Beteiligungen Die Bankrisiken deutscher Versicherer

Die deutschen Versicherer haben 2010 rund 1,25 Billionen Euro angelegt und sind deshalb wichtige Investoren und Kreditgeber. Sie arbeiten traditionell eng mit den Banken zusammen. Ein Blick auf ihre Beteiligungen zeigt, warum eine Bankenkrise schnell auf sie durchschlagen könnte.
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Die Finanzaufsicht Bafin prüft, ob strauchelnde Banken auch deutsche Versicherer beschädigen könnten. Frühere Prüfungen haben ergeben, dass die Versicherer mit insgesamt 55 Prozent ihrer Kapitalanlagen bei Banken investiert sind. Ein Schuldenschnitt in Griechenland könnte die Banken belasten und sich auch auf Aktienkurse und Bonität der Versicherer auswirken. Wie real diese Gefahr ist, zeigt eine Auflistung der Banken-Beteiligungen der Versicherer.

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So gehört etwa Deutschlands größtem Versicherer, der Allianz-Gruppe, der US-Investmentmanager PIMCO zu 100 Prozent. PIMCO hat seinerseits insgesamt etwa 1,3 Billionen Dollar an Kundengeldern angelegt. Mit der spanischen Banco Popular Espanol S.A. verbindet die Allianz eine strategische Partnerschaft. Die Versicherung hielt im vergangenen Jahr 9,2 Prozent der Banco-Popular-Anteile.

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An Deutschlands zweitgrößtem Bankhaus, der Commerzbank, ist die Allianz mit 10,3 Prozent beteiligt. Der Anteil stammt vom Verkauf der einst Allianz-eigenen Dresdner Bank an die Commerzbank. Darüber hinaus ist die Allianz Deutschland mit knapp 90 Prozent an der Oldenburgischen Landesbank AG beteiligt.

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Deutschlands zweitgrößter Versicherer ist die Münchener Rück, zu der auch die Ergo-Versicherungsgruppe gehört. Die Ergo hält direkte Bankanleihen und Schuldscheindarlehen im Wert von 8,8 Milliarden Euro, zudem hat sie Pfandbriefe mit Emittentenbesicherung im Wert von mehr als 42 Milliarden Euro in ihrer Bilanz.

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Die Talanx AG, Deutschlands Nummer drei unter den Versicherern, hat keine meldepflichtigen Beteiligungen an Banken. Dafür unterhält sie Vertriebskooperationen mit der Targo Bank und der Postbank.

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Deutschlands viergrößter Versicherer, die Generali Deutschland Holding AG, ist mit einer Summe von insgesamt rund 30 Milliarden Euro an Banken beteiligt . Davon sind ein Drittel Bankanleihen und zwei Drittel Pfandbriefe mit Emittentenbesicherung.

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