Männerabende Sieben Tipps für gutes Gelingen

Die Jahre, sie gehen ins Land. Und auf einmal stellt man fest: Es ist schon wirklich lange her, dass man sich mit den Jungs einfach mal sehr unkompliziert auf ein Bier getroffen hat. Der Männerabend, was ist nur aus ihm geworden? Ein Plädoyer für eine unterschätzte Form des sozialen Lebens.
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Laden Sie nicht mehr als sechs Gäste ein

Männer haben laut Statistiken sechs Freunde (und damit vier weniger als Frauen). Auch beim Männerabend sollten es daher nicht mehr sein. Ansonsten wird es unübersichtlich. Natürlich kann ab und zu ein neues Gesicht quasi als Ersatzmann auftauchen, aber die Eintrittsschranke darf nicht zu niedrig hängen. Es ist schließlich eine exklusive Veranstaltung - auch wenn das von außen nicht immer so aussieht.

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Gehen Sie Frauen aus dem Weg

Schon mit einer anwesenden Frau verändert sich das Gesprächsverhalten komplett. Das liegt laut dem Psychotherapeuten Matthias Ochs daran, dass Männer auch für Persönliches weniger Worten oder Gesten brauchen. "Sie respektieren untereinander eher ihre Grenzen, besonders was das Mitteilungsbedürfnis und Erzählfähigkeit von Persönlichem angeht."

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Erzählen Sie Ihrer Partnerin nichts

Selbst wenn nicht viel passiert ist, sollten Sie sie sich auf keinen Fall bei Ihrer Partnerin verplappern und mehr erzählen, als wer dabei war, wo der Männerabend stattfand und wann Sie ungefähr nach Hause gekommen sind (falls das nicht ohnehin aufgefallen ist). Sie bekommen ja auch nicht mit, was bei Mädchenabenden läuft. Außerdem macht das beide geheimnisvoll: den Männerabend und Sie.

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Vergessen Sie die Etikette

Man muss ja nicht gleich eine Schlägerei anfangen oder sich wie in dem Hollywoodfilm-Männerabend "Hangover" tätowieren lassen, aber Männerabende bestehen aus einfachen, altmodischen Gesten. Dazu gehört unbedingt sich andauernd zuprosten und einen dreckigen Witz zweimal erzählen, damit ihn auch jeder mitbekommt. "Männerabende sind quasi eine Art Ritual für Männlichkeit", sagt Männerforscher Matthias Ochs. "Und solche Rituale gibt es in unserer Frauenkompetenzen fordernden Gesellschaft immer weniger."

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Bloß keine Problemgespräche

Bei Männerabenden geht es ums Zuprosten, um Fußballergebnisse, One Liner und lustige Short Stories, nicht um langes Zuhören oder gar Problemgespräche. "Im Arbeitskontext und in vielen weiteren Bereichen in unserer Gesellschaft werden heute Soft Skills verlangt und erwartet", sagt Matthias Ochs. "Männerabende sind dagegen ein dezidiert Soft-Skill-freier Bereich. Hier können Männer ganz unter sich einfach miteinander trinken, über Unpersönliches reden oder miteinander am Tresen auch mal schweigend in die Biergläser schauen. Eine sehr männerspezifische Art des Chillens."

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Keine neuen Ideen

Bei Frauenabenden kommt es schon mal vor, dass ein ganz toller neuer Prosecco mit Erdbeergeschmack getestet wird oder eine Idee aufkommt wie "Lasst uns doch mal zur Abwechslung ins Kino gehen". Das geht bei Männerabenden überhaupt nicht. Sie sollen immer gleich ablaufen, Überraschungen gibt es schließlich schon genug im Leben.

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Lassen Sie Männerabende nicht mehr als zweimal hintereinander ausfallen!

Jungsabende sind wichtiger als Sie denken. Sie dienen laut dem Psychotherapeuten Matthias Ochs der eigenen Selbstvergewisserung als Mann. "Männerabende demonstrieren eine geschlechtsspezifische Art, mit Problemen und Gefühlen umzugehen, nämlich eher pragmatisch und für sich alleine." Und das kann man am besten zusammen herausfinden. In einer Männerrunde.

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