Überblick Die Lieblingsautos der Deutschen

VW bleibt beim Dreisatz: Drei der fünf beliebtesten Automodelle auf deutschen Straßen stammen aus Wolfsburg. Doch ein Mercedes-Modell sowie Opel mischen in der Spitzengruppe mit. Ein Überblick über die meistverkauften Neuwagen in Deutschland.
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VW Golf: Volkswagens Kompakt-Klassiker ist auch in der sechsten Modellgeneration unangefochtener Bestseller in Deutschland: 21.355 Fahrzeuge der Modelle Golf und Jetta wurden im November neu zugelassen, so das Kraftfahrzeugbundesamt. Von Januar bis November 2011 brachte VW knapp 242.000 Golf und Jetta auf die Straße. Jeder fünfte der rund 2,93 Millionen Pkw, die von Januar bis November 2011 in Deutschland neu zugelassen wurden, kam von der Marke VW. Um 11,8 Prozent steigerten die Wolfsburger ihre Verkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und halten nun bei 21,8 Prozent Marktanteil. Dafür ist auch ein weiterer VW-Verkaufsschlager verantwortlich…

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VW Passat: Der Dienstwagen der Nation liegt mit 8.731 Neuzulassungen im November auf Platz 2 im Ranking. Rund 96.300 Deutsche entschieden sich in den ersten zehn Monaten dieses Jahres für einen Passat. Im November durften sich die Wolfburger über einen Passat-Marktanteil von 21,4 Prozent in der Mittelklasse freuen. Auch in den USA berappelt sich VW dank einer abgespeckten US-Version des Passat, die im neuen VW-Werk in Tennessee vom Band läuft. Im Oktober und November verkaufte VW mehr Passats in den USA als im gesamten Vorjahr.

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Mercedes C-Klasse: Im März gönnten die Stuttgarter ihrem Dauerbrenner C-Klasse ein kleines Facelifting - das hat sich offenbar ausgezahlt. Das Erfolgsmodell der Stuttgarter verkaufte sich im November 8435 Mal, seit Januar lieferte Mercedes 73.500 Exemplare aus - und hat damit bereits den C-Klasse-Absatz des Vorjahres übertroffen. Im Ranking der Neuzulassungen in Deutschland liegt die C-Klasse auf Platz 3. Teure Autos sind ohnehin wieder gefragt: Im Oberklassensegment wurden im November 14,2 Prozent mehr Pkw neu zugelassen als im Vorjahreszeitraum, so das Bundesamt. Davon profitieren neben Mercedes auch BMW, Porsche und Audi.

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VW Polo: Exakt 7825 Polo-Neuwagen fanden im November neue Eigentümer - damit liegt der kleine VW im Gesamtranking auf Platz 4. Seit 1975 wird der Kleinwagen nun gebaut, in den ersten elf Monaten entschieden sich über 85.200 Käufer für den Polo. Im Segment der Kleinwagen steht der Polo an erster Stelle mit einem Marktanteil von 16 Prozent. Der gesamte Kleinwagensektor profitierte von der verstärkten Nachfrage nach verbrauchsarmen Neuwagen (im Bild: Polo TDI Bluemotion). Elektroautos werden aber nach wie vor nur in homöopathischen Dosen verkauft: Im November wurden nur 81 E-Autos neu zugelassen.

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Opel Astra: Das Vorzeigemodell der GM-Tochter (im Bild die Kombi-Version Caravan) erreichte im Oktober rund 7586 Neuzulassungen und hält im Monatsranking Rang 5. Mit rund 79.700 neu zugelassenen Fahrzeugen seit Jahresanfang bleibt der Opel Astra seinem Erzkonkurrenten VW Polo auf den Fersen. Aktuell liegen die Rüsselsheimer bei 7,8 Prozent Marktanteil, im ersten Quartal waren es 7,9 Prozent. Gut verkauft sich auch die kleine Schwester des Astra…

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Opel Corsa: Von seiner Werbebotschafterin Lena hat sich Opel vor kurzem getrennt, den Verkäufen schadet das offenbar nicht. Etwas mehr als 5800 Corsas wurden im November neu zugelassen, seit Jahresanfang legten die Verkäufe der Rüsselsheimer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum modellübergreifend um 11,2 Prozent zu. Den größten Anteil daran hat neben dem Kleinwagen Corsa das Kompaktauto Astra. Auf Jahressicht muss sich der Corsa (63.800 Zulassungen von Januar bis November) seinem großen Bruder klar geschlagen geben (79.700 Zulassungen).

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BMW 1er: Deutlicher Absatzsprung für BMWs Premium-Kompaktwagen: Im November wurden 5800 1er-BMW neu zugelassen, um rund 1000 Stück mehr als noch im Monat zuvor. Verantwortlich für das Verkaufsplus ist die Rundumerneuerung des 1er, die seit Mitte September bei den Händlern steht. Äußerlich sieht das Fahrzeug nun schnittiger aus, im Vergleich zur Vorgängerversion ist der 1er um 8,5 Zentimeter länger. Seit Januar verkaufte BMW 48.300 1er, im November-Ranking landet der Kompaktwagen auf Platz sieben.

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Audi A3: Er ist der Oldie unter den Nobel-Kompaktautos: Audis A3 befindet sich bereits im neunten Modelljahr. Seiner Popularität kann das nichts anhaben: Mit 5600 neu zugelassenen Fahrzeugen im November landet der A3 auf Platz 8 des Rankings. Seit Jahresanfang hat Audi 49.700 Fahrzeuge des auf dem VW Golf basierenden A3 verkauft und schlägt BMWs 1er auf Jahressicht um 1400 Fahrzeuge. Im Jahr 2012 fährt Audi mit einer Neuauflage seines Kompaktbestsellers vor - junge Kunden wollen die Ingolstädter mit einem integrierten WLAN-Hotspot und diversen Multimediafeatures ködern.

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BMW 3er: Mit 5374 Zulassungen im Oktober erreicht das Mittelklasse-Modell der Münchener den 9. Rang unter den Lieblingsautos der Deutschen - im Vergleich zum Oktober  hat sich der 3er aber gleich um fünf Plätze verbessert. Das liegt auch daran, dass die Münchener im vergangenen Monat die sechste Generation des 3ers vorgestellt haben. Sie orientiert sich technisch und äußerlich stark am großen Bruder 5er und wird für steigende Verkaufszahlen sorgen. Seit Jahresanfang kommt der 3er auf 55.200 Zulassungen - und liegt damit ganz knapp vor seinem Erzrivalen aus Ingolstadt…

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Audi A4: Audis Mittelklasse-Bestseller lag im November bei 5217 Neuzulassungen - damit schaffte es der A4 auf Rang 10. Doch Audis Absatzziele für die nächsten Jahre sind ehrgeizig. Wohl auch deshalb hat die VW-Tochter ihrer Brot-und-Butter-Baureihe kürzlich eine kleine optische Auffrischung spendiert und die Motorenpalette angepasst. Ab Frühjahr 2012 startet der A4 mit Scheinwerfern in neuem Design, die Motoren werden etwas sparsamer. Seit Januar wurde der A4 rund 55.100 Mal neu zugelassen, BMWs 3er hat in der Jahreswertung um 150 Zulassungen die Nase vorn.

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Ford Focus: Das Kleinwagen-Weltauto von Ford verpasst im November knapp die Top 10: Mit 5106 verkauften Fahrzeugen lag der Focus auf Platz 11. In den USA bringt Ford in diesem Jahr übrigens eine Elektroversion des Focus auf den Markt, die ab 2012 auch in Europa erhältlich sein wird. Modellübergreifend verkaufte Ford von Januar bis Oktober knapp 213.600 Autos in Deutschland - mehr als ein Viertel der Verkäufe entfielen auf den Focus. In eine höhere Preisklasse fällt hingegen der Nächstplatzierte im Ranking...

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Audi A6: Die Business-Class-Limousine von Audi holt auf. Mit 5021 Neuzulassungen im November gewinnt sie im Vergleich zum Vormonat 7 Plätze und landet auf Rang 12. Seit Jahresanfang haben die Ingolstädter 41.600 Käufer für den A6 begeistern können, seit März ist die A6-Neuauflage am Start. Doch bis die Volkswagen-Tochter ihre Erzkonkurrenten BMW und Mercedes in der Business Class überrundet, bleibt noch einiges zu tun. An Mercedes' E-Klasse (45.900 Neuzulassungen bis November) tastet sich Audi langsam heran, der 5er-BMW (55.300 Stück) bleibt aber noch außer Sichtweite.

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Mercedes-Benz A-Klasse: Das Elchtest-Debakel hat der Baby-Benz längst hinter sich gelassen. Mit 4902 Neuzulassungen lag die A-Klasse im November auf Platz sechs, seit Jahresanfang konnte Mercedes 40.700 A-Klasse-Exemplare verkaufen. Im Vergleich zum Oktober-Ranking hat die A-Klasse allerdings sieben Plätze eingebüßt. Das könnte daran liegen, dass Kunden auf die neue A-Klasse-Generation warten, die im Sommer 2012 an den Start geht.

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Ford Fiesta: Mit 4791 Neuzulassungen im November kommt der Fiesta auf Platz 14. Vielen gilt Ford als US-Hersteller, doch das sollte man in Deutschland eher entspannt sehen. Seit 1931 besitzt Ford Werke in Deutschland Werke besitzt. Zudem ist der Fiesta zum Großteil in Deutschland designt worden - wie auch sein großer Bruder Focus. Bei den Verkaufszahlen der ersten elf Monate liegen die beiden Modelle (rund 49.700 Fiesta / rund 56.500 Focus) nicht allzu weit auseinander.

Foto: Ford / DPA
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Mercedes-Benz E-Klasse: Dass es mit 4666 Neuzulassungen im November im deutschen Ranking nur für Platz 15 reichte, können die Stuttgarter gelassen hinnehmen. In China ist die E-Klasse (im Bild: E 300 Langversion) als Statussymbol beliebter als je zuvor - er darf auch gern mal etwas größer sein. Denn schließlich fahren Wohlhabende in China selten selbst, sondern lassen sich fahren. Seit Anfang des Jahres hat Daimler deutschlandweit 45.900 E-Klasse-Autos verkauft - und damit wohl auch hierzulande gut verdient.

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Skoda Octavia: Das Familienauto hat sich zu einem der bestverkauften Modelle der tschechischen VW-Tochter gemausert. Im November wurde der Octavia 4346 Mal neu zugelassen und kommt damit auf Rang 16. Für den Octavia spricht ein vergleichsweise niedriger Preis und - in der Sparvariante Greenline wie hier im Bild - niedrige Verbräuche. Insgesamt 42.900 Mal hat Skoda den Octavia von Januar bis November verkauft. Bei den Monatszulassungen im November schlugen die Tschechen ein Familienmodell der Konzernmutter VW...

Foto: Uli Deck/ dpa
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VW Touran: Ein Kind, zwei Kinder, Touran. Das Familienauto aus Wolfsburg brachte es im November auf knapp 4407 Neuzulassungen - seit Jahresanfang waren es entschieden sich 51.500 Autokäufer für den Minivan. Damit fährt der Touran in diesem Monat auf Platz 17 des Rankings. Für umweltbewusste Familienväter gibt es den Touran übrigens auch mit Erdgasantrieb. Der kostet zwar dann knapp 4000 Euro mehr, rechnet sich allerdings bereits ab 7000 Kilometern Fahrleistung im Jahr. Eine der bundesweit 1000 Gastankstellen sollte man aber in der Nähe seiner täglichen Route haben.

Foto: Jürgen Pander
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BMW 5er: Das Dienstauto der Münchener schaffte es mit 4182 Neuzulassungen im November auf Platz 18 im Ranking. In den ersten zehn Monaten fanden 55.300 5er neue Käufer. In der oberen Mittelklasse liegt der 5er damit klar vor seinen Konkurrenten Mercedes E-Klasse (45.900 Fahrzeuge) und Audi A6 (41.600 Fahrzeuge). Damit das so bleibt, hat BMW kürzlich bei den 5er-Motoren nachgebessert. Bei den Neuzulassungen erreichte BMW (inklusive Mini) von Januar bis November 2011 einen Marktanteil von 9,2 Prozent. Damit liegen die Münchener knapp vor Mercedes (9 Prozent) und dem Erzrivalen Audi (7,9 Prozent).

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Audi A1: Neuzugang auf Platz 19: Erstmals schafft es Audis Nobel-Kleinwagen A1 unter die Top 20 der bestverkauften Autos. Im November wurden 3971 A1 neu zugelassen, im Gesamtjahr verkaufte Audi bislang 26.600 Stück des auf dem VW Polo basierenden Kleinwagens. Bis Audi damit die Verkaufszahlen des Mini erreicht (36.500 Neuzulassungen von Januar bis November), ist es noch ein ganzes Stück. Doch die Ingolstädter haben schon mehrfach bewiesen, dass sie einen langen Atem haben.

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VW Tiguan: Wie im Vormonat schaffte es der "kleine Bruder" des Geländewagends VW Touareg gerade noch unter die Top 20: Der VW Tiguan wurde im November 3727 mal neu zugelassen und liegt damit auf Platz 20. Seit Jahresanfang verkaufte Volkswagen 42.200 Stück seines Kompakt-Geländewagens - davon wurden immerhin 26.000 Stück mit Allradantrieb ausgeliefert. Überraschend ist, welche zwei Automarken im November am stärksten zulegten…

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Lancia: Die längst totgeglaubte Italo-Marke schafft im November einen beachtlichen Absatzsprung: Um satte 400 Prozent legten die Verkäufe von Lancia im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Das liegt aber vor allem daran, dass Fiat nun Chrysler-Modelle wie den Voyager (im Bild) in Europa unter dem Namen Lancia verkauft. Mit insgesamt 1913 Neuzulassungen seit Jahresanfang ist Lancia nach wie vor ein Winzling auf dem deutschen Automarkt mit einem Marktanteil von 0,1 Prozent. Gewichtiger ist da schon der zweite Wachstumssieger im November…

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Kia: Die zum koreanischen Hyundai-Konzern gehörende Marke hatte im November offenbar einen guten Lauf: Um 78 Prozent steigerte Kia seinen Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das liegt wohl auch am neuen, deutlich sportlicheren Design, für das der Deutsche Peter Schreyer verantwortlich zeichnet. Schreyer war bis 2006 Chefdesigner bei VW und Audi. Seit Jahresanfang kommen die Koreaner auf einen Marktanteil von 1,3 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr haben die Verkäufe um 13,3 Prozent zugelegt.

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