VW in Chattanooga Roter Teppich mit Politstar-Verbindung

Die Ansiedlung hat sich gelohnt: Chattanooga wandelt sich seit der VW-Werkseröffnung von einem verschlafenen Nest zu einer prosperierenden Region. Selbst US-Senatoren sind zum VW-Fan geworden. Und die nächste Phase des Aufschwungs könnte vor der Tür stehen.
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Plötzlicher Aufschwung: Während der großen Rezession stieg in Teilen von Tennessee die Arbeitslosigkeit auf 17 Prozent. Doch seit Monaten kommen hier - gemessen an der Bevölkerung - mehr neue Jobs hinzu als irgendwo sonst in den USA. Seit dem Bau der VW-Fabrik in den Jahren 2009 und 2010 ist Chattanooga dann auch kaum wieder zu erkennen. In der Altstadt gibt es eine Renaissance mit trendigen Restaurants und Galerien, schicken Hotels und neuen Apartments.

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Neue Zuneigung: Als die Wirtschaftsfakultät der Universität von Tennessee im September ihren neuen Konjunkturausblick herausgab, brachte sie "die signifikante Verbesserung am lokalen Arbeitsmarkt" in Zusammenhang mit Volkswagen. Chattanoogas Bürgermeister Ron Littlefield Littlefield ziert sein eigenes Bild auf der Webseite der Stadt mit einer Aufnahme des VW-Werks.

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Klare Botschaft: "Volkswagen hilft uns, Tennessee als großartigen Standort für eine Produktion auf Weltniveau zu etablieren", schwärmt der Gouverneur von Tennessee, Bill Haslam. Und Senator Bob Corker (Mitte), in Washington eine bekannte Figur, sieht "außerordentliche Möglichkeiten" für eine lokale Expansion von VW. Er "habe immer die Handynummer von VW-Nordamerikachef Jonathan Browning dabei", verriet Corker dem regionalen Industrieverband beim jüngsten Jahrestreffen in Chattanooga.

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Entscheidender Impuls: Politiker und Standortförderer in diesem Teil der USA wissen genau, was sie den Investoren aus Übersee zu verdanken haben. Die Eröffnung des VW-Werks (im Bild) im Mai habe "die Rolle von Tennessee als Zentrum des neuen amerikanischen Autogürtels zementiert", heißt es beim Tennessee Economic Development Board.

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Berühmte Rückkehrer: Allein vier große Lieferanten der Autoindustrie hätten sich im ersten Halbjahr in Tennessee zusätzlich angesiedelt, erfährt man bei der Tennessee Valley Authority. Jetzt kehrt sogar General Motors zurück, in seine alte Fabrik in Spring Hill, die 2009 in der großen Rezession geschlossen worden war.

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Neue Phase: Für Volkswagen zahlt sich die verstärkte Präsenz auf dem wichtigen Automarkt schon jetzt gut aus. Im September legte der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 35,6 Prozent zu. Das Verkaufsplus von mehr als 22 Prozent seit Jahresbeginn ist mehr als doppelt so hoch wie der Gesamtmarkt USA, der 10 Prozent zulegte. Erstmals steuert der Konzern auf ein profitables Jahr in den USA zu, sagte kürzlich VW-Nordamerikachef Jonathan Browning (im Bild) voraus.

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Heikle Debatte: Doch nicht alle sind begeistert über den neuen Großinvestor, dem manche vorwerfen, auch bei den Niedriglöhnen in Amerika neue Standards zu setzen. Das Werk in Chattanooga machte im laufenden Jahr Schlagzeilen als diejenige Autofabrik in den USA, die mit 14,50 Dollar je Stunde die niedrigsten Einstandslöhne im Land zahlt.

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Freundlicher Handschlag: Volkswagen kann sich dennoch über eine Welle der Gastfreundschaft freuen. Bei einer landesweiten Arbeitslosenquote von mehr als 9 Prozent in den USA wird die milliardenschwere Anerkennung durch internationale Investoren hier im Südosten des Landes sehr geschätzt. Tennessee braucht sie auch, denn die Arbeitslosenrate lag im Sommer noch bei 9,7 Prozent, deutlich über dem Schnitt der USA.

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Großes Entgegenkommen: Die lokale Handelskammer hat dann sogar ein eigenes "Volkswagen-Team" aufgebaut, zu dem sie auf der Webseite verlinkt. Die lokale Times Free Press widmet dem Konzern aus Deutschland eine eigene Nachrichtenseite, seit dem der eine Fabrik in der Regin eröffnet hat (im Bild: Presse-Auftrieb zur Eröffnung des Werks).

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Neuer Optimismus: jetzt steigt die Hoffnung in der Region auf noch mehr: Derzeit sorgen Gerüchte über bis zu drei weitere Autofabriken in der Region für Aufruhr. Neben Volvo und Hyundai/Kia hat auch Audi Interesse angemeldet, will sich aber bislang nicht auf Chattanooga festlegen. Die Entscheidung über den Standort in Nordamerika soll bis zum Sommer 2012 fallen.

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