Top Ten Die erste Liga der deutschen Megareichen

Sie haben es wieder geschafft: Die Aldi-Dynastie führt die Rangliste der deutschen Megareichen an. Allerdings macht BMW-Erbin Susanne Klatten nominal den größten Satz nach vorn. Hier ist der Countdown zu den zehn reichsten Deutschen überhaupt:
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Platz zehn in der Beletage der deutschen Superreichen: Familie Rethmann. Die Unternehmensgruppe wurden vielen Bundesbürgern erstmals so richtig bekannt, als sie die damalige Entsorgungssparte des Essener Energiekonzerns RWE kaufte. Leer ging die Mannschaft um Aufsichtsratschef Martin Rethmann allerdings beim angestrebten Kauf der Steag aus, Deutschlands fünftgrößtem Energieversorger. Dem Vermögen der Familie hat das nicht geschadet. 6,0 Milliarden Euro gehören dem Clan aus Selm in Nordrhein-Westfalen.

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Platz neun in der Beletage der deutschen Superreichen: Familie Oetker. Das Dr.Oetker-Backpulver kennt nahezu jedermann in Deutschland. Der Konzern, der dahinter steht, ist aber in viel mehr Geschäftsfeldern als nur der Lebensmittelindustrie tätig. Schifffahrtslinien und Geldhäuser gehören der Familie auch, die so einen der bedeutendsten deutschen Familienkonzerne seinen Besitz nennen kann. Das macht sich auf dem Konto bemerkbar: Das Vermögen der Familie Oetker, derzeit unternehmerisch geleitet von Richard Oetker, beträgt 7,0 Milliarden Euro.

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Platz acht in der Beletage der deutschen Superreichen: Günter und Daniela Hertz. Lange Jahre hat der älteste Sohn des 1965 verstorbenen Tchibo-Gründers Max und seiner Frau Ingeburg Herz die Kaffeetruppe mitgeleitet, die auch die Mehrheit an dem Cremeladen Beiersdorf hält, einem Dax-Konzern. Doch dann die Trennung von Tchibo und seinen Brüdern. Günter und Daniela Herz gründete 2002 die Mayfair Vermögensverwaltung in Hamburg, erwarben später die Mehrheit an dem Germanischen Lloyd - und sicherten sich so den Applaus der hanseatischen Gesellschaft, die um die Unabhängigkeit ihrer Schiffs-Klassifikationsgesellschaft gebangt hatte. Das Vermögen beträgt 7,0 Milliarden Euro.

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Platz sieben in der Beletage der deutschen Superreichen: Familie Reinhold Würth. Mit Schrauben zu Milliarden - so in etwa geht die Geschichte des Unternehmers aus Künzelsau, einer Kleinstadt in Baden-Württemberg. Ungefähr 60.000 Angestellte hat das Unternehmen Würth heute. Reinhold selbst mag es bisweilen auch gediegen: Er sammelt Kunst, gründet Museen, stiftet viel und lässt Schlösser renovieren, etwa Schloss Hermersberg in Niedernhall, wo seine Kinder wohnen können. Würth besitzt zum Zeitvertreib auch die 85-Meter-Jacht Vibrant Curiosity (deren Name leitet sich von einem vergangenen Firmenmotto der Würth-Gruppe ab). Einmal komplett Volltanken ist übrigens schon etwas für Milliardäre. Der Tank der Jacht fasst 284.500 Liter. Das Vermögen von Reinhold Würth beträgt 7,2 Milliarden Euro.

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Platz sechs in der Beletage der deutschen Superreichen: Familie Reimann. Kaum eine deutsche Milliardärsfamilie dürfte unbekannter sein, als die Erben des einst mittelständischen deutschen Chemiefabrikanten Albert Reimann und seiner Firma Johann A. Benckiser in Ludwigshafen. Marken wie Calgon oder Kukident dürften den meisten Bundesbürgern dagegen etwas sagen - und auch die Kosmetikmarke Lancaster. Die gehört zum Duftwässerchenkonzern Coty, der indirekt auch eine Beteiligung von Reimann ist, mit Marken wie Joop, Zino Davidoff oder Calvin Klein. Aus Sorge um die drohende Erbschaftssteuer in Deutschland brachten die Erben ihre Finanzholding Johann A. Benckiser SE nach Österreich in Sicherheit; in der Holding sind heute etwa 15 Prozent des Aktienkapitals der Reckitt Benkiser gebündelt, die an der Londoner Börse gelistet ist und im Aktienindex FTSE 100 geführt wird. Das Vermögen der Familie Reimann beträgt aktuell 8,0 Milliarden Euro.

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Platz fünf in der Beletage der deutschen Superreichen: Susanne Klatten. Geerbt hat sie einen Teil des Milliardenvermögens ihres Vaters Herbert Quandt, stark beteiligt ist sie an einer Reihe der bekanntesten deutschen Unternehmen, manche davon gehören ihr ganz. Beispiele gefällig? An BMW, dem Chemieunternehmen Altana, der Windturbinenfirma Nordex und dem Kohlenstoffproduzenten SGL Carbon. Susanne Klatten gilt als die reichste Frau Deutschlands. Sie wurde vor wenigen Jahren Opfer eines aufsehenerregenden Erpressungsversuchs. Ihr Vermögen beträgt 8,90 Milliarden Euro.

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Platz vier in der Beletage der deutschen Superreichen: Familie Otto. Werner Otto startete nach dem Zweiten Weltkrieg in Hamburg mit einer Pleite: Sein Schuhgeschäft ging Konkurs. Danach folgte eine der erfolgreichsten Nachkriegsgründungen der Bundesrepublik: der Otto-Versand. Dazu kamen internationale Immobiliengeschäfte, insbesondere in Nordamerika - Sagitta und Paramount Group in Kanada und den USA etwa. In Deutschland gründete Otto darüber hinaus die Einkaufscenterfirma ECE, heute die größte Europas; sie wird derzeit von seinem jüngsten Sohn Alexander geleitet. Werner Otto zählt zu den bekannten Hamburger Stiftern, er ist zum dritten Mal verheiratet und hat insgesamt fünf Kinder. Das Vermögen der Familie Otto beläuft sich auf 9,0 Milliarden Euro.

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Platz drei in der Beletage der deutschen Superreichen: Dieter Schwarz. Er ist nicht der Erfinder des Hard-Discounts in Deutschland, aber seine Geschäfte zählen hierzulande und international zu den prägenden Vertretern der Billigheimer im Einzelhandel: Dieter Schwarz gehören die Lidl-Märkte. Der Schwabe gilt als sehr zurückhalten, es gibt kaum Fotos von ihm. Interviews lehnt er ab. Heute ist die Lidl Stiftung & Co. KG einer der größten Handelskonzerne Europas. Das Vermögen von Dieter Schwarz beträgt aktuell 11,50 Milliarden Euro.

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Platz zwei in der Beletage der deutschen Superreichen: Familie Berthold und Theo Albrecht jr. Die beiden Diplomkaufleute sind nicht nur Mitglieder des sechsköpfigen Aldi-Verwaltungsrats, sondern gehören auch der Markus-Stiftung an. Darin sind große Teile des Familienvermögens gebunkert. Und das beläuft sich aktuell auf 16,00 Milliarden Euro.

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Die Topplatzierung in der Beletage der deutschen Superreichen: Familie Karl Albrecht. Aldi-Tycoon Karl Albrecht gilt gemeinsam mit seinem verstorbenen Bruer als Erfinder des Billigmarkts, er hat die Expansion kräftig vorangetrieben. Heute steht in jeder deutschen Stadt eine Vielzahl von Aldi-Filialen, und international sieht es in vielen Staaten ähnlich aus. Kart-Albrecht, der Bruder des verstorbenen Aldi-Co-Gründers Theodor, 1920 in Essen geboren, ist weiterhin der reichste Deutsche. Das Vermögen des Ruhrgebietsstars beträgt aktuell 17,20 Milliarden Euro.

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