Grundig, Reuter, Kirch, Krockow Wie Firmenchefs grandios scheiterten

Missmanagement Storys über schlechte Firmenführung sind ein Markenzeichen von mm. Wie reagieren eigentlich Unternehmen darauf? Ein Werkstattbericht.
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Missmanager Grundig

Der Name Max Grundig ist untrennbar verbunden mit dem deutschen Wirtschaftswunder. Später geriet die Firma wegen Billigkonkurrenz aus Fernost unter Druck. Der Gründer ignorierte die Zeichen der Zeit (siehe mm 8/1979) und lehnte es ab, selbst Teile der Produktion nach Fernost zu verlagern. Geblieben ist nur die Marke.

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Missmanager Reuter

Gute Autos zu bauen war Edzard Reuter zu wenig. Er wollte aus Daimler-Benz einen Technologiekonzern schmieden - mit Luft- und Raumfahrtdivision, Elektro- und Softwareanbietern. Das Vorhaben scheiterte ebenso grandios wie der Versuch seines Nachfolgers Jürgen Schrempp, eine "Welt AG" zu formen. In mm 8/1995 erschien die Abrechnung von Ex-Finanzchef Gerhard Liener mit Reuter.

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Missmanager Kirch

2002 ging die vom Filmhändler Leo Kirch gegründete Kirch Media in die Insolvenz. Kirch verklagte den früheren Deutschbanker Rolf Breuer, weil der die Firma in die Pleite geredet habe. Dabei stand die Wahrheit über die desolaten Zahlen des Kirch-Imperiums schon in mm 7/97. Der Rechtsstreit ist bis heute nicht beendet.

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Missmanager Krockow

Matthias Graf von Krockow steht für den Niedergang der Privatbank Sal. Oppenheim, die 2010 bei der Deutschen Bank unterschlüpfen musste. Der Bankchef hatte das Institut in verhängnisvolle Abhängigkeit vom schließlich fallierten Handelskonzern Arcandor gebracht. Der Niedergang ist detailliert dokumentiert unter anderem in manager magazin 11/2009.

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