US-Goldreserven Gold, das niemand sehen darf

Je größer der Schuldenberg der USA wird, desto größer die Begehrlichkeiten, einen Teil des US-Goldschatzes aus Fort Knox zu verkaufen. Doch viele Notenbanken weltweit kaufen im Gegenteil eher Gold zu - weil sie Dollar und Euro misstrauen und auf eine Rückkehr zum Goldstandard spekulieren.
1 / 5

Eine Wand aus Gold: Angestellte der New York Federal Reserve führen im unterirdischen Tresorraum nahe der Wall Street Buch über das gelagerte Währungsgold aus aller Welt. In dem berühmten Tresorraum von Fort Knox in Kentucky dagegen, wo der Großteil der US-Goldreserven lagert ....

Foto: DPA
2 / 5

.... durfte als letzter US-Präsident nur Harry Truman hereinschauen. Im berühmten "Bullion Depository", wo zeitweise auch die amerikanische Unabhängigkeitserklärung verwahrt wurde, lagern mit rund 5000 Tonnen die größten Goldreserven der Welt - und der Willkommensgruß an neugierige Besucher ist nicht wirklich ernst gemeint. Regelmäßig prüft zwar die Prüfungsgesellschaft KPMG die US-Goldbestände - doch sie prüft nur den Prüfbericht des US-Finanzministeriums. Der Generalinspekteur des US-Finanzministeriums, Eric Thorson, durfte Ende 2010 lediglich die Siegel an den Eingängen zu den Goldkammern auf Unversehrtheit überprüfen.

Foto: REUTERS
3 / 5

"Wo ist das Gold?" fragt der republikanische Abgeordnete Ron Paul immer wieder. "Wenn wir uns je durchringen sollten, von dem Gold Gebrauch zu machen, dann wollen wir wenigstens genau wissen, wie viel davon da ist", sagt Paul. In den vergangenen 50 Jahren habe es nur eine einzige Überprüfung der US-Goldbestände gegeben ...

Foto: Darryl Webb/ AP
4 / 5

... und auch der ehemalige US-Präsident Harry Truman, der vor 61 Jahren als bislang letzter Präsident persönlich Zutritt zur Schatzkammer bekam, dürfte die Goldbarren kaum persönlich durchgezählt haben. Es dürften rund 700.000 Goldbarren in Fort Knox sein ...

Foto: DPA
5 / 5

... die gegenwärtig einen Wert von rund 460 Milliarden US-Dollar haben. Doch allein das Budgetdefizit im laufenden US-Haushalt ist drei Mal so groß. Würden die Zinsen auf die Schulden der USA um 3 Prozentpunkte steigen, wäre diese Mehrbelastung für den US-Haushalt größer, als die Einnahmen aus dem Verkauf des kompletten Goldvorrats. Viele Notenbanken sind inzwischen dazu übergegangen, weiter Gold zuzukaufen.

Foto: REUTERS