Gewinner und Verlierer 2011 Die 30 Dax-Werte im Vergleich

Der Dax-Vergleich von manager magazin zeigt: Sieben von 30 Dax-Konzernen haben im Jahr 2011 mindestens ein Drittel ihrer Marktkapitalisierung eingebüßt, ebenso viele verteidigten ein Kursplus. Ein Überblick. (Stand: Freitag, 30. Dezember, Xetra-Schluss)
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Der Dax-Vergleich von manager magazin zeigt: Sieben von 30 Dax-Konzernen haben im Jahr 2011 mindestens ein Drittel ihrer Marktkapitalisierung eingebüßt, ebenso viele verteidigten ein Kursplus. Ein Überblick. (Stand: Freitag, 30. Dezember, Xetra-Schluss)

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Commerzbank: Die europäische Schuldenkrise setzt der Commerzbank besonders zu. Nach einer Rekordkapitalerhöhung um elf Milliarden Euro im Januar konnte die Bank zwar einen Großteil der Staatshilfe zurückzahlen, inzwischen steht aber ein neuer Gang zum Hilfsfonds Soffin zur Diskussion. Die Europäische Bankenaufsicht hat eine Kapitallücke von 5,3 Milliarden Euro ausgemacht. Seit Jahresbeginn hat die Commerzbank rund 71 Prozent an Wert verloren und bleibt damit das Unternehmen mit dem bislang höchsten Kursverlust im Dax 2011.

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Metro: Die größte deutsche Handelskette leidet unter anderem unter den roten Zahlen von MediaSaturn. Zudem lief zuletzt auch noch das Weihnachtsgeschäft schlecht, Zeichen für eine nachlassende Binnennachfrage. Konzernchef Eckhard Cordes geht mit einem Kursminus von knapp 48 Prozent seit Jahresbeginn von Bord und übergibt das Amt an Olaf Koch.

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RWE: Die Zeiten der renditestarken Versorgerwerte und die damit verbundene Sicherheit sind vorbei. Die Energiewende zwingt RWE zu einem neuen Geschäftsmodell. RWE-Chef Jürgen Großmann, der sich für längere Atomkraftlaufzeiten eingesetzt hatte, wird Juli 2012 das Amt an Peter Terium übergeben. Zudem verhagelte eine Gewinn- und Umsatzwarnung die Halbjahresbilanz. Eine Kapitalerhöhung verwässert den Anteil der Alteigner. Die Folge sind 44 Prozent Kursverlust für RWE-Aktionäre seit Jahresbeginn.

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Lufthansa: Hohe Kerosinpreise, höhere Steuerbelastung durch die Bundesregierung, Flugasche nach Vulkanausbrüchen und Streiks: Die Lufthansa musste im Jahr 2011 bislang viel ertragen. Die Aktionäre ebenso: Ihre Anteilsscheine haben seit 1. Januar 2011 rund 44 Prozent an Wert verloren.

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ThyssenKrupp: Aktionäre des Stahlkochers und Industriekonzerns mussten seit Jahresbeginn knapp 43 Prozent Kursverlust hinnehmen. Die Kostenexplosion durch den Bau neuer Stahlwerke in Brasilien und den USA sowie die Probleme beim Verkauf der Werftentochter Blohm & Voss haben Aktionäre ernüchtert, im abgelaufenen Geschäftsjahr verbuchte der Traditionskonzern zum 200-jährigen Jubiläum einen Milliardenverlust.

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K+S: Durch die Übernahme der kanadischen Explorationsfirma Potash One hat der Rohstoffkonzern aus Kassel weiteres Wachstum signalisiert und wichtige Lizenzen für Kalilagerstätten erworben. Doch die hohen Schwankungen an den Rohstoffmärkten sowie die hohe Unsicherheit am Aktienmarkt bescherten auch dem Kasselaner Unternehmen ein Kursminus von rund 38 Prozent seit Jahresbeginn. Außerdem haben sich die Großaktionäre BASF und Eurochem von K+S-Anteilen getrennt.

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Daimler: Trotz der boomenden Autokonjunktur und der jüngsten Rekordzahlen der Automobilhersteller ist die Aktie von Daimler in den jüngsten Abwärtsstrudel geraten. Ein Großteil des Kursminus von rund 33 Prozent seit Jahresbeginn stammt aus dem August. Die Absatzrekorde scheinen für die meisten Investoren eher ein Blick in den Rückspiegel zu sein.

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HeidelbergCement: Die Aktie des Baustoffkonzerns verzeichnet seit Beginn des Jahres einen Kursverlust von rund 30 Prozent. Der Zementhersteller aus dem ehemaligen Imperium des Unternehmers Adolf Merckle gilt auch nach geglückter Umschuldung immer noch als unsolide finanziert.

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Eon: Ebenso wie Konkurrent RWE muss sich Deutschlands größter Versorger Eon neu erfinden, um die alten Gewinnmargen wieder zu erreichen. Beide Energieriesen sind hoch verschuldet, der Ausstieg aus der Kernenergie reißt Löcher in die Bilanz. Mit einem Minus von 27 Prozent seit Jahresbeginn hat sich Eon besser gehalten als RWE, gehört aber dennoch zu den zehn Dax-Werten mit der schlechtesten Performance 2011.

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Deutsche Bank: Das Gewinnziel der Deutschen Bank von 10 Milliarden Euro für 2011 ist offiziell aufgegeben. Schlagzeilen schrieb das größte deutsche Geldhaus vor allem mit dem Machtkampf um die Führungsspitze. Die Aktie notiert knapp ein Viertel schwächer als zu Jahresbeginn. Immerhin könnte der scheidende Chef Josef Ackermann ohne eine weitere Kapitalerhöhung das Ziel der Europäischen Bankenaufsicht einhalten.

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MAN: Der LKW-Hersteller und Maschinenbauer hat seit Jahresbeginn rund 23 Prozent an Börsenwert verloren. Auch die forcierte Übernahme der Anteilsmehrheit durch Volkswagen konnte den Kurs nicht stützen.

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Deutsche Börse: Die geplante Fusion mit der New York Stock Exchange ist zwar von den Aktionären gebilligt worden, trifft aber auf harten Widerstand der Aufsichtsbehörden. Mit einem Kursverlust von rund 22 Prozent seit Jahresbeginn steht die Umtauschaktie in der unteren Tabellenhälfte des Dax.

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Siemens: Die Aktie des international tätigen Industriekonzerns ist inzwischen rund 20 Prozent günstiger als zu Jahresbeginn. Damit schafft sie es zumindest in das mittlere Dax-Drittel.

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Allianz: Die Aktie der Allianz hat seit Jahresbeginn rund 17 Prozent an Wert verloren. Gemessen am Hoch 2011 ist es sogar knapp ein Drittel Wertverlust. Auch die Versicherer müssen sich nach neuen Anlagezielen umsehen, seit Staatsanleihen ihren Status als Hort der Sicherheit verloren haben.

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Munich Re: Trotz steigender Gewinne und der Kurserholung nach den Naturkatastrophen in Japan und Neuseeland hat die Münchener Rück seit Jahresbeginn rund 16,5 Prozent an Wert verloren. Damit hält sich der Rückversicherungskonzern leicht besser als der Dax, der das Jahr mit einem Minus von 14,7 Prozent beendete.

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Infineon: Der Chiphersteller gehörte lange Zeit zu den Lieblingen im Dax - auch weil US-Konkurrenten wie Intel Rekordzahlen meldeten. Seit dem jüngsten Hoch Anfang Mai hat Infineon jedoch einen Verlust von rund 30 Prozent erlitten. Seit Jahresbeginn ist es ein Verlust von minus 16,5 Prozent.

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BMW: Man produziere "am Anschlag", hat BMW-Chef Norbert Reithofer angesichts der Rekordzahlen zum ersten Halbjahr verkündet. Doch wie lange noch? Seit Anfang 2011 hat BMW rund 12 Prozent nachgegeben.

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Bayer: Die Aktie des Chemie- und Pharmakonzerns verzeichnet seit Jahresbeginn einen Verlust von rund 11 Prozentpunkten - für einen Titel aus dem defensiven Pharma-Sektor ist das viel. Zuletzt haben Fortschritte im Zulassungsprozess für den Gerinnungshemmer Xarelto aber wieder Hoffnung unter den Anlegern geschürt.

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BASF: Der Chemieriese reagiert besonders sensibel auf Schwächezeichen der globalen Konjunktur. Rund 10 Prozent betragen die Kursverluste seit Jahresbeginn.

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Deutsche Telekom: Der gescheiterte Verkauf der US-Tochter T-Mobile und die anhaltenden Probleme mit der griechischen Tochter OTE haben den Aktienkurs stark belastet. Im Jahr 2011 hat die T-Aktie rund 8 Prozent an Wert verloren - ist aber damit noch robuster als die meisten anderen Dax-Werte. Als Kursstütze erweist sich die vergleichsweise hohe Dividende von mindestens 0,70 Euro, die die Telekom auch 2011 und 2012 zahlen will.

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Deutsche Post: Der Logistiker überraschte erst kürzlich mit starken Halbjahreszahlen und ist damit auch ein Profiteur der guten Konjunktur. Durch den Kursrutsch im Dax ist aber auch die Post gegenüber Jahresbeginn um rund 6 Prozent in die Verlustzone gerutscht. Das reicht für Platz zehn im Jahresranking der Dax-Werte.

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Volkswagen: Der Automobilkonzern meldete regelmäßig Absatzrekorde und Milliardengewinne und gehörte lange Zeit zu den Anlegerlieblingen im Dax. Auch jetzt zeigt Volkswagen relative Stärke: Die Aktie hat auf Jahressicht rund 5 Prozent an Wert verloren und ist damit stabilster Autowert im Dax.

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Henkel: Die Aktie des Konsumgüterherstellers hat seit Jahresanfang gut 4 Prozent Wertverlust verzeichnet. Auch die Zugehörigkeit zu einer "defensiven" Branche schützte nicht vor dem Kursrutsch - obwohl die Aktie von Henkel auf Zwölf-Monats-Sicht jedoch weitgehend stabil geblieben ist.

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Linde: Der Industriegasehersteller hat 2011 mit einem Kursplus von 1 Prozent abgeschlossen. Die Aktie notiert auch wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 100 Euro.

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Adidas: Der Sportartikelhersteller meldete Anfang August einen Gewinnsprung, die Aktie haussierte. Doch noch am gleichen Tag begann der Dax seinen atemberaubenden Kursrutsch. Die Aktie hat seit Jahresbeginn 2011 rund 3 Prozent gewonnen und erreicht damit Platz 6 im Performance-Ranking für das laufende Jahr. Der Konzern hält an seinen Gewinnzielen für 2011 fest und hofft weiterhin auf steigende Nachfrage aus China.

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Beiersdorf: Der Konzernumbau und der Abschied von dekorativer Kosmetik hatte den Hamburger Konsumgüterkonzern bereits im Jahr 2010 belastet. Umso größer die Hoffnungen auf einen Turnaround 2011: Die Aktie beendete das Jahr rund 5,5 Prozent höher als zu Jahresbeginn.

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SAP: Die geplante Zusammenarbeit mit Google sowie die Verlegung von Anwendungen ins Internet sorgen bei der Softwareschmiede wieder für Phantasie. Außerdem hat ein US-Gericht entschieden, dass die Walldorfer deutlich weniger Schadenersatz an den Konkurrenten Oracle zahlen müssen, als zunächst befürchtet. Seit Jahresbeginn steht für SAP ein Gewinn von 7 Prozent zu Buche.

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Fresenius: Die Aktie des Gesundheitskonzerns Fresenius hat seit Jahresbeginn rund 14 Prozent zugelegt. Erfolgreiche Übernahmen und die Aktivität in bevölkerungsreichen Schwellenländern lassen den Umsatz des Konzerns wachsen. Mit der zweistellig positiven Performance seit Jahresbeginn wirken Fresenius und die Tochter FMC wie ein Fluchtpunkt für verunsicherte Dax-Anleger.

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Fresenius Medical Care: Die Aktie des auf Blutwäsche spezialisierten Unternehmens hat wieder deutlich zugelegt - und baut sein Kursplus seit Januar 2011 auf mehr als 21 Prozent aus. Das Geschäft gilt als krisensicher, und trotz der anstehenden Kürzungen in den USA bleibt FMC in den Vereinigten Staaten auf Expansionskurs. Mit der positiven Performance rangiert FMC auf Platz zwei im Performancevergleich 2011. Spitzenreiter im deutschen Leitindex ist ...

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Merck: Seit Jahresbeginn haben Aktionäre des Pharmakonzerns 28,7 Prozent Kursplus einstreichen können. Dennoch ist der Jahressieger 2011 erster Kandidat für einen Abstieg in die zweite Börsenliga: Wegen des geringen Streubesitzes ist der frei gehandelte Börsenwert von Merck der geringste im Dax.

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