgäste und der Abonnenten rasant und könnte Ende 2015 die Milliardenmarke knacken. Vor ihrem Wechsel zur BVG arbeitete Nikutta bei der Deutschen Bahn, zuletzt als Vorstand Produktion beim polnischen Schenker-Tochterunternehmen DB Schenker Rail Polska.

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Managerinnen

Claudia Nemat, Vorstand der Deutschen Telekom für Europa und Technik: Studium der Theoretischen Physik, 17 Jahre McKinsey, zuletzt als Senior Partner mit Zuständigkeit für den Hightech-Sektor in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten. Als Telekom-Vorstand ist sie seit 2011 für den milliardenschweren Geschäftsbereich Europa und Technik verantwortlich. Über mangelnde Herausforderungen kann sich Nemat nicht beschweren: Kriselnde Eurostaaten, ein zersplitterter Markt, eine entregulierungswütige EU-Kommission, die von Telekomunternehmen immer niedrigere Preise verlangt, dominierende US-Tech-Konzerne. Die Telekom hat ihren Vertrag vorzeitig um weitere fünf Jahre verlängert, ihre zweite Amtszeit läuft dann bis Oktober 2021. Nemats Markenzeichen: Hohe Intelligenz, noch höheres Tempo.

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Managerinnen

Anke Schäferkordt, CEO RTL Group: Anke Schäferkordt (52) liebt ihr Produkt. Sie schaut sehr gerne Fernsehen, sogar das hauseigene "Dschungelcamp". Mit zuverlässigen Rekordgewinnen Liebling der Konzernmutter Bertelsmann. Aus dem Ostwestfälischen stammend, bahnte sich die Tochter eines Gastwirts ihren Weg bis an die Spitze der RTL Group. Anfang im Bertelsmann-Führungsnachwuchsprogramm, dann Vox in die Gewinnzone bugsiert. Aufstieg zu RTL, wo Schäferkordt ein Händchen beim Formate-Einkauf ebenso bewies wie Konsequenz im Umstrukturieren. Belohnt wurde die Top-Managerin mit einer Position im Beraterkreis von Bertelsmann-Chef Thomas Rabe und 2012 mit der Leitung der RTL Group, gemeinsam mit Guillaume de Posch. Als Nächstes muss Schäferkordt im digitalen Umbau punkten, vor allem gegen den Rivalen ProSiebenSat.1.

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Managerinnen

Sabine Lautenschläger-Peiter, Direktoriumsmitglied Europäische Zentralbank: Das zurzeit einzige weibliche Mitglied des EZB-Direktoriums hat für Hierarchien und akademische Unnahbarkeit in Spitzenämtern wenig übrig, sie gilt kommunikativ, lebensfroh und hart in der Sache. Die Juristin begann als Referentin beim Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen, einer Vorläuferinstitution der BaFin. Nach Gründung der BaFin arbeitete sie als rechte Hand des Präsidenten Jochen Sanio und wurde 2005 Abteilungsleiterin der Abteilung BA 1 ("Aufsicht über Großbanken und ausgewählte Kreditbanken"). Im Zuge der Reform der BaFin-Organisation nach Korruptionsvorfällen in 2008 wurde Lautenschläger zur Exekutivdirektorin für Bankenaufsicht ernannt. Ab 1. Juni 2011 wechselte sie als Vizepräsidentin zur Deutschen Bundesbank. Ende Januar 2014 trat Lautenschläger ihr Amt als Direktorin der Europäischen Zentralbank an. Sie ist dort Vizepräsidentin der Bankenaufsicht und für Rechtsfragen zuständig.

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Managerinnen

Belèn Garijo, Geschäftsleitung Merck: Als die Spanierin vor gut vier Jahren in Darmstadt als Chief Operating Officer der Pharmasparte anfing, galt sie als Schlüsselpersonalie für den Versuch, das kriselnde Pharmageschäft wieder in die Spur zu bringen. Zusammen mit dem künftigen Konzernchef Frank Oschmann krempelte sie die Sparte komplett um und sorgte vor allem mit dafür, dass sich die leere Pipeline wieder füllte. Ihre Karriere begann die Medizinerin beim US-Konzern Abott, später wechselte sie zum französischen Pharmariesen Sanofi, bei dem sie sich zur Europachefin emporarbeitete.

Foto: The Boston Globe via Getty Images
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Managerinnen

Lisa Davis, Vorstand Siemens AG und Leiterin des Energy Sectors: Die amerikanische Öl-Managerin Lisa Davis wechselte im August 2014 in den Siemens-Vorstand und übernahm dort den schwersten Job: Sie muss Siemens’ kriselnde Gasturbinensparte sanieren, bei dem teuer gekauften, texanischen Ölindustriezulieferer Dresser-Rand gegen wegbrechende Umsätze ansparen und zugleich ihr Topmanagement am wichtigen Standort Erlangen bei Laune halten. Davis ist Siemens’ erster Vorstand, der seinen Sitz außerhalb Deutschlands hat: an Dresser-Rands wichtigstem Produktionsstandort im texanischen Houston. Dass Siemens-Chef Joe Kaeser sie zum Münchener Industrieriesen holte, bedeutete einen gewaltigen Karrieresprung für die Amerikanerin. Zuvor verantwortete sie beim Ölmulti Shell die Strategie für das Geschäft mit weiterverarbeitetem Öl.

Foto: Rainer Jensen/ picture alliance / dpa
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Managerinnen

Pina Albo, Vorstand Münchner Rück: Seit Oktober 2014 hat sie mit Lateinamerika und Europa zwei der wichtigsten Regionen des weltgrößten Rückversicherers unter sich. Albo arbeitete zunächst als Anwältin in ihrer Heimat Kanada, 1992 wechselte sie nach München, kam mit sämtlichen Aspekten des Kerngeschäfts intensiv in Berührung. Sie regulierte Schäden, arbeitete im Underwriting, baute das Geschäft mit der Managerhaftpflichtversicherung mit auf, leitet die Landesgesellschaften in Großbritannien und Irland. Für Höheres empfahl sie sich, als sie ab 2008 entscheidend zur Sanierung des US-Geschäfts beitrug.

Foto: DPA / Munich Re
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Managerinnen

Julia Jäkel, Vorstandsvorsitzende Gruner + Jahr: 2012 wurde sie in den G+J-Vorstand berufen, 2013 zum Chief Executive Officer befördert. Seither krempelt sie den Traditionsverlag am Hamburger Baumwall ohne Sentimentalitäten um. Sie schaffte unprofitable Marken wie die FTD ab, die sie einst mit aufgebaut hatte, trennte sich vom Druckereigeschäft und zog sich aus Auslandsmärkten zurück. Größentechnisch rangiert G+J mittlerweile klar hinter Springer, Bauer und Burda. Statt auf Größe setzt Jäkel auf hochwertige journalistische Angebote in Print und Digital und hat dafür zuletzt kräftig investiert, vor allem in digitale Technologie und Personal.

Foto: picture alliance / Eventpress
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Managerinnen

Margret Suckale, Vorstand BASF: Seit 2011 bei BASF, ist sie als Arbeitsdirektorin und Leiterin des Standorts Ludwigshafen eine der wichtigsten Managerinnen der deutschen Industrie. Die Juristin stand als Personalvorstand der Deutschen Bahn erfolgreich den Bahnstreik 2007 durch, bevor sie von der BASF abgeworben wurde, um die Frauenlücke im Vorstand zu schließen. Sie ist Präsidentin des Arbeitgeberverbandes Chemie, ihr BASF-Vertrag reicht bis 2016. Danach ist Suckale prädestiniert für eine Aufsichtsratskarriere.

Foto: dpa Picture-Alliance / Soeren Stache/ picture alliance / dpa
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Managerinnen

Ute Wolf, Finanzvorstand Evonik: Ausgebildet im logischen Denken (Mathematik), Ostdeutsche (in Thüringen geboren; nach dem Mathematikstudium arbeitete sich Ute Wolf zunächst durch die deutsche Dax-Szene: Deutsche Bank, Deutsche Telekom, Metro. Als Zentralbereichsleiterin Finanzen begleitete sie dann dem Umbau des Ruhrkonglomerats RAG zum Börsenkonzern Evonik, managte filigran den Kauf der Chemiefirma Degussa. Ihr Aufstieg in den Vorstand war zwangsläufig, als ihr Vorgänger, ein Vertreter des Finanzinvestors CVC, ausschied. Wolf gilt als resolut, zielstrebig, durchsetzungsstark.

Foto: picture alliance / Sven Simon
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Managerinnen

Kathrin Menges, Personalvorstand Henkel: Als Menges 2011 in den Vorstand des Düsseldorfer Kosmetik-Konzerns einrückte, stellte sie gleich zwei Rekorde auf: Erste Frau im Henkel-Vorstand seit der Unternehmensgründung vor damals 135 Jahren. Und erste Frau aus der ehemaligen DDR im obersten Führungskreis eines Dax-Konzerns. Im brandenburgischen Pritzwalk geboren, arbeitete die Managerin zunächst als Lehrerin (Schwerpunkt: Englisch und Russisch) und kam 1999 zu Henkel, wo sie 2009 zur Personalchefin aufstieg. Im Vorstand arbeitet sie beharrlich am Ausbau Henkels zum Diversity-Leuchtturm.

Foto: Andreas Fechner
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Managerinnen

Carola Gräfin von Schmettow, Vorstandssprecherin HSBC Trinkaus & Burkhardt AG: Als Chef der Privatbank HSBC Trinkaus ist Carola Gräfin von Schmettow Deutschlands einflussreichste Bankerin, weil sie die einzige Frau an der Spitze einer deutschen Großbank ist. Von Schmettow hatte zuvor viele Jahre das Schlüsselressort Global Markets, institutionelle Kunden und Vermögensverwaltung geleitet. Bei ThyssenKrupp sitzt die Mathematikerin und ausgebildete Sängerin (Stimmlage: Alt) seit 2012 im Aufsichtsrat.

Foto: DPA / HSBC Trinkaus & Burkhardt / Jochen Manz
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Managerinnen

Margarete Haase, Finanzvorstand Deutz: Die Österreicherin wacht seit 2009 über die Zahlen des Motorenherstellers, anfangs als einziger weiblicher Finanzvorstand in Dax und MDax. Seit 2011 Mitglied im Aufsichtsrat der Fraport AG. Ende des gleichen Jahres übernahm sie ein Kontrollmandat beim drittgrößten deutschen Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen.

Foto: Deutz
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Managerinnen

Dorothee Blessing, Deutschlandchefin JP Morgan Chase: Erfolgreiche Frauen im Investmentbanking muss man mit der Lupe suchen - Dorothee Blessing ist eine davon. Mehr als 20 Jahre bei Goldman Sachs, neun davon als Partnerin, sind Zeugnis einer steilen Karriere. Blessing war federführend beteiligt an Kapitalerhöhungen von Infineon, Telekom und Allianz. 2014 wechselte sie zu JP Morgan Chase, wo sie heute das Investmentbanking im deutschsprachigen Raum leitet.

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Managerinnen

Hauke Stars, Vorstand Deutsche Börse: 2012 heuerte die damalige Schweiz-Chefin des US-IT-Riesen Hewlett-Packard bei der Deutschen Börse an, wo sie bislang die Sparte Information Technology und Market Data führt. Eine klassische Männerdomäne und Kernressort des Konzerns, der quasi das Herz des deutschen Kapitalmarkts bildet und zu den größten Börsen der Welt gehört. Die gebürtige Merseburgerin ist einer von nur drei der derzeit 188 Dax-Vorstände, die aus der DDR stammen. Ab 2016 zuständig für den Aktienhandel.

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Managerinnen

Christine Hohmann-Dennhardt, Vorstand Recht und Compliance Daimler, ab 1.1.2016 in gleicher Funktion bei VW: Christine Hohmann-Dennhardt (65) war hessische Justizministerin (SPD), sie war Richterin am Bundesverfassungsgericht; und seit 2011 gibt sie die Feuerwehrfrau in deutschen Autokonzernen. Erst holte Daimler-Chef Dieter Zetsche sie in den Vorstand. Er sucht Hilfe im heftigen Streit mit dem US-Justizministerium in Washington und der Börsenaufsicht in New York. Ab dem 1. Januar 2016 soll sie den Volkswagen-Konzern als Vorstand für Recht und Integrität vor den US-Behörden retten. Bei VW geht es nicht nur gegen die amerikanischen Behörden. Es geht auch gegen Dutzende von Anwälten, gegen potenziell milliardenschwere Forderungen von Sammelklägern - und um die mehr als 600.000 Arbeitsplätze bei Volkswagen.

Foto: Jan-Philipp Strobel/ picture alliance / dpa
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Managerinnen

Janina Kugel, Personalvorstand und Arbeitsdirektorin bei Siemens: Sie ist zuständig für rund 348.000 Siemensianer. Die Stuttgarterin ist seit 14 Jahren im Konzern und schnell aufgestiegen. Bei der Siemens-Tochter Osram übernahm sie 2012 erstmals den globalen Chefposten im HR-Bereich. Im Siemens-Zentralvorstand kommt ihr nun eine wesentliche Rolle beim Konzernumbau zu. Sie gilt als "unprätentiös, aufgeschlossen und schnell". In der neuen "Initiative Chefsache", in der es um die ausgewogene Präsenz beider Geschlechter in Führungspositionen geht, gehört sie als Siemens-Repräsentantin zu den Gründungsmitgliedern.

Foto: Siemens
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Managerinnen

Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr: Birgt Bohle ist seit Anfang September Chefin der Fernverkehrssparte und damit des Imageträgers der Deutschen Bahn. Sie hat sich im Vertrieb der Bahn hochgearbeitet. Ihre neue Aufgabe gilt als die schwierigste im ganzen Konzern. Bohle muss den wirtschaftlichen Abwärtstrend des Fernverkehrs stoppen und zugleich die eskalierenden Qualitätsmängel wie Unpünktlichkeit beseitigen.

Foto: Paul Zinken/ picture alliance / dpa
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Managerinnen

Bettina Volkens, Deutsche Lufthansa: Bettina Volkens ist seit Mitte 2013 Personalchef der Deutschen Lufthansa. Die promovierte Juristin hatte zuvor bei der Deutschen Bahn als Personalerin Karriere gemacht. Unlängst wurde ihr Vertrag um fünf Jahre verlängert, obwohl ihre großte Aufgabe weiterhin ungelöst ist: die Befriedung der Lufthansa, insbesondere eine Einigung mit den Piloten.

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Managerinnen

Simone Menne, Ab September 2016 Finanzchefin des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim, zuvor ab 2012 Finanzvorstand der Deutsche Lufthansa. Dort glänzte sie vor allem als Saniererin und Freundin des offenen Wortes.

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Managerinnen

Tina Müller, Marketingvorstand Opel: Nach rund zwei Jahren bei Opel hat Tina Müller (47) inzwischen bewiesen, dass sie nicht nur "Shampoo", sondern auch "Auto kann". Und zwar nicht nur mit der viel beachteten Image-Kampagne "Umparken im Kopf. Nach dem Wirtschaftsstudium arbeitete sie zunächst für L´Oréal und Wella und ab 1995 bei Henkel. Die Trennung von Henkel und ihr kolportierter Wechsel zu Beiersdorf gerieten zum arbeitsrechtlichen Stellungskrieg, den Müller beendete, als sie bei Opel anheuerte. Schafft sie dort den Imagewandel (und verkauft der Konzern mehr Autos), wird sie Marketinggeschichte schreiben.

Foto: Opel
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Managerinnen

Helga Jung, Mitglied des Vorstands Allianz: Die heutige Aufstellung der Allianz hat Helga Jung entscheidend mitgestaltet. Die gelernte Bankerin und promovierte Betriebswirtschaftlerin leitete ab 2000 die Konzernabteilung für Fusionen und Übernahmen (M&A) und stieg 2012 in den Vorstand auf - als erste Frau in der inzwischen 125-jährigen Geschichte der Allianz. Sie verantwortet dort neben M&A die Ressorts Recht & Compliance, strategische Beteiligungen sowie die Versicherungsmärkte in Spanien, Portugal und Lateinamerika. Vergangenen Oktober hat der Aufsichtsrat ihren Vorstandsvertrag um weitere fünf Jahre verlängert.

Foto: Allianz